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Projektvorstellung „Albert Park“

Am Dienstag wird im Stadtteilhaus auf der Prießnitzstraße um 20 Uhr der Stand der Planungen für das seit mehreren Jahren leerstehende ehemalige Verkehrsbetriebe-Hochhaus am Albertplatz vorgestellt. Geplant ist nach Angaben der verantwortlichen Architektin Regine Töberich ein 11 Stockwerke hohes Geschäftsgebäude mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. In den unteren Etagen ist neben einem Parkhaus ein großer gastronomischer Bereich geplant. Dazu sollen ein Lebensmittelmarkt mit ca. 5.000 m², ein Drogeriemarkt mit ca. 1.000 m², sowie Bäcker und Metzger ihren Platz finden.

Nach dem mittlerweile begonnenen Großprojekt auf der Bautzner Straße ist das nun schon das zweite Projekt, welches in Zukunft das Viertel kommerziell aufwerten will. Das alles selbstverständlich ohne dabei in „Konkurrenz zu kleinen, individuellen Eigentümern“ in der Äußeren Neustadt zu treten. Viele der Neustädter Familien fahren, so die Begründung, zur Deckung ihres Wochenbedarfs derzeit in weit entfernte Märkte an den Stadtrand.

Nach einer ersten Präsentation Anfang Februar wurde dann auch klar, worin von der Dresden-Bau und Projektierungsgesellschaft der Nutzen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels bestehen soll. So könnte nicht nur die Neustädter Bibliothek von der Bautzner Straße in das Gebäude ziehen, sondern es wäre auch Platz für ein Fitness Studio und eine weitere Kindertagesstätte in einem der kinderreichsten Stadtteile der Republik. Auch der Vorschlag, Neustädter Künstler einzuladen, um an der Fassadengestaltung mitzuwirken, fand bei den Verantwortlichen Zustimmung.

Das Bauvorhaben ist dennoch einmal mehr der Beleg dafür, dass sich das Viertel zunehmend für kommerzielle Ideen öffnet und damit sehr viel seines ursprünglichen Charmes verliert. Eine der schon jetzt sichtbaren Folgen dieser Aufwertungen sind Mietpreiserhöhungen und damit der Verlust einer heterogenen Bevölkerungszusammensetzung. Gleichzeitig verliert mit Projekten wie am Albertplatz die Idee von unkommerzieller Kultur und sozialer Stadtentwicklung in der Äußeren Neustadt zunehmend an Bedeutung.

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