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Netzwerk ruft zu Spenden auf

Nach den durch die schwarz-gelbe Landesregierung vorgeschlagenen Änderungen bei der Mittelvergabe im Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ (WOS), steht in Leipzig das Projektbüro des Netzwerkes für Demokratie und Courage e.V. (NDC) voraussichtlich ab Juni vor dem Aus. Eine der Folgen ist, dass dadurch in Zukunft keine Bildungsveranstaltungen mehr in der Region Leipzig stattfinden können. Der Rückzug des NDC aus einigen Regionen würde, so die Befürchtungen, besonders den in Sachsen noch immer aktiven Nazistrukturen zugutekommen.

Schon seit 1999 diskutieren in Projekttagen junge Bildungsteams an sächsischen Schulen und anderen Bildungseinrichtungen über Vorurteile. Dabei werden Kinder und Jugendliche für Diskriminierung in ihrem Alltag sensibilisiert und bekommen durch geschultes Personal Möglichkeiten für ein demokratisches Handeln aufgezeigt. Durch das Programm konnten bislang jedes Jahr in über 300 Projekttagen mehr als 5.500 Jugendliche erreicht werden. Damit das auch in Zukunft so bleibt, ruft das NDC zu Spenden für ihre Arbeit auf. Damit sollen die durch den Rückzug des Freistaats entstandenen finanziellen Lücken geschlossen und Demokratiebildung überall in Sachsen ermöglicht werden.

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