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13.02.2009 Dresden-Heidefriedhof (mit Bildern)

Am späten Vormittag des 13. Februar fand auf dem Dresdner Heidefriedhof eine Gedenkveranstaltung der Stadt anlässlich der Bombardierung Dresdens am 13. und 14. Februar 1945 statt. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sprach zu den etwa 200 Teilnehmern. Begleitet wurde Orosz unter anderem vom Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) und dem Präsidenten des Sächsischen Landtags Erich Illtgen (CDU). Im Zuge der Veranstaltung wurden mehrere Kränze im Gedenken an die Bombardierung abgelegt.

Wie schon in den Vorjahren nahmen auch etwa 70 alte und junge Neonazis teil. Neben der beinahe komplett vertretenen NPD-Landtagsfraktion und ihren Mitarbeitern erschienen Vertreter des regionalen Spektrums parteiunabhängiger „Freier Kräfte“ wie auch Vertreter der neonazistischen Vereinsorganisation „Heimattreue Deutsche Jugend e.V.“ (HDJ), des NPD-nahen „Nationalen Bündnis Dresden e.V. (NBDD) und einige Burschenschaftler. Auch der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und Rechtsaußen Henry Nitzsche war unter den „Trauergästen“.

Im Vorfeld hatte die alljährliche ungestörte Teilnahme von Neonazis für Diskussionen gesorgt. So nahmen aus diesem Grund beispielsweise weder Vertreter der Jüdischen Gemeinde als auch der Linkspartei an der offiziellen Zeremonie teil. Begleitet wurde die Veranstaltung durch ein Polizeiaufgebot sowie einen privaten Sicherheitsdienst.

Quelle: Recherche Ost (13.02.09)

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