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Semesterbeiträge sollen steigen

In Sachsen drohen für Studentinnen und Studenten ab dem kommenden Wintersemester höhere Beiträge. So könnte der Semesterbeitrag bereits ab Oktober nach Zeitungsangaben um 21 Euro erhöht werden. Bisher waren von den insgesamt 221,30 Euro, die Studierende an der TU Dresden für das aktuelle Sommersemester bezahlen mussten, knapp 145 Euro für das Semesterticket vorgesehen. Noch bis Ende Mai verhandeln dazu Studierendenvertreter mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB), dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und der Bahn über das seit 1. Oktober 2010 bestehende und sachsenweit gültige Semesterticket.

Ein Großteil der Erhöhung kommt durch durch den gestiegenen Anteil für den Verkehrsverbund Oberelbe zustande, welcher von aktuell 110,40 Euro auf künftig 125,40 Euro steigen soll. Als Begründung dient neben einer unter anderem durch Studien festgestellten erhöhten Nutzung der Angebote des ÖPNV innerhalb der Stadt und einem „Risikoaufschlag“ für diejenigen Studentinnen und Studenten, die in Zukunft aus der freiwilligen Studierendenschaft austreten und damit womöglich auf ein Semesterticket verzichten wollen, vor allem auch die „allgemeine Preissteigerung“. Die neu ausgehandelten Verträge sollen eine Gültigkeit über zwei Jahre haben und gelten für mehr als 47.000 Studierende an Dresdner Hochschulen.

Aus einer im vergangenen November durchgeführten Befragung eines Chemnitzer Studenten geht hervor, dass sich mit 89% Zustimmung eine deutliche Mehrheit der Dresdner Studierenden für den Erhalt des Semestertickets in seiner jetzigen Form ausgesprochen hat. Lediglich 1,7% der rund 5.800 befragten Personen plant zudem einen durch die schwarz-gelbe Landesregierung im vergangenen Herbst möglich gemachten Austritt aus der verfassten Studierendenschaft. Gleichzeitig waren sich jedoch 25,4% noch nicht sicher, ob sie auch in Zukunft die Arbeit der Studenten- und Fachschaftsräte finanziell unterstützen wollen und machten ihre Entscheidung vor allem von einer Fortführung des Semestertickets abhängig.

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