Soziales

Ermäßigte Fahrpreise vorgestellt

Die Stadt hat die vom Stadtrat Ende November beschlossenen ermäßigten Ticketpreise für Inhaber des so genannten Dresden-Passes zum 1. Januar 2011 vorgestellt. Demnach wird der Preis der Abo-Monatskarte für finanziell benachteiligte Menschen von derzeit 42,50 Euro auf 30 Euro reduziert. Auch der Preis für die 9-Uhr-Abo-Monatskarte reduziert sich von bisher 37 Euro auf 24,50 Euro. Für eine Viererkarte müssen in Zukunft drei statt fünf Euro bezahlt werden. Die Preise für Bar-Monatskarten sinken um jeweils neun Euro. Für den Kauf einer der genannten Fahrausweise ist die Vorlage des Dresden-Passes erforderlich.

Die Stadt folgte in ihrer Entscheidung weitgehend den im September gemachten Vorschlägen von Dresdens parteilosem Sozialbürgermeister Martin Seidel. Die ermäßigten Fahrkarten sollen vor allem dazu dienen, Menschen mit geringem Einkommen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und damit Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Das SPD-Stadtratsmitglied Richard Kaniewski wiederholte in einer Presseerklärung die Kritik der Linken Bundestagsabgeordneten Katja Kipping und forderte die Stadtverwaltung auf, „die Begünstigten offensiv auf die neuen Leistungen aufmerksam [zu] machen“. In Dresden nutzen bisher nur etwa ein Drittel der etwa 60.000 Berechtigten den so genannten Dresden-Pass mit seinen zahlreichen Vergünstigungen.

Mit den Ermäßigungen liegen die Kosten dennoch weiter deutlich über den in den Hartz IV-Regelsätzen veranschlagten monatlichen 11,50 Euro für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Vor allem für Familien mit Kindern entsteht dadurch eine kaum finanzierbare Differenz. Ein Bündnis aus mehreren Parteien und Initiativen hatte sich seit knapp zwei Jahren für ein Sozialticket eingesetzt und mehr als 20.000 Unterschriften gesammelt.

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