Am frühen Samstag Abend versammelten sich gestern auf dem Albertplatz knapp 1.000 feier- und tanzwütige Menschen. Mit einer Stunde Verspätung startete der Demonstrationszug und zog mit acht Soundsystemen durch das wie immer am Wochenende proppevolle Szeneviertel Äußere Neustadt. Begleitet von einem lockeren Spalier der eingesetzten Bundespolizei ging es nach einer großen Neustadtrunde über die Hoyerswerdaer Straße und die Carolabrücke auf die zu diesem Zeitpunkt bereits schlafende Altstadtseite. Im Gegensatz zur ersten Demonstration im Mai verhielt sich die Polizei sicherlich auch in Anbetracht der mehr als doppelten Anzahl an TeilnehmerInnen ausgesprochen zurückhaltend und versuchte nur sporadisch die Menschen auf das bestehende Glasflaschenverbot hinzuweisen. Nach einem Redebeitrag vor der Dresdner Synagoge, ging es über die Augustusbrücke zurück bis zum Neustädter Bahnhof, wo die Demonstration schließlich von den VeranstalterInnen um 1 Uhr aufgelöst wurde. Zu Zwischenfällen wie im Mai, als eine Gruppe von Nazis auf der Brühlschen Terrasse mit Hitlergrüßen und Flaschenwürfen provozierte, kam es bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Weiterlesen
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