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Soziales

Bus und Bahn werden teurer

Straßenbahnfahren wird wieder teurer (Quelle: flickr.com/photos/raumwahrnehmung/)

Pünktlich zum Novemberbeginn hat der Vehrkehrsverbund Oberelbe (VVO) erneut die Preise um durchschnittlich 3,2 Prozent angehoben. Als Grund für die bereits im Juli durch die Verbandsversammlung des Z-VOE beschlossene allgemeine Erhöhung der Fahrpreise gab Geschäftsführer Burkhard Ehlen einmal mehr gestiegene Strom- und Kraftstoffkosten an. Die Ausgaben der Unternehmen im VVO hätten “trotz der Schwankungen bei den Energiepreisen” auch im vergangenen Geschäftsjahr weiter zugelegt. Um auch künftig “ein attraktives Angebot im öffentlichen Nahverkehr” aufrecht zu erhalten, sei aus diesem Grund eine “moderate Tarifanpassung” unumgänglich gewesen. Weiterlesen

Nazis

Menschenjagd nach Fußballspiel

"LOVE DYNAMO - HATE RACISM" (Quelle: Facebook)

Am 18. Oktober kam es nach Polizeiangaben im Anschluss an die torlose Partie zwischen der SG Dynamo Dresden und dem SC Fortuna Köln unweit des Stadions zu einem offenbar rassistisch motivierten Übergriff. Knapp zwei Stunden nach Spielende sollen demnach vor “Acki’s Sportsbar” am Straßburger Platz drei junge Männer von mutmaßlichen Anhängern des Heimvereins zunächst beleidigt und kurz darauf mit Obst und Flaschen beworfen worden sein. Während einer der Männer in eine Straßenbahn flüchten konnte, flohen die beiden anderen zu Fuß weiter in Richtung Pirnaischer Platz. Dabei wurden sie von acht Männern und einem blauen VW Polo verfolgt. Nachdem sie auf ihrer Flucht mit Steinen beworfen worden, stürzte einer von ihnen im Gleisbett und wurde dort von zwei Männern angegriffen und durch Fußtritte verletzt. Weiterlesen

Nazis

Verteidiger des Abendlandes formieren sich

PEGiDA Demonstration in Dresden (Quelle: flickr.com/photos/mf-art/)

Am frühen gestrigen Abend fand in der Dresdner Innenstadt wie schon eine Woche zuvor eine unter dem Deckmantel der “Islamkritik” angemeldete rassistische Demonstration von mehreren hundert Menschen statt (Bilder 1 | 2). Anders als noch in der vergangenen Woche, als kleine Gruppen von Teilnehmern mehrfach versucht hatten, kritische Personen im Umfeld anzugreifen, kam es dabei am Montagabend lediglich zu Drohungen gegenüber Journalisten. Obwohl sich die von einer Person aus dem Umfeld der örtlichen “Alternative für Deutschland” (AfD) angemeldete Demonstration gegen vermeintliche “Glaubens- und Stellvertreterkriege auf deutschem Bode” richtete, wurde in Redebeiträgen ein Zuwanderungsstopp für Menschen aus Krisenregionen und der Entzug der Staatsbürgerschaft für Salafisten gefordert. Weiterlesen

Freiräume

Überwachungskamera entfernt

Kamera in der Alaunstraße

Aufmerksamen Menschen dürfte es vielleicht aufgefallen sein, die Überwachungskamera auf der Alaunstraße wurde demontiert, allerdings unfreiwillig. Wie die Dresdner Polizei schreibt, war ein Unbekannter am frühen Donnerstagmorgen auf ein vor einem Nachbarhaus befindliches Baugerüst geklettert und hatte mit Hilfe eines Hammers die an der Hausfassade befestigte Kamera abgeschlagen. Als kurz darauf zwei Mitarbeiter eines benachbarten Imbisses versuchten, den Mann aufzuhalten, wurden sie von einer zweiten Person unvermittelt angegriffen und durch den Einsatz von Reizgas leicht verletzt. Im Anschluss daran flohen die beiden zur Tatzeit maskierten Männer vom Ort des Geschehens. Weiterlesen

Kultur

Umundu Festival 2014

6. Umundu Festival in Dresden

In der nun schon sechsten Auflage des Umundu-Festivals für nachhaltige Entwicklung erwartet die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr ein wahres Mammutprogramm. Unter dem Motto “Das gute Leben – Was brauchen wir für unser Glück?” finden nach einem dreitägigem Symposium im Gymnasium Bürgerwiese am kommenden Wochenende noch bis zum 25. Oktober zahlreiche Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet statt. Den Abschluss der Festivalwoche bildet der Umundu-Festivalmarkt am 25. Oktober in der JohannStadthalle auf dem ein buntes Programm mit Konzerten, Filmen, Kinderprogramm und bio-fairem Catering zum Verweilen einlädt. Parallel zum umfangreichen Rahmenprogramm (*.pdf) finden in der Themenwoche drei Ausstellungen statt. Weiterlesen

Antifa

Nichts Neues in Dresden – Hausdurchsuchung bei Antifaschisten

Antifademonstration gegen Repression (Quelle: flickr.com/photos/agfreiburg/)

Die scheinbare Ruhe in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden war nur von kurzer Dauer. Knapp einen Monat nach der stillen Einstellung des über vier Jahre gelaufenen §129-Verfahrens gegen eine angebliche “Antifa Sportgruppe”, kam es am 9. Oktober zu einer Hausdurchsuchung in der Wohnung eines antifaschistischen Aktivisten. Unter dem Vorwand einer angeblichen Bestellung von Pyrotechnik (Bengalos) ohne “Bam-Zulassung” oder CE-Kennzeichnung, die vor über einem Jahr stattgefunden haben soll, durchsuchten die Beamtinnen und Beamten nicht nur die privaten Räume des Beschuldigten, sondern auch das Zimmer seiner im neunten Monat schwangeren Mitbewohnerin. Dieses war im Durchsuchungsbeschluss jedoch nicht aufgelistet und selbst auf den Hinweis eines herbeigerufen Anwalts, dass das Betreten des Zimmers der Mitbewohnerin rechtswidrig sei, wurde von den Durchsuchenden nicht reagiert. Weiterlesen

News

Kobanê ist überall

Solidarität mit dem Widerstand in Kobanê (Quelle: flickr.com/photos/red-foxx/)

Im Anschluss an eine Kundgebung für die vom Islamischen Staat (IS) attackierte syrische Grenzstadt Kobanê kam es heute am frühen Abend in Dresden zu einer Spontandemonstration, die vom Dr. Külz-Ring bis zum Dresdner Hauptbahnhof zog (Bilder). In Redebeiträgen, sowie auf Transparenten und Flugblättern wiesen die etwa 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf das Schicksal von mehreren tausend Menschen in der von dem IS eingeschlossenen Stadt hin und forderten internationale Hilfe und Unterstützung für die seit mehreren Wochen kämpfenden Menschen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Nach einer Mitte September gestarteten Großoffensive, begann der IS am 28. September mit dem Angriff auf das Stadtgebiet der strategisch bedeutenden Stadt. Weiterlesen

Antifa | Nazis

Antifaschistischer Stadtspaziergang in Gorbitz

Rechte Schmierereien in Leuben (Quelle: afadresden.blogsport.de)

Am Dienstag, den 7. Oktober, spazierten etwa 30 Personen durch den Dresdner Stadtteil Gorbitz, um damit gegen rassistische Übergriffe auf Asylsuchende und Nazi-Propaganda in der jüngsten Vergangenheit zu protestieren. In Wohnblocks und Straßenzügen wurden Flugblätter verteilt, in denen die Bevölkerung dazu aufgefordert wurde, Naziaktivitäten und rassistische Übergriffe nicht zu dulden und sich dagegen nachbarschaftlich zur Wehr zu setzen. Weiterlesen

News

Flüchtige Anteilnahme in Sachsen

Willkommenskultur in Deutschland (Quelle: flickr.com/photos/rasande/)

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat sich in einem jüngst veröffentlichten Interview mit der Zeit noch einmal zur gegenwärtigen Situation von Asylsuchenden in Sachsen geäußert. Während in Leserbriefen und Kommentaren Teile der Bevölkerung immer wieder gegen asylsuchende Menschen hetzen, sieht Ulbig die Aufgabe der Politik nicht darin, vor Krieg und Vertreibung geflohenen Menschen zu helfen, sondern vor allem die “Ängste und Vorurteile” in der ortsansässigen Bevölkerung ernst zu nehmen. Zunächst sollte “für eine Akzeptanz in der Bevölkerung gesorgt werden. Oft schreien die Einwohner eben nicht ‘Hurra’, wenn in der Nachbarschaft eine Erstaufnahme für Asylbewerber geöffnet wird.”, so Ulbig weiter. Was diesen Umgang bislang ausgezeichnet hat, zeigt sich am Beispiel der ostsächsischen Stadt Bautzen. Nachdem Ende August mehrere hundert Menschen gegen eine bestehende Unterkunft für Asylsuchende demonstriert hatten und sowohl die Alternative für Deutschland (AfD) als auch die NPD bei den anschließenden Wahlen zum Sächsischen Landtag auf zusammen mehr als 25 Prozent der Stimmen gekommen waren, wurden die Pläne für eine zweite in Bautzen geplante Unterkunft offenbar erstmal auf Eis gelegt. Weiterlesen

Freiräume

Marx Lesekreis im Wintersemester

Früh übt sich ... (Quelle: flickr.com/photos/shuron/)

In der kommenden Woche beginnt an Dresdens Universitäten nicht nur das Wintersemester, sondern auch ein neuer Lesekreis des “Netzwerk Theorie und Kritik” an der TU Dresden. Nach Lesekreisen zum “Kapital”, zur Wertabspaltungskritik, zur Dialektik und zur Staatstheorie geht es ab dem 15. Oktober wieder um Karl Marx‘ Hauptwerk “Das Kapital” und dessen ersten Band. Die Veranstaltungen finden jeden Mitt­woch um 18:30 Uhr im Georg Schu­mann-​Bau (Raum SCH/A252/U) statt und ist sowohl für Studierende als auch
Nicht-Studentinnen und Studenten offen.

Das 1867 erstmals veröffentlichte Buch ist das Ergebnis seiner mehr als zwanzigjährigen Studien zur Frage, welchen inneren Gesetzmäßigkeiten die moderne kapitalistische Gesellschaft im wirtschaftlichen Alltag folgt und wie sie sich geschichtlich entwickelt. Wie der Untertitel “Kritik der Politischen Ökonomie” andeutet, ist das Buch selbst als kritische Auseinandersetzung mit der bürgerlichen ökonomischen Wissenschaft zu verstehen. Krise, Verelendung und die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen sind dabei das Ergebnis des kapitalistischen Fortschritts und damit Ausgangspunkt jedweder Kritik an der heutigen kapitalistischen Weltgesellschaft.