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Ein Stück Sachsen auf dem Weg nach Afghanistan

Am Rande eines Besuches des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) in der Panzergrenadierbrigade 37 der Wettiner-Kaserne von Frankenberg äußerte sich der CDU-Politiker zur sächsischen Eigenart im Umgang mit der Bundeswehr. Tillich habe bei einem Besuch von Soldatinnen und Soldaten in Kunduz und Mazār-i Scharif im Juli erfahren was für einen „verantwortungsvollen und guten Job“ die Soldatinnen und Soldaten im Ausland machen, wenn sie „dort drei Stunden lang mit dem Panzer in der Sonne stehen“. Aus diesem Grund hätte er dem Kommandeur aus Anlass seines Besuches eine Sachsenfahne an den gleichnamigen Bundeswehrverband übergeben, die in den nächsten Tagen mit nach Afghanistan fliegen soll, um dort „als Symbol der Solidarität des Freistaates mit seinen Einsatzsoldaten“ zu dienen.

Die Bewohnerinnen und Bewohner seines Bundeslandes, so Tillich weiter, stehen „in besonderem Maße hinter der Bundeswehr“. Das belegen seiner Ansicht nach Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen „überall“ im Freistaat wie beispielsweise die Beförderungsappelle der Offizierschule des Heeres in Dresden. Bei solchen Treffen kämen sächsische Bürgerinnen und Bürger, um der Truppe „Respekt zu zollen“ und nicht wie im „Unterschied zu anderen Teilen Deutschlands“ um sie „auszupfeifen oder sie zu beschimpfen“. Darauf sei er „persönlich auch stolz“. Mit dem Besuch und einem Biwak auf Kosten der Sächsischen Staatskanzlei löste Sachsens Ministerpräsident ein früheres Versprechen ein. Der Besuch steht auch in Zusammenhang mit dem beschlossenen Umbau der Bundeswehr im Zuge ihrer Neuausrichtung zu einer Berufsarmee und einer damit verbundenen Umstrukturierung der bisherigen Standorte von der auch die Kaserne in Frankenberg unmittelbar betroffen ist.

Ungeachtet seiner Aussagen kommt es in der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden jedoch immer wieder zu Protesten bei militärischen Inszenierungen in der Öffentlichkeit. Erst im vergangenen Jahr war die Polizei gegen mehrere Personen vorgegangen, die gegen eine öffentliche Beförderung von 470 Jungoffizieren vor der Semperoper protestiert hatten. Ein Jahr zuvor waren uniformierte Einsatzkräfte der Polizei am Rande eines so genannten „Großen Zapfenstreiches“ am Neustädter Königsufer mit Faustschlägen und Tritten gegen Jugendliche vorgegangen, die ihren Unmut mit Trillerpfeifen und lautstarken Sprechchören Ausdruck verleihen wollten.

Kommentare

  1. egal sagt:

    hiermit möchte ich explizit darauf hinweisen, dass ich nicht hinter der bw stehe! im gegenteil. ich werde diese widerliche trachtentruppe auch weiterhin auspfeifen und beschimpfen!

  2. Paul sagt:

    Ich lese addn.me schon eine Weile aber mir erschließt sich der Gehalt dieses Posts nicht wirklich. Soll uns nur vermittelt werden das Tillich sagt die Sachsen stünden hinter der BW? Oder ist es nur ein Artikel der wach halten soll wie böse doch die BW ist?

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