Antifa

Hausdurchsuchungen in Stuttgart

In den Morgenstunden des 28. Septembers kam es in Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart zu vier Hausdurchsuchungen. In einem Fall stürmten vermummte BFE-Beamte mit gezogenen Waffen zunächst die falsche Wohnung. Zwei der betroffenen Antifaschisten wurden in den Morgenstunden für Verhöre auf der Arbeit und in der Schule aufgesucht. Einer Frau wurde nach ihrer Festnahme und einer anschließenden erkennungsdienstlichen Behandlung eine DNA-Probe entnommen. An den Durchsuchungen beteiligten sich neben Vertretern des Baden-Württembergischen LKAs, der Dresdner Staatsanwaltschaft und der SOKO 19/2 auch Beamte der Stuttgarter BFE.

Gegen die vier Personen wird u.a. wegen „Beihilfe zur versuchten gefährlichen Körperverletzung“ sowie „Verstoß gegen das Vermummungsverbot“ ermittelt. Da die Beschuldigten angeblich Teil einer größeren Gruppe waren, die in Dresden auch militant agiert haben soll, wird außerdem wegen „besonders schwerem Fall des Landfriedensbruch“ gegen sie ermittelt. Bei den Durchsuchungen wurde gezielt nach Kleidung, Schuhen und Datenträgern gesucht.

Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) Stuttgart verwies auf den großen Erfolg der antifaschistischen Proteste in den vergangenen beiden Jahren in Dresden und wertet die Tatsache „Jugendliche aus der Schule und Arbeit zu zerren, ihnen vermummt geladene Waffen vor den Kopf zu halten und DNA-Proben zu entnehmen [als] klaren Versuch der Einschüchterung“.

Kommentare

  1. hinzundkunz sagt:

    Wiedermal eine gelungene Werbeaktion der Dresdner Staatsanwaltschaft für die „Spiele“ im Februar 2012! TOLL!

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