Kultur | News

Veranstaltungsreihe „Im Fadenkreuz: Pressefreiheit in Mexiko“

Wer erschoss Brad Will? Ein Journalistenmord in Mexiko

Wann? 17. November 2009, 20.00 Uhr
Wo? veränderbar Dresden, Görlitzer Straße 42
Wer? Philip Tank (Mexiko Gruppe Dresden)

Journalisten leben in Mexiko gefährlich. Der US-Filmemacher Bradley Roland Will wurde am 27. Oktober 2006 in Oaxaca (Mexiko) von Unbekannten durch Schüsse getötet. Brad Will berichtete für das Nachrichtenportal Indymedia über die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten vor dem Hintergrund sozialer Proteste in Südmexiko. Die Justiz ermittelt wegen Mordes gegen den Politaktivisten Juan Manuel Martinez. Kritiker aber halten diesen für einen Sündenbock und sprechen von Beweisfälschung in einem unfairen Verfahren. Der Vortrag zeigt Einzelheiten und Hintergründe des Falls auf, der beispielhaft für Mexikos Justizsystem ist.


Unbequeme Wahrheiten – Aus dem gefährlichen Alltag eines Journalisten in Mexiko

Wann? 23. November 2009, 19.00 Uhr
Wo? Kulturrathaus Dresden, Königstraße 15
Wer? Pedro Matías Arrazola

Für Journalisten ist Mexiko das gefährlichste lateinamerikanische Land. Wegen seiner unbequemen Berichterstattung wurde Pedro Matías Arrazola (45) im Jahr 2008 selbst Opfer einer brutalen Entführung. Als „Sprachrohr des Volkes“ schreibt der mexikanische Journalist über die politische und soziale Situation in Oaxaca, Mexiko. Er berichtet vor allem von den Forderungen regierungskritischer Gruppen, über die Situation der indigenen Bevölkerung, das organisierte Verbrechen und die allgegenwärtige Korruptheit von Politikern und Parteien. Seine Beiträge erscheinen u.a. in der bekannten Wochenzeitschrift „Proceso“. Die Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte hat Pedro Matías Arrazola ein Stipendium für ein Jahr verliehen, mit welchem er frei als Journalist in der Hansestadt arbeiten kann.

Lokale Veranstalter sind die Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte und promovio. e.V..

Quelle: Mexiko Dresden Blog

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *