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„Ackis Sportsbar“ ist Treffpunkt von organisierten Nazis

Pressemitteilung des Antifa Rechercheteam Dresden (ART DD)

Ackis Sportsbar ist keine bloße Fußballkneipe, sondern mehrfacher Ausgangspunkt rechter Gewalttaten. Die Betreiber selbst lassen „Ackis Sportsbar“ von organisierten Rechtsextremisten schützen.

Am Vorabend der Demonstration des Bündnisses „Ladenschluss jetzt“ wurde Ackis Sportsbar von 20 – 30 organisierten Nazis bewacht. Unter ihnen auch Paul Lindner, Vorstandsmitglied des NPD-Kreisverbandes Dresden. Bis ca. 3.00 Uhr nachts standen die Nazis vermummt vor der Tür und innerhalb der Kneipe. Außer diesen offensichtlich der rechten Szene zugehörigen Personen hielt sich kaum „normales“ Publikum in der Kneipe auf.

Am Tag der Demonstration selbst wurde „Ackis Sportsbar“ erneut von organisierten Nazis bewacht, wobei es offensichtlich eine Koordination zwischen dem Nazi-Objekt auf der Oskar-Röder-Straße in Reick und „Ackis Sportsbar“ gab. So begab sich Marco Eißler, ein Nazi aus dem Umfeld des hiesigen NPD-Kreisverbandes, zunächst auf die Oskar-Röder-Straße und bewachte später „Ackis Sportsbar“. Eißler war unter anderem am 21. Juni an einen gewalttätigen Angriff auf einen tschechischen Journalisten im Zuge einer Nazi-Spontandemonstration beteiligt. (siehe ART PM vom 2. Juni 2008, Dresdner Neonazi beteiligt an Angriff auf Journalisten). Weitere rechte Hooligans waren sowohl an „Ackis Sportsbar“ als auch beim Betreten der Oskar-Röder-Straße zu sehen. 

Bereits mehrfach war „Ackis Sportsbar“ Ausgangspunkt rechter Gewalttaten. Nach einer Weihnachtsfeier im Dezember 2007 in der Kneipe am Straßburger Platz, war ein Mob von 75 – 100 Hooligans in die „Dance Factory“ gezogen. Aus dieser Gruppe heraus wurden gegen drei Uhr nachts zwei sudanesische Studenten angegriffen und verletzt.
Auch im Juni 2008 gingen die Übergriffe auf die Dönerläden nach dem „EM-Halbfinale“ von „Ackis Sportsbar“ aus. Dort hatte sich ein Mob von rechten Hooligans und Nazis zusammengefunden und zog geschlossen Richtung Dresdner Neustadt.

All diese rechten Aktionen fanden unter den Augen der Betreiber Ackermann statt. Die Besucher waren offensichtlich der rechten Szene zuzuordnen. Die Aussage: „Als Kellner kriegst du nicht mit, wenn plötzlich welche gehen“ ist eine reine Schutzbehauptung. Denn wenn plötzlich der Großteil der Kneipe leer ist oder wenn Vermummte mehrere Stunden vor und in der Kneipe rumstehen, weiß der Kneiper sehr wohl, was vor sich geht. „Ackis Sportsbar“ ist ein Szenetreffpunkt und kooperiert mit der organisierten Naziszene in der Landeshauptstadt.

Quelle: ART Dresden (04.11.08)

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