Antifa | Kultur

De Nadie – No One (2005)

Leider etwas verspätet möchten wir euch dennoch zum diesjährigen bundesweiten Aktionstag gegen Abschiebungen und Abschiebehaft eine Dokumentation über Flüchtlinge in Lateinamerika vorstellen. Darin schildert der junge mexikanische Regisseur Tin Dirdamal den gefährlichen Leidensweg hundertausender mittelamerikanischer Flüchtlinge auf ihrem Weg durch Mexiko in die Vereinigten Staaten. Sie werden die „Niemande“ – spanisch „Nadie“ – genannt, denn sie sind ohne Papiere unterwegs, um nicht abgeschoben zu werden.

Der mexikanische Filmemacher hat für sein Projekt „De Nadie – No One“ einige dieser Menschen mit einer Handkamera begleitet. Viele versuchen, mit Güterzügen an die Grenze im Norden Mexikos zu kommen. Die Reise durch das Land wird jedoch für die meisten der Migrantinnen und Migranten zum Albtraum. Viele scheitern angesichts korrupter Behörden und der Gewalt krimineller Jugendbanden, die sich auf Überfälle spezialisiert haben.

Der Film gewann beim Sundance Festival 2006 den Publikumspreis und erschien in diesem Jahr in einer überarbeiteten Fassung als Spielfilm „Sin Nombre“ in den deutschen Kinos.

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