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Flucht und Vertreibung reloaded

Nach der Veröffentlichung seines Wohnortes durch Unbekannte Anfang des Jahres, hat der 51jährige promovierte „Historiker“ Olaf Rose bei winterlichen Temperaturen die Flucht ergriffen. Hoffentlich ist die Akzeptanz seiner neuen Nachbarn ähnlich hoch, wie es in Dresden in den letzten Wochen der Fall gewesen ist. Auf Flugblättern und Sprühschablonen war auf Roses Treiben hingewiesen worden.

In den Abendstunden des gestrigen Tages ist der vor mehr als einer Woche geoutete führende Nazikader Olaf Rose Hals über Kopf aus der Leipziger Vorstadt geflohen. Während der NPD Mitarbeiter des Landtags scheinbar schon längere Zeit seinen Nachbarn gegenüber das Bild des netten Mannes von Nebenan erfüllte, schaffte er es überregional zeitweise bis in den Bundesvorstand der NPD. Der Druck von Außen führte nun dazu, dass er in einer Nacht und Nebel-Aktion aus dem alternativ geprägten Stadtteil wegziehen musste. Interessanterweise wohnt Rose offiziell schon seit geraumer Zeit in Pirna auf der Liebstädter Straße, was Voraussetzung für seinen Posten als gewählter NPD-Stadtrat von Pirna ist.

Gestern Abend gegen 20 Uhr begann das muntere Treiben vor seinem alten Wohnort, der Rudolfstraße 22. Während die Polizei in unmittelbarer Nähe des hastig durchgeführten Umzugs auf den Straßen Präsenz zeigte, bewachten vermummte und bewaffnete Nazis in vollbesetzten Autos u.a. aus Pirna und Riesa-Großenhain die Straßen. So wurden neben dem Delitzscher Nazikader Maik Scheffler, auch Tommy Naumann aus Leipzig und der Hallenser Marcus Großmann beim Schutz des Umzuges gesichtet. Gleichzeitig ist das ein Beleg für die personellen Überschneidungen der gewaltbereiten Naziszene mit führenden Kadern der NPD.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie gut in der sächsischen Landeshauptstadt die Zusammenarbeit zwischen Nazis und der Polizei funktioniert. Es zeigt aber auch, wie notwendig antifaschistische Politik da ist, wo rechte Gewalttäter geschützt von der Polizei, die Straßen kontrollieren.

Kein ruhiges Hinterland für Nazis! Rechte Strukturen aufdecken und zerschlagen!

Quelle: Indymedia (14.01.10)

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