Kultur

15. Lateinamerikanische Filmwoche

15. Lateinamerikanische Filmwoche

Seit gestern findet in der Neustädter Schauburg das nun schon 15. Festival des lateinamerikanischen Films statt. Noch bis zum 5. Dezember werden dazu im Gemeinschaftsprojekt der Asociación Cultural Iberoamericana e.V., der Schauburg und des Tierra nuestra e.V. zahlreiche Filme und Dokumentationen gezeigt, die einen Einblick in die Kultur, die Identität, den Humor, die Dramen und Leidenschaften Lateinamerikas geben sollen. Die gezeigten Filme werden jedoch nicht nur Aspekte des lateinamerikanischen Alltags beleuchten, sondern auch Anknüpfungspunkte an die seit Jahren stattfindenden bedeutsamen Kämpfe sozialer Bewegungen in Lateinamerika aufzeigen. Weiterlesen

Lesenswert

Unselige Traditionspflege bei der Bundeswehr

Nach Kontraste-Recherchen wurde auf einer offiziellen Veranstaltung der Bundeswehr zum Volkstrauertag ungehindert Liedgut der Waffen-SS vorgetragen. Einer der renommiertesten deutschen Forschungspreise für Militärhistoriker ist nach einem ehemaligen SS-Mitglied benannt. Noch immer sind zahlreiche Bundeswehrkasernen nach Wehrmachtsoffizieren benannt, die tief in die nationalsozialistische Rassen- und Eroberungspolitik verstrickt waren. Obwohl dies dem Bundesverteidigungsministerium bekannt ist, wurden die Kasernen nicht umbenannt.

Quelle: Kontraste (29.11.2012)

Freiräume

Gartennetzwerk gegründet

Demnächst auch in Dresden? Guerilla Gardening in Berlin (Quelle: flickr.com/photos/abuaiman/)

Am vergangenen Wochenende fand im Löbtauer Wohnprojekt WUMS e.V. auf Einladung des Ufer-Projekte Dresden e.V. ein Vernetzungstreffen zwischen einer Mitarbeiterin des Grünflächenamtes, einem Ortsbeirat und Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Umweltverbände und Dresdner Gartenprojekte statt. Dabei ging es um die Frage, wie in Dresden die Idee urbaner Gemeinschaftsgärten sichtbarer gemacht werden kann, um dadurch einen bewußten Wandel in der Stadt zu fördern und parallel dazu die bereits existierende Projekte miteinander stärker zu vernetzen. Weiterlesen

Lesenswert

Neonazis in Hoyerswerda: Bloß keine Umstände

Plötzlich steht eine Gruppe Neonazis vor der Wohnungstür. Schlägt dagegen, brüllt. Bedroht wird ein Paar in Hoyerswerda, das rechtsradikale Aufkleber von Laternen gekratzt hat. Und der Staat zeigt sich überfordert. Kein Einzelfall in einer Stadt, in der 30 Radikale den Ton angeben dürfen.

Quelle: Tagesspiegel (26.11.2012)

Lesenswert

„Ich hab‘ ihm eine geschmiert“

Er steht vor Gericht, weil er einen 15-Jährigen misshandelt haben soll: Zum Prozessauftakt gibt der Ex-Polizeichef von Rosenheim eine Ohrfeige zu. Doch an die kann sich der Schüler gar nicht mehr erinnern – stattdessen berichtet er, wie ihn der Beamte mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen habe. Mindestens dreimal.

Quelle: Süddeutsche Zeitung (19.11.2012)

Freiräume

Verstrickte Erinnerungen

Protest vor dem Neustädter Kulturzentrum "Scheune"

Am vergangenen Montag hatte der Verein Louisen Kombi Naht zu einer Veranstaltung unter dem Motto: „Die Kultur des Nicht-Erinnerns: Zur generationalen Weitergabe von Krieg“ im Neustädter Kulturzentrum „Scheune“ eingeladen. Bei klappernden Stricknadeln referierte Kornelia Beer dabei über Kriegserlebnisse und Erfahrungen im Umgang mit der Weitergabe traumatischer Erlebnisse. Im Vorfeld und zu Beginn des Vortrags hatten etwa 20 Menschen vor der Scheune ein Flugblatt verteilt, in dem die Veranstalterinnen und Veranstalter dazu aufgerufen wurden, sich „mit den historischen Fakten auseinanderzusetzen“ und die Idee, gemeinsam mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr einen sowjetischen Panzer einzustricken, als „Verhöhnung der Opfer des Vernichtungskrieges“ bezeichnet. Weiterlesen

Lesenswert

Polizisten vertuschten Gewalt-Exzess eines Kollegen

Ein 36-jähriger Polizist schlug bei einem Einsatz in Hellersdorf grundlos zu. Zwei Jahre später macht er vor Gericht reinen Tisch.

Quelle: Tagesspiegel (16.11.2012)

Lesenswert

Sieg der Vernünftigen

In der sächsischen Kleinstadt Gröditz macht die NPD gegen ein Heim für Asylbewerber mobil. Die Stadt will dagegen vorgehen. Und macht fleißig mit.

Quelle: taz (04.07.2012)

Freiräume

Demokratieerziehung made in Sachsen

Sieht keine Defizite im Umgang mit Nazis in Sachsen (Quelle: flickr.com/photos/cduerzgebirge/)

Während Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) angesichts der Kritik am Vorgehen der Polizei in Hoyerswerda im Augenblick um Schadensbegrenzung bemüht ist, wird an der Diskussion um den Doppelhaushalt 2013/2014 deutlich, wohin der Wind im Freistaat in Zukunft wehen wird. In einem Interview mit der Zeit hatte Tillich am Mittwoch behauptet, dass „das Problem des Rechtsextremismus […] in Sachsen immer schon sehr ernst“ genommen wurde und sich erneut für ein Verbot der NPD ausgesprochen. Sachsens Innenminister Ulbig hatte als Reaktion auf die Ereignisse von Hoyerswerda einer Verlegung mobiler Einsatz- und Fahndungstruppen (MEFG) der Polizei in die Region angekündigt und zudem für den 28. November seine Pläne für ein Aktionsforum vorgestellt, in dem die Polizei und der Verfassungsschutz „eine detaillierte Lageanalyse vorlegen und diskutieren“ werden. Weiterlesen

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Hessen schafft Residenzpflicht für Asylbewerber ab

Die hessische Landesregierung hat die Residenzpflicht für Asylbewerber aufgehoben. CDU-Innenminister Boris Rhein sprach von einem »Schritt zu mehr Menschlichkeit«. Die Linksfraktion im Landtag forderte die schwarz-gelbe Koalition in Wiesbaden auf, sich sich nun für eine Abschaffung der umstrittenen Regelung auf Bundesebene stark zu machen.

Quelle: Neues Deutschland (20.11.2012)