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18.11.2009 Alternativen in der Krise (Teil 4/5)

Alternativen in der Krise IV: Solidarische Ökonomie

Wann? 18. November 2009, 19.00 Uhr
Wo? WIR AG Dresden
Wer? Werner Rätz

Lateinamerika war in den 70iger Jahren das „Versuchsfeld“ des Neoliberalismus in seiner radikalsten Form. Das Ergebnis war die existentielle Verarmung insbesondere der indigenen Bevölkerung in Lateinamerika. Die Folgen waren einerseits, dass gegenwärtig in Lateinamerika eine Vielzahl linker Regierungen gewählt wurden. Andererseits sah die existentiell betroffene Bevölkerung sich gezwungen, neue Formen der Ökonomie zu erproben, einfach um überleben zu können. Eine Vielzahl der Projekte lassen sich unter dem Begriff der solidarische Ökonomie fassen, die an diesem Abend im Mittelpunkt der Diskussion steht.

– Begriff der Solidarischen Ökonomie
– Solidarische Ökonomie und Wachstum
– Solidarische Ökonomie und Ökologie
– Solidarische Ökonomie in einer kapitalistischen Umgebung
– Funktionsweise der Genossenschaften
– Erfahrungen in Lateinamerika
– Projekte in Deutschland

Diese Vortragsreihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung schließt an die Vortragsreihe vom Januar/Februar 2009 an, in der die Ursachen und der Verlauf der aktuellen fundamentale Krise diskutiert wurde. Letzter Vortrag am 2. Dez.

Kommentare

  1. frank sagt:

    der referent war übrigens nicht Werner Rätz sondern Peter Gärtner. Im Unterschied zu Siefkes Vortrag zur peer economy von vor 2 Wochen fand ich die Ausführungen zur Solidarischen Ökonomie recht oberflächlich und langweilig. Mir schien als sollte hier eine bestimmte Idee von Solidarischen Ökonomien als einzig richtige produziert werden, was m.E. eine Entwertung der bestehenden Vielfalt solidarischer Ökonomien bedeutet.
    Es blieben mehr Fragen offen als geklärt werden konnten: weder wollte oder konnte Gärtner etwas zu den oben angekündigten „Projekten in Deutschland“, zu „Solidarische Ökonomie und Wachstum“ oder „Funktionsweise der Genossenschaften“ sagen. Zum Punkt „Solidarische Ökonomie und Ökologie“ kam die Aussage, dass es da Verbindungen zwischen indigenen Völkern und westlichen Aktivisten gäbe.

    Die anschließende Diskussion verlief irgendwo zwischen „Geld abschaffen!“ und „Schon Marx hat gesagt, dass …“

    Ich hatte den Eindruck, dass Ergänzung zum Thema, die nicht in das vorgesehen Schema passten, vom Diskussionsleiter schnell abgewürgt wurden. All in all: ich war sehr enttäuscht.

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