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coloRadio weiter bedroht

coloRadio DresdenEin Jahr nach der Diskussion über die Zukunft der sächsischen Freien Radios, stehen die nichtkommerziellen Sender auch in diesem Jahr erneut vor einem Finanzierungsproblem. Im vergangenen Jahr waren die drei Sender von apollo radio))) darüber informiert worden, dass sie ab Januar 2010 ihre Sende- und Leitungskosten selbst zu tragen hätten. Der private Klassik- und Jazzsender hatte seit 2004 die Kosten für den Sendebetrieb übernommen.

Im Februar hatte daraufhin eine knappe Mehrheit im Dresdner Stadtrat einer Zwischenfinanzierung für den laufenden Betrieb in diesem Jahr zugestimmt. Bedingung für die zugesagten Gelder war jedoch nach Angaben des Dresdner Senders die drohende Insolvenz. Nur wenige Monate später eskalierte schließlich der Streit über ausstehende Zahlungen mit apollo radio))). Für einen Zeitraum von mehreren Wochen, konnten die drei Sender nur noch im Internet empfangen werden.

Die Freien Radios sind der Meinung, dass die mit einem jährlichen Etat von sechs Millionen Euro ausgestattete Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) in Zukunft die anfallenden Kosten für den Sendebetrieb übernehmen sollte. In den kommenden Wochen werden sich die Abgeordneten des Sächsischen Landtags aus diesem Grund mit einem Antrag der Oppositionsparteien beschäftigen.

Im Augenblick bezahlt der Dresdner Sender monatlich 1.000,61 Euro an die für den Sendebetrieb verantwortliche Media-Broadcast GmbH. Insgesamt benötigen die drei sächsischen Radios für die laufenden Betriebskosten rund 40.000 Euro.

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