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Nächste Naziveranstaltung im Großraum Dresden geplant

Nach dem JN-Sachsentag am 21. Juni ist schon wieder eine rechte Veranstaltung in der Umgebung Dresdens geplant. Die geschichtsrevisionistische Zeitschrift „Deutsche Geschichte“ des rechts-nationalistischen Druffel-Verlages lädt vom 29. bis 31. August zu den sogenannten „Zeitgesprächen“ ein. Die Veranstaltung bietet zahlreichen Akteuren der „Neuen Rechten“ und bekannten Geschichtsrevisionisten ein Podium.
Für die Veranstaltung als Redner angekündigt sind beispielsweise Dr. Walter Post, Dr. Erhard Hartung und Dr. Olaf Rose.

Post ist ein bekannter Geschichtsrevisionist, der in seinem Werk „Unternehmen Barbarossa – deutsche und sowjetische Angriffspläne 1940/41“ Deutschlands Angriff auf die Sowjetunion als einen notwendigen Präventivkrieg darstellt und auf dem „Freiheitlichen Kongress 2005“ der NPD-eigenen Zeitung „Deutsche Stimme“ über den „Dresdner Bombenholocaust“ referierte. Er kandidierte erst im März bei den bayrischen Kommunalwahlen für die rechtsradikale Initiative „Pro München“.

Erhard Hartung beteiligte sich in den sechziger Jahren an terroristischen Anschlägen der sogenannten „Südtiroler Freiheitskämpfer“. Diese verfolgten mit Bomben- und Mordanschlägen eine völkische Vision, die den Anschluss Südtirols an Österreich zum Ziel hatte. Für die Beteiligung an einem Attentat im Jahr 1967, bei dem vier italienische Grenzbeamte getötet wurden, ist Hartung in Italien in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zur Zeit lebt der Anästhesist, obwohl in Italien immer noch polizeilich gesucht, unbehelligt in Düsseldorf. Den sezessionistischen Kampf hält er nach wie vor für legitim.

Olaf Rose ist ebenfalls als geschichtsverdrehender „Historiker“ bekannt. In seinem Film „Geheimakte Hess“ behauptet er unter anderem Winston Churchill trage die Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg und eben nicht Nazideutschland. Rose bekennt sich offen zu seinen nationalsozialistischen Ansichten, er ist mittlerweile im Bundesvorstand der NPD und trat jüngst als Landratskandidat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge an.

Neben den bereits genannten sollen auch noch weitere Referenten sprechen, darunter: Prof. W. Daschitschew (Moskau), Dr. Mario Kandil (Redakteur „Deutsche Geschichte), Prof. Dr. Günter Pöschel, Prof. W. Brauneder (Wien), Dr. Hans Dieter Handrack, Generalmajor a.D. Christian Millotat, Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof, Richard Melisch und der Eigner des Druffelverlages Dr. Gert Sudholt.

Stattfinden soll die Veranstaltung im Großraum Dresden, der genaue Ort wird momentan aber noch nicht genannt. Wird er jedoch bekannt, sollten sich die Veranstalter auf antifaschistischen Protest einrichten.

Quelle: ART Dresden (19.07.08)

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