Kultur | Nazis

Nazizeitung an Bundeswehrmuseum

Wie die lokale Ausgabe der BILD-Zeitung berichtet, wurde seit der Eröffnung des überarbeiteten Militärhistorischen Museums der Bundeswehr im Buchshop des Hauses die Zeitung “Deutsche Geschichte. Europa und die Welt” verkauft. Das Blatt erscheint im rechten Druffel & Vowinckel-Verlag, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auch die Memoiren und Bücher zahlreicher prominenter Nationalsozialisten verlegte und gehört zur Verlagsgesellschaft Berg, die vom Verfassungsschutz “als einer der bundesweit größten und wichtigsten organisationsunabhängigen rechtsextremistisch geprägten Verlage” eingeordnet wird.

Aufgefallen war die Zeitschrift nicht etwa den Verantwortlichen des Museums, sondern einem Historiker, der am Holocaust-Gedenktag vergangene Woche die revisionistische Zeitschrift im museumseigenen Shop entdeckt hatte. Museumssprecher Sebastian Bangert zeigte sich betroffen und kündigte an, die betreffende Zeitschrift aus dem Sortiment zu nehmen und künftig stärker darauf zu achten, Dinge zu verkaufen, “die wirklich dem Geist unseres Hauses entsprechen”.

Das vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind entworfene mehr als 60 Millionen Euro teure Museum war am 14. Oktober 2011 nach siebenjähriger Bauzeit neu eröffnet worden und zählt mit seinen mehr als 10.000 Exponaten auf insgesamt 19.000m² Ausstellungsfläche zu einem der größten militärhistorischen Museen in Europa.

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