Freiräume

Dresdner Piraten bieten kostenlosen Internetzugang im Alaunpark an

Nachdem ein erster Vorstoß der Linken für ein flächendeckendes kostenloses WLAN-Netz in der Dresdner Innenstadt im Herbst vergangenen Jahres durch den Stadtrat abgelehnt worden war, haben die Piraten gestern ihre Pläne für ein kostenloses Internet im Neustädter Alaunpark vorgestellt. Dazu soll zunächst die Osthälfte des vor allem von jungen Menschen frequentierten Parks im Stadtteil Äußere Neustadt mit frei zugänglichem Internet ausgestattet werden.

Starten soll das ganze ab kommenden Donnerstag um 18 Uhr. Für die Westseite sucht die Partei noch Mieter oder Hausbesitzer auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle auf dem Bischofsweg. In Zukunft wollen die Piraten über zweckgebundene Spenden die Finanzierung des Projektes absichern und überschüssige Einnahmen für den Ausbau weiterer kostenloser WLAN Hotspots in Dresden verwenden. Das Netzwerk, welches unter der Kennung „Piraten Freifunk“ senden soll, funktioniert nicht nur ohne Registrierung und Drosselung, sondern kann darüber hinaus auch zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Außerdem werden vom Internetprovider der Piraten weder Anmeldedaten, noch Protokolldateien aufgezeichnet.

Die Vorstandsvorsitzende der Neustadtpiraten und Direktkandidatin zur Bundestagswahl 2013, Anna Katharina Vogelgesang, sieht in der Idee eines „barrierearmen“ Internetzugangs die Möglichkeit, denjenigen einen Netzzugang zur Verfügung zu stellen, „die sich keinen eigenen Internetzugang oder kein großes Mobilfunk-Datenpaket leisten können“. Martin Schulte-Wissermann, der stellvertretende Vorsitzende der Dresdner Piraten, bezeichnete in „Zeiten grenzenloser Überwachung und eklatanter Verletzung von Grund- und Menschenrechten durch in- und ausländische Nachrichtendienste“ das Vorhaben als „Stück Freiheit und Unabhängigkeit“.

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