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11.06. – 09.07.2009: Ausstellung + Veranstaltungen – „Partigiani“

„Partigiani“. Gegen Faschismus und deutsche Besatzung. Der Widerstand in Italien.

Wann? 11. Juni 2009 – 9. Juli 2009, täglich von 16.00 – 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden

Die Fotoausstellung „Partigiani“ wurde von den italienischen Instituten für Widerstand und Zeitgeschichte aus Modena, Parma und Reggio Emilia erarbeitet. Diese Geschichtsinstitute erforschen seit langem die Geschichte des italienischen Faschismus, der deutschen Besatzung und des Widerstandes, insbesondere auch die Geschichte der Resistenza in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden der ehemaligen Partisan_innen. Weitere Informationen unter www.istoreco.re.it.

veranstaltet von: a.l.i.a.s. Dresden & Infocafe Dresden

Aus Platzgründen wird die Ausstellung in zwei Teilen, je zwei Wochen gezeigt:

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1. Teil der Ausstellung „Partigiani“ 11.06.09 – 23.06.09
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Der erste Teil der Ausstellung beginnt mit dem Kriegseintritt Italiens 1940. Es werden zum einen die daraus resultierenden Folgen, wie militärische Verluste bis hin zum Waffenstillstandsvertrag mit den Alliierten 1943, als auch die im Anschluss beginnende deutsche Besatzung, beleuchtet. Weitergehend wird die Entwicklung der Resistenza, von den ersten spontanen Widerstandsaktionen bis zur Partisan_innenrepublik thematisiert.

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2. Teil der Ausstellung „Partigiani“ 25.06.09 – 09.07.09
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Im zweiten Teil der Ausstellung wird sowohl der Partisan_innenkampf als auch die Repression durch die Nationalsozialisten und italienischen Faschisten betrachtet – Massaker an der Zivilbevölkerung, die Verfolgung von Jüdinnen und Juden und die Folterung von gefangenen Partisan_innen. Im letzten Teil wird Bezug auf die Kriegsführung der Alliierten genommen und die endgültige Befreiung Italiens.

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11.06.2009 || 20:00 Uhr
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Eröffnungsveranstaltung im Rahmen des Antifathemencafé

Vortrag zur Einführung in die Geschichte der italienischen Resistenza

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24.06.2009 || 20:00 Uhr
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Lesung „Meine sieben Söhne“

Im Anfangsstadium der Resistenza ist die Geschichte der Familie Cervi von grundlegender Bedeutung. Der tragische Tod aller sieben Brüder, die am 28. Dezember 1943 auf dem Schießplatz von Reggio Emilia erschossen wurden, verlieh den Aktivitäten der Familie Cervi starke symbolische Bedeutung.

Die Cervi erfahren am eigenen Leibe die zahlreichen anfänglichen Schwierigkeiten der Widerstandsbewegung. Nach dem 8. September beginnt dann die militärische Aktivität der Cervi, die ohne Zweifel die erste organisierte Gruppe in der Nordemilia sind. Ihr Haus in der Poebene dient als Basis der Partisan_innengruppe und bietet Unterschlupf für andere Widerstandskämpfer_innen. Am 25. November 1943 wird das Haus von faschistischen Einheiten umstellt und nach einem Feuergefecht werden die
sieben Brüder, der Vater und andere Partisanen gefangengenommen.

Die 1955 anhand der Erinnerungen des Vaters Alcide entstandene Familienbiographie und politische Geschichte der Cervi wurde ein aussergewöhnlicher literarischer Erfolg.

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01.07.2009 || 20.00 Uhr
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Film über die Zeit der deutschen Besatzung in Rom 1943/44

Geschildert werden die Aktivitäten einer römischen Widerstandsgruppe während des Zweiten Weltkrieges.
Ihre Mitglieder geraten dabei ins Visier der Gestapo und werden wenig später gefasst, die Verlobte eines Mitglieds dabei auf offener Strasse getötet. Der Widerstand befreit zwei von ihnen, eine enttäuschte Liebhaberin verrät sie jedoch erneut. Ein ranghoher Führer der Gruppe kommt bei den anschliessenden Folterungen ums Leben, ein Priester wird hingerichtet.

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09.07.2009 || 20.00Uhr
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Abschlussveranstaltung zur Ausstellung „Partigiani“

Film Partisanen – 61. Jahrestag der Befreiung Italiens vom Faschismus

Videomitschnitt der Veranstaltung im Festsaal Kreuzberg am 11. und 19.4.2006.
Veranstalter_innen: Antifaschistische Linke Berlin, deutsch-italienischer
Kulturverein Luna Rossa
, Istoreco, Il Due Forni – Il Casolare und Red Stuff e.V.

mit:
Rosario Bentivegna (84), Rom, Italien
Mitglied der Stadtguerilla GAP, Rom. Beteiligte sich am Anschlag in der Via Rassella auf deutsche Soldaten. Diese Aktion beantwortete die Wehrmacht mit dem Massaker in den ardeatinischen Höhlen. Erlebte die Befreiung im Juni 1944 in Rom.

Giacomina Castagnetti (81), Reggio Emilia, Italien
kämpfte ab 1943 in der Gruppi di Difesa della Donna in der Resistenza (Versorgung, Waffen, Kleidung, medizinische Pflege, Kommunikation)

Giacomo Notari (79), Reggio Emilia, Italien
Verbindungsmann in der 144. Brigata Garibaldi in den Bergen bei Reggio Emilia. Nach 1945 im Partisanenverband ANPI und Kommunalpolitiker der KPI. Heute Präsident des Partisanenverbandes ANPI.

deutsche Übersetzung: Steffen Kreuseler – Länge: 1h 52min

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