Soziales

Protest gegen geplante Sozialkürzungen

Am Dienstag protestierten vor dem Dresdner Rathaus etliche Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen mit Handzetteln gegen die geplanten Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Unter dem Motto „Morgen Kinder wird’s nichts geben….!“ informierten sie die Mitglieder des Stadtrates mit Handzetteln auf ihrem Weg zu den Beratungen über den Doppelhaushalt 2011/2012. Heute wird der Stadtrat in einer Sitzung über den Haushalt der kommenden beiden Jahre abstimmen. Der Stadt stehen nach der umstrittenen Kürzung der Jugendpauschale von 14,30 auf 10,40 Euro durch die schwarz/gelbe Landesregierung jährlich rund 560.000 Euro weniger zur Verfügung.

Ein Aktionskreis aus freien Trägern der Jugendhilfe fordert in einem Offenen Brief die Verantwortlichen der Stadt auf, gegebenenfalls ausfallende Landesmittel zu kompensieren. Durch die Kürzungen sehen sie die Kinder- und Jugendarbeit für knapp 150.000 Mädchen und Jungen in der Landeshauptstadt stark gefährdet und befürchten das Aus für zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen. Bereits im Juni hatte eine Mehrheit aus CDU, FDP und der Bürgerfraktion gegen den Vorschlag des Jugendhilfeausschusses gestimmt und Umschichtungen im Haushalt abgelehnt.

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