<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>Alternative Dresden News &#187; 2010</title> <atom:link href="http://www.addn.me/tag/2010/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.addn.me</link> <description>Nachrichtenportal für eine kritische Öffentlichkeit in Dresden und Umgebung mit Schwerpunkten auf Antifa, Nazis, Freiräumen, Kultur und Sozialem</description> <lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 16:00:23 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Sachsen: Gefährdung der Demokratie in ihren Fundamenten</title><link>http://www.addn.me/antifa/sachsen-gefaehrdung-der-demokratie-in-ihren-fundamenten/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/sachsen-gefaehrdung-der-demokratie-in-ihren-fundamenten/#comments</comments> <pubDate>Mon, 06 Feb 2012 23:50:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[Albrecht Nollau]]></category> <category><![CDATA[BAGKR]]></category> <category><![CDATA[Blockade]]></category> <category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category> <category><![CDATA[Die Grünen]]></category> <category><![CDATA[Die Linke]]></category> <category><![CDATA[Gesine Lötzsch]]></category> <category><![CDATA[Grundrechtekomitee]]></category> <category><![CDATA[Ilse Junkermann]]></category> <category><![CDATA[Immunität]]></category> <category><![CDATA[IMSI-Catcher]]></category> <category><![CDATA[Janine Wissler]]></category> <category><![CDATA[Katrin Göring-Eckart]]></category> <category><![CDATA[Neustädter Bahnhof]]></category> <category><![CDATA[Ralf Meister]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <category><![CDATA[Verfahren]]></category> <category><![CDATA[Willy van Ooyen]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14785</guid> <description><![CDATA[Während die Repression durch sächsische Ermittlungsbehörden gegen Gegnerinnen und Gegner des Nazigroßaufmarsches unvermittelt weitergeht, haben sich genau eine Woche vor dem 13. Februar in Dresden zahlreiche politische Akteure zu den Ereignissen im Nachgang des letzten Jahres geäußert. So hat sich in der vergangenen Woche die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) zu Wort gemeldet. Unter dem [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Während die Repression durch sächsische Ermittlungsbehörden gegen Gegnerinnen und Gegner des Nazigroßaufmarsches unvermittelt weitergeht, haben sich genau eine Woche vor dem  13. Februar in Dresden zahlreiche politische Akteure zu den Ereignissen im Nachgang des letzten Jahres geäußert. <span id="more-14785"></span> So hat sich in der vergangenen Woche die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) zu Wort gemeldet. Unter dem Motto &#8220;Nächstenliebe verlangt Klarheit &#8211; Kein Naziaufmarsch, nirgendwo&#8221; <a href="http://www.bagkr.de/aktuell/aktuelles/aufruf-zur-beteiligung-an-blockaden-gegen-neonaziaufmarsche-in-dresden/" target="_blank">ruft ein Bündnis</a> aus mehr als 50 Personen zur Teilnahme an den Protesten gegen den Naziaufmarsch im Februar auf. Den Aufruf unterstützen neben der Grünen Bundestagsvizepräsidentin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_G%C3%B6ring-Eckardt" target="_blank">Katrin Göring-Eckart</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Thierse" target="_blank">Wolfgang Thierse</a> (SPD) auch die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Junkermann" target="_blank">Ilse Junkermann</a> und der Hannoveraner Landesbischof <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Meister" target="_blank">Ralf Meister</a>. In <a href='http://www.addn.me/uploads/2012/02/BAGKR-Aufruf-2012.pdf'>ihrem gemeinsamen Aufruf</a> kritisieren sie die Kriminalisierungsversuche des zivilen Ungehorsams durch Teile der Politik und Behörden. Gewaltfreie Blockaden seien ihrer Meinung nach &#8220;eine Gewissensentscheidung und gehören zum Grundrecht auf freie Meinungsäußerung&#8221;. Weiter stellen sie fest, dass die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im Unterschied zu den deutschen Angriffen auf Leningrad, Rotterdam und Coventry dazu gedient habe, Europa vom &#8220;mörderischen NS-Regime&#8221; zu befreien. Daraufhin sprach sich der Superintendent des Kirchenbezirks Mitte, Albrecht Nollau, gegen Blockaden aus und <a href="http://quo-vadis-dresden.de/2012-01-um-denken-mit-albrecht-nollau.html" target="_blank">warf der Bundesarbeitsgemeinschaft vor</a>, im Vorfeld keinen Kontakt gesucht zu haben.</p><p>Außerdem hatte am 2. Februar die <a href="http://www.grundrechtekomitee.de/node/476" target="_blank">&#8220;Untersuchungskommission 19. Februar&#8221;</a> in Berlin die Ergebnisse ihrer Recherchen zum sächsischen Umgang mit dem Demonstrationsgeschehen im Februar 2011 vorgestellt. In ihrem <a href='http://www.addn.me/uploads/2012/02/Dresden-Bericht-Grundrechtekomitee.pdf'>60-seitigen Bericht</a> stellt das Komitee für Grundrechte und Demokratie fest, dass der Tag entgegen der &#8220;polizeilichen und regierungspolitisch geschürten Darstellungen [...] nicht von Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten aus den Gegendemonstrationen gekennzeichnet&#8221; gewesen ist, sondern dass stattdessen zehntausende Menschen ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit &#8220;gewaltfrei und ohne Waffen&#8221; wahrgenommen hätten. Das von der Polizei als Einsatzkonzept in ihrer Gefahrenprognose vorgelegte und von den Gerichten bestätigte sehr weiträumig gefasste Trennungsgebot habe dabei den Gegendemonstrantinnen und Gegendemonstranten &#8220;systematisch ihr Recht auf Versammlungsfreiheit verweigert&#8221; und &#8220;damit faktisch nur der Legitimierung jeglicher Form von polizeilicher Zwangs- und Gewaltanwendung&#8221; gedient. So sei beispielsweise die Versammlung &#8220;Täterspuren&#8221; entlang der Wirkungsstätten von NS-Tätern am 13. Februar 2011 &#8220;willkürlich&#8221; auf die Neustädter Elbseite verlegt und damit eine Durchführung unmöglich gemacht worden. Nicht zuletzt sieht die Kommission in den weitreichenden <a href="http://www.addn.me/antifa/sachsens-grundrechte-fliessen-weiter-elbabwaerts/" target="_blank">Überwachungs- und Datenerfassungen</a> eine Gefährdung der Demokratie &#8220;in ihren Fundamenten&#8221;. Mit der Nutzung des vom Gesetzgeber ursprünglich für die Terrorfahndung geschaffenen Instruments der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funkzellenabfrage" target="_blank">Funkzellenabfrage</a> als Mittel der Strafverfolgung sei &#8220;jedes rechtsstaatliche Maß überschritten worden&#8221;. Als Beleg führten sie den zunächst geheim gehaltenen <a href="http://www.addn.me/freiraeume/hoerte-der-verfassungsschutz-am-19-februar-telefongespraeche-ab/" target="_blank">Einsatz eines so genannten IMSI-Catchers</a> vor dem “Haus der Begegnung” auf der Großenhainer Straße an. Das Gerät dürfen Polizei und Nachrichtendienste jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zur Aufklärung von Straftaten mit erheblicher Bedeutung nutzen. Der Kommission gehören neben etlichen Politikerinnen und Politikern auch Rechtsanwälte und zivilgesellschaftliche Initiativen an.</p><p>In Dresden ruft allerdings selbst das Aufhängen einer Fahne auf dem Altmarkt im Zentrum der Stadt die Ordnungshüter auf den Plan. Nachdem Unterstützerinnen und Unterstützer des Bündnisses &#8220;Dresden Nazifrei&#8221; in der Innenstadt anlässlich eines Aktionstages Flyer verteilt hatten, wurden rund 30 von ihnen wenig später von der Dresdner Polizei und dem Ordnungsamt <a href="http://www.dresden-nazifrei.com/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=323%3Aaktionstag-flagge-zeigen-von-dresden-nazifrei" target="_blank">daran gehindert</a>, ein 17 Meter langes Transparent aufzuziehen. Darüber hinaus wurde von der Dresdner Staatsanwaltschaft erneut die Aufhebung der Immunität einiger Parlamentsabgeordneter der Linken gefordert. So wirft die sächsische Ermittlungsbehörde der Bundesgeschäftsführerin der Linken im Deutschen Bundestag, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Caren_Lay" target="_blank">Caren Lay</a>, die &#8220;Sprengung einer Versammlung&#8221; im vergangenen Jahr vor. Die Bundestagsabgeordnete kritisierte die Strafverfolgung in einem <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/216558.verfolgung-von-demokraten-ist-ein-fatales-signal.html" target="_blank">Interview mit dem Neuen Deutschland</a> als &#8220;fatales Signal&#8221; gegenüber den Menschen, &#8220;die Widerstand gegen Neonazis leisten&#8221;. Gleichzeitig sieht sie in den Verfahren den Versuch des politischen Gegners, ihre Partei &#8220;zu stigmatisieren&#8221;. In Hessen war wenige Tage zuvor die Immunität der beiden Landtagsabgeordneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Janine_Wissler" target="_blank">Janine Wissler</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_van_Ooyen" target="_blank">Willy van Ooyen</a> <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/politik/detail/-/specific/Wegen-Anti-Nazi-Protesten-in-Dresden-Hessischer-Landtag-hebt-Immunitaet-von-Linke-Politikern-auf-3602828561" target="_blank">aufgehoben worden</a>. Anfang des Jahres war gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Ramelow" target="_blank">Bodo Ramelow</a>, dem Fraktionsvorsitzenden der Linken in Thüringen, vom Dresdner Amtsgericht eine Geldbuße von 3.400 Euro <a href="http://www.addn.me/antifa/vom-mythos-zum-ritus/" target="_blank">ausgesprochen worden</a>. Er soll am 13. Februar vor fast zwei Jahren in einer öffentlichen Fraktionssitzung gemeinsam mit Mitgliedern seiner Partei hinter dem Neustädter Bahnhof einen geplanten Aufmarsch mehrerer tausend Nazis aus dem In- und Ausland als &#8220;Rädelsführer&#8221; verhindert haben. Teile der Grünen <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36358/1.html" target="_blank">kritisierten</a> die Kriminalisierung durch die Dresdner Ermittlungsbehörden als Versuch, &#8220;ein Exempel [zu] statuieren&#8221;. So seien am 13. Februar 2010 drei der möglichen Demonstrationsrouten von tausenden Menschen blockiert worden, während sich die laufenden Strafverfahren ausschließlich gegen Landtagsabgeordnete der Linken richten.</p><p>Weiterer lesenswerter Artikel: <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36358/1.html" target="_blank">Kriminalisierung der Linkspartei schreitet voran</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/sachsen-gefaehrdung-der-demokratie-in-ihren-fundamenten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Kriminalisierung von Anti-Naziprotesten geht weiter</title><link>http://www.addn.me/antifa/kriminalisierung-von-anti-naziprotesten-geht-weiter/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/kriminalisierung-von-anti-naziprotesten-geht-weiter/#comments</comments> <pubDate>Fri, 30 Sep 2011 10:07:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Freiräume]]></category> <category><![CDATA[19. Februar]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[2012]]></category> <category><![CDATA[Aktivierungskonferenz]]></category> <category><![CDATA[André Hahn]]></category> <category><![CDATA[Blockade]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Die Linke]]></category> <category><![CDATA[FDP]]></category> <category><![CDATA[Hans Müller-Steinhagen]]></category> <category><![CDATA[Holger Zastrow]]></category> <category><![CDATA[Markus Ulbig]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <category><![CDATA[Stefan Brangs]]></category> <category><![CDATA[TU Dresden]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=13633</guid> <description><![CDATA[Gestern hat die Mehreit des Geschäftsordnungs- und Immunitätsausschusses in seiner Sitzung der Forderung der Dresdner Staatsanwaltschaft zugestimmt und einer Aufhebung der Immunität des Fraktionsvorsitzenden der Linken, André Hahn, zugestimmt. In der nichtöffentlichen Sitzung sprachen sich Vertreterinnen und Vertreter der CDU, FDP und der NPD für und Linke, SPD und Grüne gegen die Fortsetzung eines Strafverfahrens [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat die Mehreit des Geschäftsordnungs- und Immunitätsausschusses in seiner Sitzung der Forderung der Dresdner Staatsanwaltschaft <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2875658" target="_blank">zugestimmt</a> und einer Aufhebung der Immunität des Fraktionsvorsitzenden der Linken, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Hahn_(Politiker)" target="_blank">André Hahn</a>, zugestimmt. In der nichtöffentlichen Sitzung sprachen sich Vertreterinnen und Vertreter der CDU, FDP und der NPD für und Linke, SPD und Grüne gegen die Fortsetzung eines Strafverfahrens wegen &#8220;Verstoß gegen des Versammlungsgesetz&#8221; aus. Erst im April hatte der Ausschuss den Vorschlag den Antrag der Staatsanwaltschaft <a href="http://www.addn.me/antifa/landtagsausschuss-lehnt-aufhebung-der-immunitaet-ab-2/" target="_blank">ausgesetzt</a> und von den Ermittlungsbehörden eine Stellungnahme zu dem Einwand des Politikers verlangt, dass seine Verfolgung gegen das Willkürverbot verstoße. Dem Politiker wird vorgeworfen, am 13. Februar 2010 maßgeblich für die <a href="http://www.addn.me/news/danke-thank-you-dank-je-wel-tak-dekuji-dziekuje-gracias-merci-c%D0%BF%D0%B0%D1%81%D0%B8%D0%B1%D0%BE/" target="_blank">erfolgreichen Blockaden</a> hinter dem Neustädter Bahnhof verantwortlich gewesen zu sein. Damals hatte die Polizei einen Aufmarsch von mehreren tausend aus ganz Europa angereisten Nazis nach stundenlangem Warten untersagt und eine stationäre Kundgebung für beendet erklärt. <span id="more-13633"></span></p><p>Schon im vergangenen Jahr hatte ein Ausschuss im Thüringer Landtag mit Stimmen aus den Reihen der SPD einer Aufhebung der Immunität des Linke Politikers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Ramelow" target="_blank">Bodo Ramelow</a> <a href="http://www.addn.me/antifa/immunitaet-von-bodo-ramelow-aufgehoben/" target="_blank">zugestimmt</a>. Auch Ramelow wurde ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Zuvor hatten beide Politiker eine <a href="http://www.addn.me/news/geldbusse-fuer-die-teilnahme-an-massenblockaden/" target="_blank">Einstellung des Verfahrens</a> bei einer gleichzeitigen Zahlung von 500 Euro mit der Begründung abgelehnt, dass es in ihren Augen &#8220;notwendig [war], sich gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch in Dresden mit friedlichen Mitteln zur Wehr zu setzen&#8221;. Daraufhin hatte der zu dem Zeitpunkt leitende Dresdner Oberstaatsanwalt Christian Avenarius in den Politikern den Kopf und Organisator der Blockaden gesehen und weitere rechtliche Schritte <a href="http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/linke-nach-blockade-gegen-neonazi-aufmarsch-im-visier-der-ermittler/r-mitteldeutschland-a-22286.html" target="_blank">angekündigt</a>.</p><p>Der von dem Maßnahmen betroffene sächsische Politiker <a href="http://www.andre-hahn.eu/?p=2866" target="_blank">kritisierte</a> die &#8220;direkte Einflussnahme&#8221; des Sächsischen Justizministeriums auf die Antwort der Staatsanwaltschaft zu den Fragen des Ausschusses. So sei eine Formulierung der Staatsanwaltschaft zu &#8220;immunitätsrechtlichen Bedenken“ gestrichen worden. Den politisch Verantwortlichen warf Hahn eine &#8220;politische Missbrauchsverfolgung&#8221; vor, da er &#8220;als einziger Mensch aus Sachsen für das Nichtzustandekommen des europaweit größten Naziaufmarsches [...] angeklagt werden soll&#8221;. Auch der stellvertretende Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag Stefan Brangs kritisierte <a href="http://spd-sachsen.de/aktuell/sachsen/korrektur-pmstatement-brangs-zur-immunitaet-von-linke-fraktionschef-dr-andre-hahn" target="_blank">in einer Stellungnahme</a>, dass offensichtlich &#8220;gegen einen Abgeordneten aufgrund seiner besonderen parlamentarischen Funktion ermittelt wird&#8221;. Während damit anderthalb Jahre nach den Vorfällen alle Ermittlungen gegen <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,680689,00.html" target="_blank">namentlich bekannt gewordene Teilnehmerinnen und Teilnehmer</a> an den Gegenaktivitäten inzwischen eingestellt worden sind, gehen die Ermittlungen gegen die Mitglieder der Linken weiter. Grund dafür ist die Auffassung der zuständigen Staatsanwaltschaft darüber, dass gerade sie wegen ihrer Ämter eine besondere Verantwortung hätten.</p><p>Mehrere Mitglieder der Linken hatten am 13. Februar vor mehr als einem Jahr mit einer <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/willi-van-ooyen/pressemitteilungen/1312-gemeinsame-fraktionssitzung-der-linke-fraktionen-gegen-rechts-in-dresden.html" target="_blank">“öffentliche Fraktionssitzung”</a> eine der möglichen Routen der Nazis hinter dem Neustädter Bahnhof blockiert. Für die Störung einer angemeldeten Versammlung bzw. einem Versuch der Verhinderung nach §21 drohen den beiden Politikern bis zu drei Jahre Haft.</p><p>Zeitgleich mit der Entscheidung des Landtagsausschusses, die Immunität von André Hahn aufzuheben, hat sich in Dresden der Rektor der Technischen Universität von einer vom <a href="http://www.stura.tu-dresden.de" target="_blank">Studentenrat</a> gemeinsam mit dem Bündnis <a href="http://dresden-nazifrei.com/" target="_blank">&#8220;Dresden Nazifrei&#8221;</a> organisierten Workshop zum Thema Blockaden in den Räumlichkeiten der Universität <a href="http://tu-dresden.de/aktuelles/news/aktivierungskonferenz/newsarticle_view" target="_blank">distanziert</a>. Sachsens CDU-Innenminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Ulbig" target="_blank">Markus Ulbig</a> begrüßte <a href="http://www.bild.de/regional/dresden/markus-ulbig/innen-minister-warnt-vor-getarnten-radikalen-20207894.bild.html" target="_blank">gegenüber der BILD-Zeitung</a> die Entscheidung der Universitätsleitung, denn &#8220;dort sollten weder Nazis noch Linksextremisten tagen.“ Die Veranstalter hätten mit dieser Aktion ihr &#8220;wahres Gesicht&#8221; gezeigt. Sie seien &#8220;keine friedlichen Demonstranten. Sie wollen Gewalt. Gewalt gegen die Polizei und damit Gewalt gegen die Gesellschaft.&#8221; so Sachsens umstrittener Innenminister weiter. Sein Koalitionskollege <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holger_Zastrow" target="_blank">Holger Zastrow</a> von der FDP schloss sich den Äußerungen Ulbigs an und warnte vor den &#8220;demokratiefeindlichen Absichten und [der] extremistische[n] Gesinnung der Veranstalter&#8221;. Die Konferenz diene dazu, darüber zu diskutieren, &#8220;wie man den Staat selbst angreift und wie man Straftaten begeht&#8221;.</p><p>Am zweiten Oktoberwochenende hat das Bündnis zu einer Aktionskonferenz ins Hörsaalzentrum der TU Dresden eingeladen. Dabei soll diskutiert werden, wie zukünftig Blockaden organisiert, Repression gemeinsam abgewehrt und noch mehr Menschen zu entschiedenem Eintreten gegen Neonazi-Umtriebe ermutigt werden können. Neben Diskussions- und Informationsveranstaltungen sollten dabei auch verschiedene Workshops zu Blockaden, der rechtlichen Situation und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam" target="_blank">zivilem Ungehorsam</a> stattfinden. Inzwischen sei der Programmpunkt &#8220;Blockadetraining&#8221; auf <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/politik/detail/-/specific/TU-Dresden-verbietet-Training-fuer-Demoblockaden-auf-dem-Campus-3770664968" target="_blank">Nachfrage der DNN</a> ersatzlos gestrichen worden. In dem Workshop hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung gelernt, wie &#8220;Polizeisperren umgangen oder durchflossen werden&#8221; könnten. Der Dresdner Rektor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_M%C3%BCller-Steinhagen" target="_blank">Hans Müller-Steinhagen</a> begrüßte &#8220;soziales und gesellschaftliches Engagement&#8221; von Universitätsangehörigen &#8220;gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus&#8221; und erinnerte daran, dass sich &#8220;jedes Engagement [...] aber an den gesetzlichen Bestimmungen orientieren&#8221; müsse.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/kriminalisierung-von-anti-naziprotesten-geht-weiter/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Die Dresdner Datenaffäre weitet sich aus</title><link>http://www.addn.me/antifa/die-dresdner-datenaffare-weitet-sich-aus/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/die-dresdner-datenaffare-weitet-sich-aus/#comments</comments> <pubDate>Tue, 26 Jul 2011 11:27:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Freiräume]]></category> <category><![CDATA[17. Juni]]></category> <category><![CDATA[19. Februar]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[2011]]></category> <category><![CDATA[Andreas Schurig]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Datenschutz]]></category> <category><![CDATA[Die Grünen]]></category> <category><![CDATA[Die Linke]]></category> <category><![CDATA[Dieter Hanitsch]]></category> <category><![CDATA[Dieter Kroll]]></category> <category><![CDATA[FDP]]></category> <category><![CDATA[Handygate]]></category> <category><![CDATA[Henning Homann]]></category> <category><![CDATA[Johannes Lichdi]]></category> <category><![CDATA[Juni]]></category> <category><![CDATA[Jürgen Georgie]]></category> <category><![CDATA[Jürgen Martens]]></category> <category><![CDATA[Larvik]]></category> <category><![CDATA[Markus Ulbig]]></category> <category><![CDATA[Peter Schaar]]></category> <category><![CDATA[Polizei]]></category> <category><![CDATA[Sabine Friedel]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <category><![CDATA[taz]]></category> <category><![CDATA[Thor Steinar]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=12995</guid> <description><![CDATA[Aus einer Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Henning Homann im Juni geht hervor, dass in den vergangenen Monaten von den Ermittlungsbehörden deutlich mehr als die bisher bestätigten 460 Rufnummern abgefragt worden sind. So sollen im Rahmen eines weiteren Ermittlungsverfahrens durch das Landeskriminalamt noch einmal 40.732 Bestandsdaten abgefragt worden sein. Etliche [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.addn.me/uploads/2011/07/mobilfunkmast.jpg" class="lightview" rel="gallery['12995']" title="Mobilfunkmast (Quelle: flickr.com/photos/jpstanley/)"><img class="alignleft size-full wp-image-13039" title="Mobilfunkmast (Quelle: flickr.com/photos/jpstanley/)" src="http://www.addn.me/uploads/2011/07/mobilfunkmast-e1311671962411.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a>Aus einer Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6146&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=5" target="_blank">kleine Anfrage</a> des SPD-Landtagsabgeordneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henning_Homann" target="_blank">Henning Homann</a> im Juni geht hervor, dass in den vergangenen Monaten von den Ermittlungsbehörden deutlich mehr als die <a href="http://www.addn.me/antifa/sachsens-grundrechte-fliessen-weiter-elbabwaerts/" target="_blank">bisher bestätigten 460 Rufnummern</a> abgefragt worden sind. So sollen im Rahmen eines weiteren Ermittlungsverfahrens durch das Landeskriminalamt noch einmal 40.732 Bestandsdaten abgefragt worden sein. Etliche Vertreterinnen und Vertreter der Oppositionsparteien zeigten sich empört. Ein Sprecher des Sächsischen Innenministeriums <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2820549" target="_blank">begründete gegenüber lokalen Medien</a> die Zeitverzögerung auf Nachfrage mit laufenden Ermittlungen. <span id="more-12995"></span></p><p>Der SPD-Abgeordnete Homann <a href="http://www.henning-homann.de/index.php?nr=5748" target="_blank">sprach angesichts</a> dieser neuen Zahlen von einer &#8220;Kriminalisierung zivilgesellschaftlichen Engagements&#8221; und verlangte gemeinsam mit seiner Fraktionskollegin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sabine_Friedel" target="_blank">Sabine Friedel</a> eine vollständige Aufklärung über die Vorkommnisse in der jüngsten Zeit. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rico_Gebhardt" target="_blank">Rico Gebhardt</a>, der innenpolitische Sprecher der Linken, <a href="http://www.linksfraktionsachsen.de/index.php?section=news&amp;cmd=details&amp;newsid=1577" target="_blank">sprach in einer Stellungnahme</a> von einem &#8220;Affront [...] gegenüber dem Sächsischen Datenschutzbeauftragten&#8221; und kündigte eine parlamentarische Initiative seiner Partei zur polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Vorgehensweise an. Auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Lichdi" target="_blank">Johannes Lichdi</a> von den Grünen <a href="http://www.johannes-lichdi.de/pm+M51e7464096b.html" target="_blank">zeigte sich angesichts der neuen Zahlen verständnislos</a> und setzte sich erneut für die von ihm bereits im Juni vorgeschlagene Einführung eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richtervorbehalt" target="_blank">Richtervorbehalts</a> zur Bestandsdatenabfrage durch die Polizei ein. Im Augenblick ist es der Polizei auch ohne richterlichen Beschluss möglich, von den Mobilfunkbetreibern Auskunft über personenbezogene Daten eines Nutzers im Zusammenhang mit polizeilichen Ermittlungen zu erhalten.</p><p>Die Dresdner Polizei soll <a href="http://taz.de/Weitere-Entwicklung-Dresdner-Handyskandal/!74992/" target="_blank">nach Recherchen der taz</a> schon vor einem Jahr <a href="http://www.addn.me/nazis/polizeiaufmarsch-am-17-juni/" target="_blank">am Rande von Protesten gegen einen rechten Aufmarsch</a> im Zentrum Dresdens Verbindungsdaten von Handynutzern gesammelt und ausgewertet haben. Anlass war ein Angriff durch Unbekannte <a href="http://de.indymedia.org/2008/09/228360.shtml#3" target="_blank">auf ein Bekleidungsgeschäft</a>, welches am Ferdinandplatz unter anderem die in rechten Kreisen beliebte Modemarke &#8220;Thor Steinar&#8221; vertreibt. Obwohl Sachsens Justizminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Martens_%28Politiker%29" target="_blank">Jürgen Martens</a> (FDP) in der vergangenen Woche eine Funkzellenabfrage im Zusammenhang mit Demonstrationen <a href="http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6191&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=5" target="_blank">dementierte</a>, war in einer Ermittlungsakte eine Verkehrsdatenauswertung mit dem Zusatz &#8220;Josephinenstraße/Demo&#8221; <a href="http://taz.de/Dresdner-Datenaffaere/!75041/" target="_blank">vermerkt worden</a>. Wenige Monate nach dem Angriff auf den rechten Szeneladen im Zentrum der Stadt, hatte die Polizei für ihre Ermittlungen nach einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen im Süden von Dresden erneut auf Funkzellendaten zurückgegriffen. In beiden Fällen geht es um ein Ermittlungsverfahren wegen der &#8220;Bildung einer kriminellen Vereinigung&#8221;. Aus diesem Grund hatte die Polizei im April 20 Wohnungen und Geschäftsräume in Sachsen und Brandenburg <a href="http://www.addn.me/antifa/neuer-mann-neuer-kurs-hausdurchsuchungen-in-sachsen-und-brandenburg/" target="_blank">durchsucht</a>. Den insgesamt 17 Beschuldigten wird vorgeworfen, seit Mai 2009 an Übergriffen auf Nazis beteiligt gewesen zu sein.</p><p>Ein Sprecher des Sächsischen Datenschutzbeauftragten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Schurig" target="_blank">Andreas Schurig</a> reagierte auf die erneuten Erfassungen empört und verlangte von den Strafverfolgungsbehörden mehr Transparenz im Umgang mit sensiblen Daten. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Schaar" target="_blank">Peter Schaar</a> kritisierte <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag122428_res-.html" target="_blank">in der Tagesschau</a> die Erfassung mehrerer zehntausend Menschen als Beschuldigte als unverhältnismäßig. <a href="http://www.addn.me/freiraeume/aktueller-stand-zum-handygate-skandal/" target="_blank">Bis zum 10. September</a> soll Schurig den Abgeordneten des Sächsischen Landtags seinen <a href="http://www.saechsdsb.de/ueberblick-alle-themen/416-information-des-saechsischen-datenschutzbeauftragten-zur-datenverarbeitung-von-mobilfunkverbindungsdaten-durch-die-polizeidirektion-dresden-update" target="_blank">umfassenden Prüfbericht</a> zur Telekommunikationsüberwachung zehntausender Bürgerinnen und Bürger im Februar vorlegen.</p><p>Nach <a href="http://dresden-nazifrei.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=195%3Aweitere-entwicklungen-im-dresdner-handygate&amp;catid=1%3Aaktuelle-nachrichten&amp;lang=de" target="_blank">Angaben des Bündnisses &#8220;Dresden Nazifrei&#8221;</a> haben mittlerweile schon mehr als 400 Menschen ein so genanntes Auskunftsersuchen bei der zuständigen Dresdner Staatsanwaltschaft gestellt. Aus ersten Antwortschreiben geht hervor, dass die Behörde im Augenblick wegen &#8220;laufender Ermittlungen&#8221; keine Auskunft über gespeicherte Daten erteilt. Von den Auswertungen im Zusammenhang mit den Überwachungsmaßnahmen sind neben Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den erfolgreichen Protesten auch besonders geschützte Grundrechtsträger <a href="https://www.taz.de/Dresdner-Handydatenaffaere/!74270/" target="_blank">wie etwa Journalisten</a>, Anwälte und Parlamentarier betroffen.</p><p>Währenddessen hat zumindest der Personalwechsel bei der Sächsischen Polizei ein vorläufiges Ende gefunden. Der von Sachsens umstrittenen Innenminister Markus Ulbig (CDU) <a href="http://www.addn.me/antifa/dresdner-polizeipraesident-versetzt/" target="_blank">versetzte ehemalige Dresdner Polizeipräsident Dieter Hanitsch</a> ist seit Juni wieder <a href="http://www.polizei.sachsen.de/lpdzd/2521.htm" target="_blank">Leiter der Landespolizeidirektion Zentrale Dienste</a> (LPD ZD SN) und damit unter anderem für die Beschaffung von Überwachungstechnologie zuständig. Den Posten seines <a href="http://www.polizei.sachsen.de/zentral/6753.htm" target="_blank">designierten Nachfolgers Dieter Kroll</a> in der Polizeidirektion Südwestsachsen <a href="http://www.polizei.sachsen.de/pd_sws/6772.htm" target="_blank">übernimmt Jürgen Georgie</a>. Dieser war erst im März zum Chef der LPD ZD SN ernannt worden und muss nach nur drei Monaten seine Stelle für Hanitsch räumen.</p><p>Weiterer Artikel: <a href="http://www.sachsens-demokratie.net/?p=116" target="_blank">Eine Millionen Datensätze und ein Bauernopfer!</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/die-dresdner-datenaffare-weitet-sich-aus/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Alles wie immer: Verfassungsschutzbericht vorgestellt</title><link>http://www.addn.me/news/alles-wie-immer-verfassungsschutzbericht-vorgestellt/</link> <comments>http://www.addn.me/news/alles-wie-immer-verfassungsschutzbericht-vorgestellt/#comments</comments> <pubDate>Wed, 06 Jul 2011 22:33:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category> <category><![CDATA[13. Februar]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[2011]]></category> <category><![CDATA[3. Oktober]]></category> <category><![CDATA[Akubiz]]></category> <category><![CDATA[Bremen]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[CSU]]></category> <category><![CDATA[Extremismus]]></category> <category><![CDATA[Hans-Peter Friedrich]]></category> <category><![CDATA[Kamal]]></category> <category><![CDATA[Leipzig]]></category> <category><![CDATA[Mord]]></category> <category><![CDATA[Polizei]]></category> <category><![CDATA[RAA Sachsen]]></category> <category><![CDATA[Uwe Schünemann]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=12754</guid> <description><![CDATA[In der vergangenen Woche stellte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU) den Verfassungsschutzbericht für das zurückliegende Jahr vor. Begleitet wurde der Bericht von einer Wortmeldung des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) in der &#8220;Neuen Osnabrücker Zeitung&#8221;. Darin warnte der als Hardliner bekannte CDU-Politiker vor dem Entstehen eines neuen &#8220;Linksterrorismus&#8221;. So hätte die Geschichte der RAF gezeigt, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12784" title="Verfassungsschutzbericht 2010" src="http://www.addn.me/uploads/vsbericht_2010-106x150.jpg" alt="" width="106" height="150" />In der vergangenen Woche stellte Bundesinnenminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Friedrich" target="_blank">Dr. Hans-Peter Friedrich</a> (CSU) den <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/mitMarginalspalte/07/vsb2010.html">Verfassungsschutzbericht für das zurückliegende Jahr</a> vor. Begleitet wurde der Bericht von einer Wortmeldung des niedersächsischen Innenministers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Sch%C3%BCnemann">Uwe Schünemann</a> (CDU) <a href="http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/55337399/friedrich-fuerchtet-gewaltspirale-von-links-wie-rechts">in der &#8220;Neuen Osnabrücker Zeitung&#8221;</a>. Darin warnte der als Hardliner bekannte CDU-Politiker vor dem Entstehen eines neuen &#8220;Linksterrorismus&#8221;. So hätte die Geschichte der RAF gezeigt, dass &#8220;der Weg vom Brandanschlag zu gezielten Mordanschlägen nicht weit ist&#8221;. Ein Blick auf die veröffentlichten Zahlen spricht jedoch eine andere Sprache. So sei zwar nach offiziellen Angaben die Zahl der gewaltbereiten Autonomen in der Bundesrepublik von 6.600 im Jahr 2009 auf 6.800 im Jahr 2010 gestiegen. Dass aber in der <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34894/1.html">neu eingerichteten Datei &#8220;gewaltbereite Linksextremisten&#8221;</a> bisher lediglich 767 Menschen erfasst worden sind, lässt mindestens genauso an den Behauptungen des niedersächsischen Innenministers zweifeln, wie die Tatsache, dass die gezählten linken Straftaten von 4.734 im Jahr 2009 auf 3.747 gesunken sind, ein deutliches Minus von mehr als 20 Prozent. <span id="more-12754"></span></p><p>Der Bundesinnenminister sprach von einer zunehmenden &#8220;Gewaltspirale&#8221; bei Auseinandersetzungen zwischen den beiden politischen Lagern und verwies auf interne Zahlen seiner Behörde für die ersten fünf Monate diesen Jahres. Obwohl auch die Straftaten mit politisch motiviertem rechtem Hintergrund mit knapp 15% stark gefallen sind, kann von einer Entwarnung nicht die Rede sein. Das Innenministerium führt für 2010 ingesamt 15.905 Straftaten mit rechtem Hintergrund. Damit liegt die Zahl aber nicht wie das <a href="http://www.bildblog.de/31601/bis-sich-die-balken-strecken/">ZDF kürzlich glauben machen wollte</a> auf einem ähnlichen Niveau wie auf der linken Seite, sondern mehr als viermal höher.</p><p>Im Unterschied zum bundesweiten Trend <a href="http://www.addn.me/antifa/saechsische-zahlenspiele/">stiegen im letzten Jahr</a> die von der sächsischen Polizei zu linken Straftaten gezählten Delikte von 89 (2009) auf 128. Ein Grund für den plötzlichen Anstieg liegt vor allem in der Entscheidung Sächsischer Gerichte, den Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 in unmittelbarer Nähe zum alternativen Szeneviertel Neustadt <a href="http://www.addn.me/news/von-falschen-entscheidungen-und-fehlendem-willen/">stattfinden zu lassen</a>. Als Reaktion auf den Gerichtsentscheid kam es im Gebiet um den Neustädter Bahnhof nicht nur zu Blockaden tausender Menschen, sondern auch zu Auseinandersetzungen zwischen linken GegendemonstrantInnen und der zum Schutz der rechten Versammlung eingesetzten Polizei.</p><p>Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen mit den aktuellen Zahlen bei politisch links motivierten Gewalttaten hinter Bremen auf dem zweiten Platz. Nirgendwo sonst passieren gemessen an der Einwohnerzahl mehr linke Gewalttaten. Auch die Hansestadt taucht nicht zufällig auf dem ersten Platz auf, die Stadt war im vergangenen Jahr <a href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/24495">Schauplatz von Protesten</a> vor allem linker Gruppen gegen die jährlichen Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober. Vor allem im Ereignisbezug liegt einer der wesentlichen Unterschiede zwischen rechten und linken Straftaten. So ist es häufig der Fall, dass linke Straftaten gerade anlassbezogen und an wenigen Tagen im Jahr als Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis stattfinden und im Unterschied dazu die Gefahr zum Opfer rechter Gewalt zu werden besonders dann groß ist, wenn Öffentlichkeit und Medien weniger genau hinschauen.</p><p>Eine große Diskrepanz wird auch in den den Statistiken zugrundeliegenden Zahlen sichtbar. Im Unterschied zu den von der Opferberatung des RAA Sachsen e.V. im Halbjahresrhythmus veröffentlichten Zahlen über rechte Übergriffe, gilt für die Einordnung als linke Straftat ausschließlich die Zählweise der Polizei. So werden beispielsweise Widerstandshandlungen im Rahmen von Sitzblockaden durch die Polizei zu linken Straftaten gezählt, während <a href="http://initiativkreis.blogsport.de/">die tödliche Messerattacke</a> gegen einen 19jährigen Iraker im vergangenen Oktober vor dem Leipziger Hauptbahnhof durch ein Mitglied der rechten Szene als unpolitisch eingestuft wurde. So verwundert es dann auch nicht, dass sich die Angaben der Opferberatung zu denen des Sächsischen Innenministeriums deutlich unterscheiden. Während das Innenministerium für 2009 insgesamt 98 Gewalttaten zählte, <a href="http://www.addn.me/nazis/239-rechtsmotivierte-angriffe-im-vergangenen-jahr-in-sachsen/">spricht die Opferberatung</a> von 239 rechtsmotivierten Übergriffen, darunter 136 Körperverletzungsdelikten.</p><p>Dazu kommt, dass es bei politisch rechts motivierten Übergriffen eine verhältnismäßig hohe Dunkelziffer gibt, da die Alltagserfahrungen vieler Betroffener mit der Polizei von den Opferberatungsstellen oft als sehr negativ eingeschätzt werden. Beispielsweise werden Asylbewerberinnen und Asylbewerbern auf Grund struktureller und alltäglicher Rassismuserfahrungen oft auf eine Anzeige verzichten. In Europa ist deswegen die Zahl rassistisch motivierter Straftaten auch fünfmal höher als bisher angenommen. Das geht aus einer <a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-06-009/hohe-dunkelziffer-bei-rassistischen-straftaten.html">jüngst vorgestellten EU-weiten Befragung</a> der Europäischen Grundrechteagentur hervor. Fast 40% der Befragten Angehörigen ethnischer Minderheiten und Zuwanderer wurde demnach innerhalb des vergangenen Jahres diskriminiert, 12% Prozent sogar Opfer rassistischer Gewalt. Doch 80% von ihnen erstatteten keine Anzeige, so dass die Straftaten in amtlichen Statistiken nicht auftauchen.</p><p>Der Hintergrund solcher Diskussionen ist es, die Ursachen und Gefahren die in Sachsen von rechten Täterinnen und Tätern ausgehen, zu negieren. Vor allem in sächsischen Kleinstädten stellt &#8220;anders sein&#8221; immer noch eine Bedrohung dar. Hinzu kommen fest verwurzelte rechte Einstellungen in weiten Teilen der Bevölkerung. Gleichzeitig fordert das Bundesfamilienministerium eine <a href="http://www.addn.me/antifa/schwarz-gelb-versucht-zivilgesellschaftliches-engagement-an-die-regierung-zu-binden/">inhaltliche Neuausrichtung</a> der Förderprogramme gegen Fremdenfeindlichkeit. Das hat zur Folge, dass die wenigen Projekte, die sich mit den Ursachen und den Folgen von menschenfeindlichen Einstellungen beschäftigen, chronisch unterfinanziert und <a href="https://www.addn.me/antifa/verein-lehnt-saechsischen-demokratiepreis-ab/">unter Generalverdacht gestellt</a> werden. Erschwerend kommt hinzu, dass erst im vergangenen Jahr die schwarz-gelbe Regierungsmehrheit in Sachsen <a href="http://www.addn.me/soziales/landtag-beschliesst-soziale-kuerzungen/">weitreichende Kürzungen</a> in der Jugend- und Sozialarbeit beschlossen hatte.</p><p>Weiterer Artikel: <a href="http://linksextremismus.wordpress.com/2011/07/04/der-verfassungsschutzbericht-2010/">Der Verfassungsschutzbericht 2010</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/news/alles-wie-immer-verfassungsschutzbericht-vorgestellt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Sächsische Zahlenspiele</title><link>http://www.addn.me/antifa/saechsische-zahlenspiele/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/saechsische-zahlenspiele/#comments</comments> <pubDate>Mon, 18 Apr 2011 11:35:58 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[13. Februar]]></category> <category><![CDATA[19. Februar]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Extremismus]]></category> <category><![CDATA[Markus Ulbig]]></category> <category><![CDATA[Razzia]]></category> <category><![CDATA[Sachsen]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=11986</guid> <description><![CDATA[In einem Interview mit der Sächsischen Zeitung äußerte sich Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) erstmals zu den Razzien in der letzten Woche. Am vergangenen Dienstag hatten rund 400 Beamtinnen und Beamte in Sachsen und Brandenburg Wohnungen und Geschäftsräume von 17 Personen durchsucht und dabei Computer, Papiere und Dokumente beschlagnahmt. Die Dresdner Staatsanwaltschaft wirft den durchsuchten [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.addn.me/uploads/saechsische-zahlenspiele.jpg" class="lightview" rel="gallery['11986']" title="Sächsische Zahlenspiele"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12009" title="Sächsische Zahlenspiele" src="http://www.addn.me/uploads/saechsische-zahlenspiele-99x150.jpg" alt="Quelle: http://www.flickr.com/photos/30529636@N06/3229291316/" width="99" height="150" /></a>In einem <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2742339">Interview mit der Sächsischen Zeitung</a> äußerte sich Sachsens Innenminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Ulbig">Markus Ulbig</a> (CDU) erstmals zu den <a href="http://www.addn.me/antifa/neuer-mann-neuer-kurs-hausdurchsuchungen-in-sachsen-und-brandenburg/">Razzien in der letzten Woche</a>. Am vergangenen Dienstag hatten rund 400 Beamtinnen und Beamte in Sachsen und Brandenburg Wohnungen und Geschäftsräume von 17 Personen durchsucht und dabei Computer, Papiere und Dokumente beschlagnahmt. Die Dresdner Staatsanwaltschaft wirft den durchsuchten Personen mehrere gewaltsame Übergriffe auf Menschen aus dem rechten Spektrum vor und ermittelt wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. <span id="more-11986"></span></p><p>Im Interview äußerte sich der ehemalige Oberbürgermeister von Pirna besorgt über den seiner Meinung nach &#8220;starken Anstieg und neue[n] Höchststand linksmotivierter Gewalt&#8221;. So seien die Zahlen gewalttätiger Übergriffe von 89 im Jahr 2009 auf 130 im Jahr 2010 gestiegen. Im Unterschied dazu ist bundesweit die Zahl der politisch motivierten Straftaten nach Angaben des Innenministeriums 2010 <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/04/pmk.html">um ca. 20% gesunken</a>. Dass sich hinter den gestiegenen Zahlen in Sachsen zahlreiche Ermittlungsverfahren im Bezug auf den 13. Februar verbergen und von einer flächendeckenden linken Gefahr nicht im Ansatz gesprochen werden kann, sagen diese Zahlen allerdings nicht aus. Im gleichen Atemzug beginnt das für den ehemaligen Bürgermeister einer rechten Hochburg mindestens genauso wichtige Bagatellisieren rechter Gewalt. Während das Innenministerium im vergangenen Jahr nur von 98 rechten Gewalttaten ausgeht, sprechen die Zahlen der Opferberatung des RAA Sachsen e.V. eine andere Sprache. Nach <a href="http://www.addn.me/nazis/239-rechtsmotivierte-angriffe-im-vergangenen-jahr-in-sachsen/">ihren Angaben</a> kam es im letzten Jahr zu insgesamt 239 rechtsmotivierten Übergriffen. Zu den häufigsten Straftaten zählen demnach Körperverletzungsdelikte (136), <a href="http://initiativkreis.blogsport.de/">in Leipzig starb der erst 19jährige Kamal Kilade</a> an den Folgen eines Messerangriffs durch ein ehemaliges Mitglied der rechten Szene.</p><p>In seiner Analyse versucht Ulbig auch auf die Ursachen von politischer Gewalt einzugehen. Beiden politischen Richtungen liegt seiner Meinung nach ein Wahrheitsanspruch zugrunde, der sie als &#8220;erhaben über den Regeln der Demokratie&#8221; stellt. Und weiter: &#8220;In diesem selbstherrlichen Streben nach Macht steht ihnen die freiheitliche demokratische Grundordnung im Wege, diese wollen sie beseitigen.&#8221; Dass im Augenblick vor allem in Sachsen versucht wird, <a href="http://www.addn.me/antifa/schwarz-gelb-versucht-zivilgesellschaftliches-engagement-an-die-regierung-zu-binden/">zivilgesellschaftliches und damit vor allem demokratisches Engagement unter Generalverdacht zu stellen</a>, erwähnt er in diesem Zusammenhang natürlich nicht. So wird auf der einen Seite so getan, als ob es in Sachsen <a href="http://www.addn.me/news/von-falschen-entscheidungen-und-fehlendem-willen/">abseits des 13. Februars</a> ein akutes Problem mit linken Gewalttaten gibt, während auf der anderen Seite Initiativen, die sich für ein demokratisches Miteinander einsetzen von den politisch Verantwortlichen unter Generalverdacht gestellt werden und, wie das Beispiel Roter Baum gezeigt hat, zum Ziel <a href="http://www.addn.me/nazis/rechts-wegschauen-links-weghauen/">polizeilicher</a> und <a href="http://www.addn.me/freiraeume/mehrheit-im-stadtrat-fur-vetorecht-beim-roten-baum/">politischer Attacken</a> werden.</p><p>Das Ziel solcher einseitig geführten Debatten ist es, die Ursachen und Gefahren die in Sachsen von rechten Täterinnen und Tätern ausgehen, zu negieren. Denn besonders in sächsischen Kleinstädten ist es gerade für nichtrechte und alternative Jugendliche schwer, Unterstützung gegen tief verankerte rechte Einstellungen in der Bevölkerung zu finden. Anstatt aber Projekte und Jugendarbeit finanziell zu unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen menschenfeindliche Einstellungen zu leisten, hat die schwarz-gelbe Mehrheit im Sächsischen Landtag erst im vergangenen Jahr <a href="http://www.addn.me/soziales/landtag-beschliesst-soziale-kuerzungen/">tiefgehende Einschnitte</a> in der Jugend- und Sozialarbeit beschlossen.</p><p>Wenn dann jedes Jahr im Februar für einen Tag die europäische Rechte die sächsische Landeshauptstadt zum Aufmarschort für revisionistische und nationalsozialistische Ideen macht, sind es nicht zuletzt vor allem zivilgesellschaftliche Bündnisse, die Kritik an diesem Zustand äußern. Dass sich dieser Konflikt dann zum Teil auch gewalttätig äußert, ist jedoch kein Resultat linker Macht- und Umsturzphantasien, sondern verweist vielmehr auf ungelöste Debatten über den Umgang mit diesem Tag. Dahinter das Ende der Demokratie zu vermuten ist dabei mindestens genauso fatal wie die hilflosen Lösungsansätze des Ministers.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/saechsische-zahlenspiele/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Landtagsausschuss lehnt Aufhebung der Immunität ab</title><link>http://www.addn.me/antifa/landtagsausschuss-lehnt-aufhebung-der-immunitaet-ab-2/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/landtagsausschuss-lehnt-aufhebung-der-immunitaet-ab-2/#comments</comments> <pubDate>Fri, 08 Apr 2011 10:53:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[13. Februar]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[André Hahn]]></category> <category><![CDATA[Blockade]]></category> <category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category> <category><![CDATA[Die Linke]]></category> <category><![CDATA[Neustädter Bahnhof]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=11887</guid> <description><![CDATA[Der Geschäftsordnungs- und Immunitätsausschuss des sächsischen Landtages hat gestern nach einer mehrstündigen Sitzung eine von der Dresdner Staatsanwaltschaft geforderte Aufhebung der Immunität des Linke-Politikers André Hahn fraktionsübergreifend ausgesetzt. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hatte wie im Fall des Fraktionsvorsitzenden der Linken in Thüringen, Bodo Ramelow, am 3. März einen Antrag zu Aufhebung der Immunität des Politikers gestellt. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.addn.me/uploads/linkepolitiker2010.jpg" class="lightview" rel="gallery['11887']" title="Politikerinnen und Politiker der Linken im Februar 2010"><img src="http://www.addn.me/uploads/linkepolitiker2010-e1302259431432.jpg" alt="" title="Politikerinnen und Politiker der Linken im Februar 2010" width="150" height="100" class="alignleft size-full wp-image-11882" /></a>Der Geschäftsordnungs- und Immunitätsausschuss des sächsischen Landtages hat gestern nach einer mehrstündigen Sitzung eine von der Dresdner Staatsanwaltschaft geforderte <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/go_btg/anlage6.html">Aufhebung der Immunität</a> des Linke-Politikers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Hahn_(Politiker)">André Hahn</a> <a href="http://www.linksfraktionsachsen.de/index.php?section=news&#038;cmd=details&#038;newsid=1397">fraktionsübergreifend ausgesetzt</a>. <span id="more-11887"></span></p><p>Die Dresdner Staatsanwaltschaft hatte wie <a href="http://www.addn.me/antifa/staatsanwaltschaft-fordert-aufhebung-der-immunitaet/">im Fall des Fraktionsvorsitzenden der Linken in Thüringen</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Ramelow">Bodo Ramelow</a>, am 3. März einen Antrag zu Aufhebung der Immunität des Politikers gestellt. Der Ausschuss des Landtags hat die Ermittlungsbehörde im Gegenzug dazu aufgefordert, zu erläutern, was dem Politiker an strafbarem Handeln am 13. Februar 2010 in Dresden vorgeworfen wird. Gleichzeitig verlangte der Ausschuss eine Stellungnahme zu dem Einwand des Fraktionsvorsitzenden der Linken im Landtag, dass seine Verfolgung gegen das Willkürverbot verstoße.</p><p>Vor mehr als einem Jahr hatten am 13. Februar tausende Menschen um den Neustädter Bahnhof gegen einen Aufmarsch von mehr als 6.000 Nazis aus ganz Europa protestiert. Dazu hatten sie die geplante Marschroute mit Sitzblockaden besetzt und damit den geplanten Aufmarsch unmöglich gemacht. Die Linke hatte dabei hinter dem Bahnhof eine der möglichen Routen mit einer <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/willi-van-ooyen/pressemitteilungen/1312-gemeinsame-fraktionssitzung-der-linke-fraktionen-gegen-rechts-in-dresden.html">&#8220;öffentlichen Fraktionssitzung&#8221;</a> blockiert.</p><p>Im Anschluss hatte die Dresdner Staatsanwaltschaft gegen mehrere Politikerinnen und Politiker der Linken wegen “Sprengung einer Versammlung” Ermittelungen aufgenommen. Das Angebot der Staatsanwaltschaft, <a href="http://www.addn.me/news/geldbusse-fuer-die-teilnahme-an-massenblockaden/">das Verfahren gegen eine Geldbuße einzustellen</a>, hatten die Betroffenen einen Monat nach den erfolgreichen Massenblockaden abgelehnt.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/landtagsausschuss-lehnt-aufhebung-der-immunitaet-ab-2/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>29.10.-02.11.2010 &#8220;MOVE IT!&#8221; Filmfestival in Dresden</title><link>http://www.addn.me/kultur/29-10-02-11-2010-move-it-filmfestival-in-dresden/</link> <comments>http://www.addn.me/kultur/29-10-02-11-2010-move-it-filmfestival-in-dresden/#comments</comments> <pubDate>Thu, 28 Oct 2010 18:28:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[Diskussion]]></category> <category><![CDATA[Festival]]></category> <category><![CDATA[Film]]></category> <category><![CDATA[Globalisierung]]></category> <category><![CDATA[Internationalismus]]></category> <category><![CDATA[Move It!]]></category> <category><![CDATA[Thalia]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=9396</guid> <description><![CDATA[Bereits zum sechsten Mal ist das Thalia in der Äußeren Neustadt vom 29. Oktober bis zum 2. November Veranstaltungsort für das entwicklungspolitische Filmfestival &#8220;MOVE IT!&#8221;. Unter den Schwerpunkten Migration und Müll soll der Fokus in diesem Jahr wieder auf Menschen und Konflikten liegen, die in der öffentlichen Wahrnehmung wenig präsent sind. Präsentiert wird das fünftägige [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zum sechsten Mal ist das <a href="http://thalia-dresden.de/">Thalia</a> in der Äußeren Neustadt vom 29. Oktober bis zum 2. November Veranstaltungsort für das entwicklungspolitische Filmfestival <a href="http://moveit-festival.de/">&#8220;MOVE IT!&#8221;</a>. Unter den Schwerpunkten Migration und Müll soll der Fokus in diesem Jahr wieder auf Menschen und Konflikten liegen, die in der öffentlichen Wahrnehmung wenig präsent sind. Präsentiert wird das fünftägige Programm mit mehreren preisgekrönten Produktionen von der <a href="http://www.akifra.org/">&#8220;Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte&#8221;</a> (Akifra e.V.). Ein Höhepunkt ist der Kurzfilmabend am 31. Oktober mit Filmen zur Sichtweise von Migrantinnen und Migranten auf die europäischen Grenzen und Länder. Der Eintritt für eine Veranstaltung kostet fünf Euro, Ermäßigungen gibt es, wie im vergangenen Jahr auch, keine. <span id="more-9396"></span></p><p>Trailer der auf der Berlinale 2010 mit dem Publikumspreis ausgezeichneten Dokumentation &#8220;Waste Land&#8221;:</p><p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BWPU5WNgQ2w?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/BWPU5WNgQ2w?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/kultur/29-10-02-11-2010-move-it-filmfestival-in-dresden/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Immunität von Bodo Ramelow aufgehoben</title><link>http://www.addn.me/antifa/immunitaet-von-bodo-ramelow-aufgehoben/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/immunitaet-von-bodo-ramelow-aufgehoben/#comments</comments> <pubDate>Fri, 08 Oct 2010 17:16:09 +0000</pubDate> <dc:creator>Klara</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[13. Februar]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[Blockade]]></category> <category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category> <category><![CDATA[Die Linke]]></category> <category><![CDATA[Immunität]]></category> <category><![CDATA[Landtag]]></category> <category><![CDATA[Repression]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <category><![CDATA[Staatsanwaltschaft]]></category> <category><![CDATA[Thüringen]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=9359</guid> <description><![CDATA[In Erfurt hat nach Presseberichten der Justizausschuss des thüringischen Landtags mit den Stimmen der SPD die Immunität des Fraktionsvorsitzenden der Linken, Bodo Ramelow, aufgehoben. Der linke Politiker zeigte sich enttäuscht und nannte die erhobenen Vorwürfe &#8220;infam&#8221;. Die Dresdner Staatsanwaltschaft wirft mehreren Landtagsabgeordneten der Linken vor, die Blockade des europaweit größten Nazi-Aufmarschs in Dresden am 13. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.addn.me/uploads/linkepolitiker.jpg" class="lightview" rel="gallery['9359']" title="links Petra Pau (Die Linke, MdB), Mitte André Hahn (Die Linke, Sachsen), rechts Bodo Ramelow (Die Linke, Thüringen)"><img class="alignleft size-full wp-image-6812" title="links Petra Pau (Die Linke, MdB), Mitte André Hahn (Die Linke, Sachsen), rechts Bodo Ramelow (Die Linke, Thüringen)" src="http://www.addn.me/uploads/linkepolitiker-e1286557906375.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>In Erfurt hat <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/bodo-ramelow-thueringer-landtag-hebt-immunitaet-von-ramelow-auf_aid_558084.html" target="_blank">nach Presseberichten</a> der Justizausschuss des thüringischen Landtags mit den Stimmen der SPD die Immunität des Fraktionsvorsitzenden der Linken, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Ramelow" target="_blank">Bodo Ramelow</a>, aufgehoben. Der linke Politiker zeigte sich enttäuscht und nannte die erhobenen Vorwürfe &#8220;infam&#8221;.</p><p>Die Dresdner Staatsanwaltschaft wirft mehreren Landtagsabgeordneten der Linken vor, die Blockade des europaweit größten Nazi-Aufmarschs in Dresden am 13. Februar zum 65. Jahrestag der alliierten Bombenangriffe organisiert und damit die Arbeit der Polizei gestört zu haben. Mehrere Mitglieder der Partei hatten am 13. Februar mit einer “öffentliche Fraktionssitzung” eine der möglichen Routen der Nazis hinter dem Neustädter Bahnhof blockiert. Für die Störung einer angemeldeten Versammlung bzw. einem Versuch der Verhinderung nach §21 drohen dem Gesetz nach bis zu drei Jahre Haft. <span id="more-9359"></span></p><p><a href="http://www.addn.me/antifa/staatsanwaltschaft-fordert-aufhebung-der-immunitaet/" target="_blank">Vor einigen Monaten</a> hatte der linke Politiker den Vorschlag der Staatsanwaltschaft abgelehnt, das Verfahren <a href="http://www.addn.me/news/geldbusse-fuer-die-teilnahme-an-massenblockaden/" target="_blank">gegen eine Zahlung von 500 Euro</a> an einen Verein für Opfer rechter Gewalt einzustellen.</p><p>Bereits im Vorfeld hatte die Dresdner Staatsanwaltschaft mit Repression auf die Mobilisierung eines breiten antifaschistischen und zivilgesellschaftlichen Bündnisses reagiert. Nach bundesweiten Durchsuchungen lies sie durch die Polizei <a href="http://www.addn.me/news/beschlagnahmungen-in-berlin-und-dresden/" target="_blank">Plakate beschlagnahmen</a>, die zur Teilnahme an den Massenblockaden aufgerufen hatten.</p><p>Das Bündnis &#8220;Nazifrei- Dresden stellt sich quer!“ hatte schon im März allen Personen, die von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden in Zusammenhang mit den Protesten gegen den Naziaufmarsch betroffenen sind, <a href="http://www.dresden-nazifrei.com/?p=1297" target="_blank">Unterstützung zugesichert</a>. Betroffene Personen können sich unter der folgenden Kontaktadresse an das Bündnis wenden: <a href="mailto:repression@dresden-nazifrei.com">repression@dresden-nazifrei.com</a>.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/immunitaet-von-bodo-ramelow-aufgehoben/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Hechtfest 2010</title><link>http://www.addn.me/freiraeume/hechtfest-2010/</link> <comments>http://www.addn.me/freiraeume/hechtfest-2010/#comments</comments> <pubDate>Fri, 27 Aug 2010 13:13:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Klara</dc:creator> <category><![CDATA[Freiräume]]></category> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[AZ Conni]]></category> <category><![CDATA[Hechtfest]]></category> <category><![CDATA[Hechtviertel]]></category> <category><![CDATA[Inseln im Hecht]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=8749</guid> <description><![CDATA[Vom 27.-29. August veranstaltet der Hechtviertel e.V. zusammen mit vielen Initiativen, Vereinen und Anwohnern das Hechtfest. Mit einem bunten Programm wird auch in diesem Jahr wieder einiges geboten. Die erst kürzlich eröffnete Galerie in der Rudolf-Leonhard Straße lädt am Freitag, dem 27. August um 19.00 Uhr, zu einer Vernissage ein. Die Wildsmile-Bühne im Parkgelände an [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.addn.me/uploads/hechtfest-2010.jpg" class="lightview" rel="gallery['8749']" title="Hechtfest 2010"><img class="alignleft size-full wp-image-8750" title="Hechtfest 2010" src="http://www.addn.me/uploads/hechtfest-2010-e1282913185105.jpg" alt="" width="150" height="211" /></a>Vom 27.-29. August veranstaltet der <a href="http://www.verein.hecht-viertel.de/">Hechtviertel e.V.</a> zusammen mit vielen Initiativen, Vereinen und Anwohnern das Hechtfest. Mit einem bunten <a href="http://www.hechtfest.hecht-viertel.de/plan.html">Programm</a> wird auch in diesem Jahr wieder einiges geboten. Die erst kürzlich eröffnete Galerie in der Rudolf-Leonhard Straße<a href="http://www.crockefeller.org/news/vernissage-27-august-2010-20-uhr/"> lädt am Freitag, dem 27. August um 19.00 Uhr, zu einer Vernissage ein</a>. Die <a href="http://www.wildsmile.de">Wildsmile</a>-Bühne im Parkgelände an der Rudolf-Leonhard Straße wird jeden Abend mit  Dub/Reggae/Dubstep DJs an den Start gehen, ebenso bietet das <a href="http://azconni.de/">Alternative Zentrum Conni</a> ein buntes Programm an allen Tagen an.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/freiraeume/hechtfest-2010/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>20 Jahre Bunte Republik Neustadt</title><link>http://www.addn.me/freiraeume/20-jahre-bunte-republik-neustadt/</link> <comments>http://www.addn.me/freiraeume/20-jahre-bunte-republik-neustadt/#comments</comments> <pubDate>Wed, 16 Jun 2010 01:01:41 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Freiräume]]></category> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[20 Jahre]]></category> <category><![CDATA[2010]]></category> <category><![CDATA[BRN]]></category> <category><![CDATA[Bunte Republik]]></category> <category><![CDATA[Neustadt]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=7850</guid> <description><![CDATA[Ab 18. Juni findet drei Tage lang in der Äußeren Neustadt das traditionelle Stadtteilfest “Bunte Republik Neustadt” statt. Vor genau 20 Jahren begann die Geschichte eines der erfolgreichsten und bekanntesten Stadtteilfeste im Osten der Republik mit inzwischen mehr als 150.000 Besucherinnen und Besuchern. In den folgenden Jahren wurde der Bereich zwischen der Bautzner Straße, der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.addn.me/uploads/bunterepublik.jpg" class="lightview" rel="gallery['7850']" title="Offizielles Wappen der Bunten Republik Neustadt"><img src="http://www.addn.me/uploads/bunterepublik-e1276646381534.jpg" alt="" title="Offizielles Wappen der Bunten Republik Neustadt" width="150" height="141" class="alignleft size-full wp-image-7851" /></a>Ab 18. Juni findet drei Tage lang in der Äußeren Neustadt das traditionelle Stadtteilfest “Bunte Republik Neustadt” statt.</p><p>Vor genau 20 Jahren begann die Geschichte eines der erfolgreichsten und bekanntesten Stadtteilfeste im Osten der Republik mit inzwischen mehr als 150.000 Besucherinnen und Besuchern. In den folgenden Jahren wurde der Bereich zwischen der Bautzner Straße, der Königsbrücker Straße, dem Bischofsweg und der Prießnitzstraße zum freien Territorium mit einer eigenen Währung erklärt. Eine zentrale Forderung der “ordentlichen provisorischen Regierung” unter dem Vorsitz eines “Monarchen ohne Geschäftsbereich” und Ministern für “Wehrkraftzerfetzung”, “Pfuinanzen und andere Kirchenfragen” war der Anschluss an den Vatikan, es wurde eine Regierungserklärung abgegeben und für den Zeitraum des Stadtteilfestes Dekrete erlassen. Das Symbol war ein Micky Maus-Kopf auf schwarz-rot-gelbem Hintergrund. Nach drei Jahren löste sich 1993 die “provisorische Regierung” wieder auf. <span id="more-7850"></span></p><p>Seit den schweren Ausschreitungen 2001 findet das Fest ohne Gesamtveranstalter statt. Dennoch wird das Fest vor allem von Menschen aus dem Stadtteil getragen. Mit den Jahren haben sich sowohl das Fest als auch viele der Veranstalterinnen und Veranstalter von der Idee eines Straßenfestes mit politischen Inhalten verabschiedet. Das Bild dominieren inzwischen vor allem Essens- und Bierstände. Darüber hinaus wird die Gegend weiträumig von der Polizei und dem Ordnungsamt abgeriegelt, um auf ein allgemeines Glasflaschenverbot zu achten (<a href='http://www.addn.me/uploads/Amtsblatt-23-2010.pdf'>Polizeiverordnung 2010 (S.12/13)</a>).</p><p>Neu in diesem Jahr ist ein so genannter <a href="http://dieneustadt.de/brn-pass/">Jubiläums-BRN-Pass</a>, um Teil der Bunten Republik zu werden. Ihr könnt den Pass am kommenden Wochenende im <a href="http://www.brn-lustgarten.de/">Lustgarten</a> oder im <a href="http://www.stadtteilhaus.de/">Stadtteihaus</a> ausgestellt bekommen.</p><p>Heute findet anlässlich der alljährlichen Diskussionen über die Zukunft des Festes <a href="http://scheune.org/index.php?va_id=5361">eine Podiumsdiskussion</a> im Kulturzentrum Scheune statt. Auf dem Podium sitzen:<br /> - Friederike Beier, Anwohnerin im Wohnprojekt Amselhof auf der Böhmischen Strasse<br /> - Ulla Wacker (<a href="http://www.stadtteilhaus.de/">Stadtteilhaus DD-Äußere Neustadt e.V.</a>)<br /> - Stefan Schulz, Gastronom (<a href="http://www.katysgarage.de/">Katy&#8217;s Garage</a> u. a.)<br /> - Mirko Sennewald (<a href="http://www.kulturaktiv.org/">Kultur Aktiv e.V.</a>)<br /> - Julius D. Skowronek (<a href="http://www.projekttheater.de/">projekttheater dresden e.V.</a>)<br /> - Melanie Gäbel, Filmemacherin<br /> - Magnus Hecht (<a href="http://www.scheune.org/">Scheune e.V.</a>)<br /> Moderiert wird die hoffentlich ertragreiche Veranstaltung von Torsten Preuß.</p><p>Hintergrund der Veranstaltung ist der Wandel der Bunten Republik. Während in den Anfangsjahren die Idee von einem Fest für die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels war, richtet es sich inzwischen vor allem an Menschen aus dem Umland. Am 26. Juni soll in einem Workshoptag in der Scheune noch einmal die diesjährige BRN ausgewertet und Ideen gesammelt werden.</p><p>Wer einen Eindruck vom ursprünglichen Charakter des Festes gewinnen möchte, dem sei ein Besuch der Martin-Luther-Straße, dem Martin-Luther Platz und insbesondere der Talstraße besonders in den Nachmittagsstunden oder aber ein Blick in die <a href="http://dieneustadt.de/BRN-Museum/galerie.php">Galerie des BRN-Museums</a> nahegelegt.</p><p>Das Programm des kommenden Wochenendes findet ihr auf der offiziell inoffiziellen Internetseite der Bunten Republik: <a href="http://www.bunterepublikneustadt.de/">bunterepublikneustadt.de</a></p><p>Impressionen vom letzten Jahr:</p><p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2Ri8hyzOWN0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/2Ri8hyzOWN0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/freiraeume/20-jahre-bunte-republik-neustadt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using apc
Page Caching using apc
Database Caching 27/64 queries in 0,324 seconds using apc
Object Caching 4034/4172 objects using apc

Served from: www.addn.me @ 2012-02-08 00:50:49 -->
