Antifa

28.08.2010 Antifa-Demo in Radeberg

Gegen die lokalen Nazistrukturen und deren Erscheinungsformen soll am kommenden Samstag in Radeberg demonstriert werden. Die Radeberger Szene ist gut vernetzt und pflegt Kontakte nach Dresden. Hierbei tritt immer wieder der NPD-Stadtrat Simon Richter hervor. Er war auch dabei, als eine Gruppe Nazis das Bierfest in Radeberg nutzte, um gegen den „schleichenden Volkstod“ aufmerksam zu machen und dabei gegen DemokratInnen zu hetzen.

Deshalb soll am 28.08.2010 um 13.00 Uhr eine antifaschistische Demonstration am Bahnhof in Radeberg stattfinden. Für Anreisende aus Dresden gibt es einen Zugtreffpunkt: Hauptbahnhof, 11.52 Uhr, Gleis 9 und Bahnhof Neustadt, 12.07 Uhr, Gleis 9.

Aufruf der Antifa Radeberg:

Schon seit Jahren sind in Radeberg und Umgebung vermehrt Aktivitäten zu beobachten, welche eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Aufkleber mit nationaler und ausländerfeindlicher Propaganda, Schmierereien mit nazistischen Inhalt und faschistische Parolen sind Alltag in Radeberg. Die „autonomen Nationalisten“ treten gegenüber Menschen, welche nicht in ihr beschränktes Weltbild passen, immer gewaltbereiter entgegen.
Regelmäßig konnte man die Radeberger Faschisten auch bei Kundgebungen und Aktionen der NPD und anderer Organisationen in Dresden beobachten. So griffen sie zusammen mit Dresdner Nazis Anfang Februar eine Gruppe an, welche vor der Altmarktgalerie für die Antinazi-Demo am 13.2.2010 warb. Sie marschierten auf der 1. Mai Demonstration 2009 in Freiberg und 2010 in Hoyerswerda. Letztere wurde vom Radeberger NPD Stadtrat Simon Richter angemeldet.
Richter pflegt seit längerem engem Kontakt mit dem Dresdner Neonazi Maik Müller, welcher den Freien Kameradschaften angehört.
Das Bürgerbüro der Partei DIE LINKE. wurde in Radeberg schon oft Ziel von Anschlägen mit rechtsextremem Hintergrund. So wurde die Jalousie beschmiert und zerschlagen sowie mehrere Scheiben zerbrochen. Vor wenigen Tagen wurde an der neuen Jalousie nun sogar gezündelt.
Dies bildet nur den Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits seit langem mehr Beachtung hätte finden müssen. Doch auch im Angesicht dieser Tatsachen gibt es wieder diejenigen, die guten Gewissens behaupten, es gebe in Radeberg und Umgebung kein Problem mit der extremen Rechten!!
Gegen diese Meinung müssen und werden wir demonstrieren, wir müssen und werden zeigen, dass es Menschen gibt, die sich nicht mit rechten Parolen identifizieren, die aufklären, dass der National-Sozialismus ein Verbrecher- und Ausbeutersystem ist.
Deshalb, Bürgerinnen und Bürger, Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Radeberg und dem gesamten Umkreis,
KOMMT ZUR DEMO GEGEN RECHTS NACH RADEBERG!

Quelle: Autonome Antifa Radeberg (AARDB)

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