Seit Jahren ist der Dresdner Tony Beger in verschiedenen Schnittstellen der Naziszene aktiv. Seine Sporen verdiente er sich dabei nicht nur im Umfeld der mittlerweile verbotenen SSS, sondern vorrangig durch seine Beteiligung an der Organisation und Durchführung von Konzerten mit einschlägigen Nazibands in Sachsen. Dabei trat er auch mehrfach als Veranstalter gegenüber der Polizei auf.
Wenn er nicht gerade in politischer Mission unterwegs ist, findet man Beger oft im Umfeld der gewaltbereiten Hooliganszene des ortsansässigen Fußballvereins Dynamo Dresden. Inzwischen scheint er in einer Mischszene aus Hooligans, Türstehern und Rockern ein zu Hause gefunden zu haben. Während er es in der Vergangenheit immer wieder geschafft hat, bei politisch motivierten Aktionen im Hintergrund zu bleiben, gelang ihm das in dieser Szene nicht so gut. Am 15. September musste sich Beger für mehrere Straftaten vor dem Amtsgericht in Dresden verantworten. Gemeinsam mit den beiden Freitalern Jarno Ebert und Sascha Neumann war er angeklagt, aus einer Gruppe heraus Landfriedensbruch begangen zu haben. Überschneidungen zwischen der Rocker -und Hooliganszene in Dresden sind schon seit Jahren fließend. Die im Mai 2002 in Dresden-Übigau eröffnete und nach antifaschistischen Protesten ein Jahr später wieder geschlossene Nazilocation Thor war zuvor Heimat des regionalen Ablegers des Motorradclubs Gremium MC gewesen. Weiterlesen