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Dresden: Freiraumkampf geht weiter

Am Freitag wurde im Rahmen der Freiraum-Kampagne für das am 21.03. 2009 besetzte Haus auf der Hechtstraße 7 und den Forderungen nach alternativen Freiräumen bei bestem Wetter im Alaunpark eine Frei-Raum-Party
gefeiert. Ab ca 18:00 hallten entspannte Reggae Rhythmen und später sehr tanzbarer „Jungle“ durch die milde Abendluft.

Die Musik war über den ganzen Park gut hörbar und zog Leute selbst von der anliegenden Haltestelle „Alaunplatz“ in
den Park und zur Musik. Als die Sonne dann leider verschwand wurde mit einem Baustrahler für Licht gesorgt und es kamen immer mehr Menschen sodass sich schnell eine große Traube um das DJ-Pult bildete, welche ausgelassen ihren Freiraum genoss.

Gegen 21:30 blitzten auf einmal mehrere Taschenlampen durchs Dunkel hinter den Plattentellern, es kamen sechs
Beamte zum Vorschein und überbrachten die Nachricht das es telefonisch Beschwerden von Anwohner_innen gegeben habe
und diese die Veranstalter_innen bitten würden abzubauen weil ihre Kinder schlafen wollten.

Diesem Anliegen der Nachbarn wurde dann auch nachgekommen und es ging ein schöner Tag mit einem schönen Freiraum zu Ende. Wenn die Sonne wieder auf der Nasenspitze kitzelt werden sie wieder da sein um den Alaunpark weiterhin mit guter Musik zu unterhalten und den Forderungen nach alternative Freiräumen Ausdruck zu verleihen.

Parallel dazu gab es 19:30 Uhr einen Vortrag über Stadtumstrukturierung, die Situation der Stadtteile Hecht, Neustadt und Pieschen, Hausbesetzung als Aktionsform und Möglichkeiten zur Verhinderung oder zumindest Abbremsung von Gentrifizierungsprozessen. In der darauf folgenden Diskussion, die sich bis in die späte Nacht hinein fortsetzte, wurde über die Durchführung der Hausbesetzung am 21.03., die weiteren Möglichkeiten offener Hausbesetzung in Dresden und konkrete Zielsetzungen für die nächste Zeit debattiert.

Heute, am Samstag den 04.04. wird ein Freiraumkino zum Thema Hausbesetzung veranstaltet. Dabei werden Filme von und über besetzte(n) Projekte(n) gezeigt, z.B. der Film „9 Tage hinter den Barrikaden“. Um nicht immer im selben Stadtteil Aktionen zu realisieren sondern den Protest auch außerhalb der „Szeneviertel“ deutlich zu machen wurde als Treffpunkt der Neumarkt (an der Frauenkirche) gewählt. Alle sind herzlich eingeladen sich dort ab 19:00 Uhr mit Sitzdecken, Essen und Trinken zu versammeln und mehrere Stunden politisch-unbequemes Kino im Herzen der städtischen Prestige-Objekte zu genießen.

Wir beissen zurück!

Quelle: Indymedia (04.04.09)

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