Freiräume

DD: Bob- die Besetzterbärin schlägt zu

In der Nacht vom 26.04 zum 27.04.2010 wurde ein Haus auf der Leipziger Straße besetzt. Durch Transparente wurde der Öffentlichkeit kundgetan, das hier billiger Wohnraum vorhanden ist. Das Haus auf der Leipziger Straße 100 steht schon seit einer ganzen Weile leer. Also dachte sich die Besetzterbärin: „Hier könnte ich doch einziehen“. Gesagt – getan. Bis jetzt ist noch unbekannt ob die Bärin dort noch wohnt oder schon von der Polizei zum verlassen des Objektes aufgefordert wurde.

Schon seit März 2009 kommt es in Dresden wieder verstärkt zu Versuchen, ein neues sozio-kulturelles Zentrum durch Besetzungen und Demonstrationen zu erkämpfen. Bislang reagierte die Stadt darauf immer wieder mit sofortigen Räumungen, Schweigen und Ignoranz. In einer Stadt, in der mit dem Verkauf der städtischen Wohnungsgesellschaft gewichtige, öffentliche Potentiale für die Schaffung von politisch-kulturellen Projektflächen aus der Hand gegeben wurden hat mensch offensichtlich immer noch nichts gelernt. Trotz tausender Euro Ausgaben für Polizeieinsätze, hat es die jetzige Stadtregierung bis heute nicht geschafft, den immer wieder von Besetzer_innen angebotenen, konstruktiven Dialog um ein neues Soziales Zentrum aufzunehmen.

Egal, wie diese Besetzung verlaufen wird, die Bärin hat eines versichert: Solange es in Dresden keinen Raum für sozio-kulturelles Wohnen gibt wird sie weitermachen. Egal welches Haus, die Bärin gibt sich nicht damit zufrieden den Sommer unter Brücken zu verbringen.

Quelle: Indymedia (29.04.10)

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