Kultur

arte Geschichte „Hitlers Polizei“

Heute Abend zeigt der deutsch/französische Sender arte um 20.15 Uhr eine Dokumentation, die sich mit der Rolle der Polizei im Nationalsozialismus auseinandersetzt. Während die Polizei noch in der Weimarer Republik als „Freund und Helfer“ bekannt gewesen ist, beteiligte sie sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten an der Jagd auf politische Gegner, aber auch gegen diejenigen, die ideologisch nicht in die so genannte „Volksgemeinschaft“ gehörten: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte und sogenannte Arbeitsscheue und Asoziale. In ihrem 50minütigen Film schildern die Autoren Wolfgang Schoen, Holger Hillesheim, Frank Gutermuth und Sebastian Kuhn wie aus einfachen Polizisten bei Einsätzen in den besetzten Gebieten Mörder wurden.

In den Nürnberger Prozessen nach Kriegsende war von den Alliierten Siegermächten lediglich die Gestapo als verbrecherische Organisation definiert worden. Aus diesem Grund mussten sich nur wenige Polizisten für ihre Taten verantworten. Viele konnten nach dem Krieg in der Bundesrepublik ihre Karrieren im Polizeidienst fortsetzen. Vom 1. April bis zum 31. Juli findet zu diesem Thema im Deutschen Historischen Museum eine Ausstellung statt, Thema: „Ordnung und Vernichtung. Die Polizei im NS-Staat“.

Weiterer Artikel: Arte-Dokumentation über „Hitlers Polizei“

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