<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>Alternative Dresden News &#187; Nazis</title> <atom:link href="http://www.addn.me/tag/nazis/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.addn.me</link> <description>Nachrichtenportal für eine kritische Öffentlichkeit in Dresden und Umgebung mit Schwerpunkten auf Antifa, Nazis, Freiräumen, Kultur und Sozialem</description> <lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 16:00:23 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Antifaschismus ist eine Antwort</title><link>http://www.addn.me/antifa/antifaschismus-ist-eine-antwort/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/antifaschismus-ist-eine-antwort/#comments</comments> <pubDate>Sun, 15 Jan 2012 10:24:56 +0000</pubDate> <dc:creator>Klara</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Antifaschismus]]></category> <category><![CDATA[Die Unsterblichen]]></category> <category><![CDATA[Extremismus]]></category> <category><![CDATA[Hausdurchsuchung]]></category> <category><![CDATA[Markus Ulbig]]></category> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[NSU]]></category> <category><![CDATA[Repression]]></category> <category><![CDATA[Stanislaw Tillich]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14510</guid> <description><![CDATA[Seit Jahren gilt Sachsen als braune Hochburg der Bundesrepublik. Was in der Sächsischen Schweiz begann, hat sich mittlerweile im ganzen Freistaat etabliert. In nahezu allen Landstrichen existieren sowohl lose Strukturen von Nazis, als auch Parteistrukturen der NPD. Sachsen weist mittlerweile wie kein anderes Bundesland eine große Dichte an rechten Strukturen auf und in keinem anderen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahren gilt Sachsen als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zYyMx5woVVk" target="_blank">braune Hochburg der Bundesrepublik</a>. Was in der Sächsischen Schweiz begann, hat sich mittlerweile im ganzen Freistaat etabliert. In nahezu allen Landstrichen existieren sowohl lose Strukturen von Nazis, als auch Parteistrukturen der NPD. Sachsen weist mittlerweile wie kein anderes Bundesland eine große Dichte an rechten Strukturen auf und in keinem anderen Bundesland können sich Nazis so frei bewegen und ihr menschenverachtendes Weltbild ausleben, wie hier. Wer sich gegen diese Zustände zur Wehr setzt gilt allzuoft als &#8220;Nestbeschmutzer&#8221;, wird isoliert oder im schlimmsten Fall mit Repression mundtot gemacht. Die Antworten der Landesregierung auf politische Entwicklungen enden meist dank der <a href="http://www.addn.me/antifa/was-ist-extremismus/" target="_blank">Extremismustheorie</a> bei einer Gleichsetzung von &#8220;Rechtsextremismus&#8221; und Antifaschismus. <span id="more-14510"></span></p><p>Aus der Politik kommen erneut Verlautbarungen, die erkennen lassen, wie sehr sich die Diskussion über einen geeigneten Umgang mit Nazis oder was darunter verstanden wird, in Zukunft gestalten soll. So äußerte sich der Sächsische Innenminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Ulbig" target="_blank">Markus Ulbig</a> (CDU) <a href="http://www.youtube.com/watch?v=AXij74X0dA8" target="_blank">in einer Videobotschaft</a> zum Thema Rechtsextremismus. Höhepunkt des anderthalb-minütigen Videos des Freistaat Sachsens war ein Kommentar Ulbigs zum Thema Antifaschismus, der seiner Meinung nach &#8220;nicht die richtige Antwort&#8221; auf &#8220;Rechtsextremismus&#8221; sei. Sein Plädoyer für Demokratie und eine &#8220;Auseinandersetzung aus der Mitte der Gesellschaft heraus&#8221; zeigt einmal mehr, wie sehr konservative Kreise in Sachsen versuchen, politisches Engagement aber auch historische Tatsachen zu negieren, um in der Bevölkerung das Bild eines autoritären Staats- und Demokratieverständnisses zu festigen. Als Reaktion auf den in zahlreichen Internetseiten <a href="http://www.flurfunk-dresden.de/2012/01/12/neue-dialog-plattform-deutliche-kritik-am-ulbig-video/" target="_blank">zum Teil scharf kritisierten Kommentar</a> zum Antifaschismus antwortete der ehemalige Bürgermeister der Kleinstadt Pirna <a href="http://www.mdr.de/sachsen/ulbig106_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html" target="_blank">gegenüber dem MDR</a> mit dem Wunsch nach einem &#8220;Schulterschluss&#8221; aller demokratischen Kräfte. Hintergrund für das Video ist ein Versuch des Freistaats, mit seinen Bürgerinnen und Bürgern über eine eigens <a href="http://www.dialog.sachsen.de/" target="_blank">dafür eingerichtete Internetseite</a> in einen Dialog zu treten. Der rechtspolitische Sprecher der Linken in Sachsen, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rico_Gebhardt" target="_blank">Rico Gebhardt</a>, <a href="http://rico.linkeblogs.de/2012/01/ulbigs-gegensatz-von-antifaschismus-und-demokratie-ist-unverschamtheit-ursache-des-versagens-gegen-nazi-terror/" target="_blank">kritisierte</a> den Kommentar des Innenministers als &#8220;unverschämt&#8221; und erinnerte daran, dass sich in Sachsen gerade die &#8220;Mitte der Gesellschaft&#8221; leider schon mit so genannten &#8220;national befreiten Zonen“ abgefunden hätte, &#8220;in denen alle vermeintlich fremd oder anders Aussehenden Angst um Leib und Leben haben müssen&#8221;.</p><p><div class="infobox infobox-left"><div class="infobox-title">Lesenswert</div><div class="infobox-entry"><a href="http://linksextremismus.wordpress.com/2012/01/12/skurril-bis-pietatlos-pr-offensive-der-sachsischen-staatsregierung/" target="_blank">Skurril bis pietätlos: PR-Offensive der sächsischen Staatsregierung</a></div></div>Das Video scheint jedoch auch eine Konsequenz aus dem seit Anfang November präsenter gewordenen Thema des &#8220;rechten Terrors&#8221; zu sein. Während im benachbarten Thüringen innerhalb kürzester Zeit eine Sonderkomission zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistischer_Untergrund" target="_blank">&#8220;Nationalsozialistischen Untergrund&#8221;</a> (NSU) <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/thueringer-verfassungsschutz-kommission-legt-zwischenbericht-zu-neonazi-ermittlungen-vor-1771385.html" target="_blank">einberufen worden ist</a>, die zum Ziel hat die vielen offenen Fragen des Verschwindens und Untertauchens der NaziterroristInnen und den Zusammenhang mit der Arbeit des Verfassungsschutzes näher zu beleuchten. Dass die TerroristInnen seit mindestens 10 Jahren in Sachsen wohnten, Banken überfielen und von Chemnitz und Zwickau vermutlich ihre Anschläge unerkannt vorbereiten konnten, nahm sowohl Innenminister Ulbig als auch Sachsens Ministerpräsident <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw_Tillich" target="_blank">Stanislaw Tillich</a> (CDU) bisher nicht zum Anlass zu reagieren. Stattdessen startete Ulbig mit einem fragwürdigem Video zum Thema “Sachsen ist keine Heimat für Nazis. Was können wir gemeinsam tun?&#8221; einen Online-Dialog ohne dabei auf das jahrelange Versagen demokratischer Kontrollinstanzen wie des Verfassungsschutzes und polizeilicher Ermittlungsarbeit eingehen zu müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet <a href="http://www.addn.me/nazis/razzia-gegen-braune-unsterbliche/" target="_blank">eine bundesweite Razzia</a> am Donnerstag gegen mutmaßliche Unterstützerinnen und Unterstützer rechter Versammlungen als Propaganda dafür herhalten muss, dass die Polizei des Freistaats aktiv gegen die Naziszene vorgeht, um damit &#8220;ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Aktionsformen&#8221; zu setzen. Bei der mehrstündigen Aktion waren <a href="http://www.polizei.sachsen.de/lka/4599.htm" target="_blank">nach Angaben des LKA Sachsens</a> mehrere hundert Fackeln, Masken und Computertechnik beschlagnahmt worden.</p><p>Medial gut aufbereitet:<br /><a href='http://www.addn.me/uploads/2012/01/Bild5.jpg' class="lightview" rel="gallery['14510']" title='Beschlagnahmte Waffen'><img width="150" height="150" src="http://www.addn.me/uploads/2012/01/Bild5-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Beschlagnahmte Waffen" title="Beschlagnahmte Waffen" /></a> <a href='http://www.addn.me/uploads/2012/01/Bild353193890625.jpg' class="lightview" rel="gallery['14510']" title='Beschlagnahmte Aufkleber'><img width="150" height="150" src="http://www.addn.me/uploads/2012/01/Bild353193890625-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Beschlagnahmte Aufkleber" title="Beschlagnahmte Aufkleber" /></a> <a href='http://www.addn.me/uploads/2012/01/Bild25327109375.jpg' class="lightview" rel="gallery['14510']" title='Beschlagnahmte Masken und Fackeln'><img width="150" height="150" src="http://www.addn.me/uploads/2012/01/Bild25327109375-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Beschlagnahmte Masken und Fackeln" title="Beschlagnahmte Masken und Fackeln" /></a> <br /> Quelle: LKA Sachsen</p><p><a href="http://www.addn.me/uploads/2012/01/wir-haben-doch-von-nichts-gewusst.jpg" class="lightview" rel="gallery['14510']" title="Stein des Anstoßes: Dieser Aufkleber erregt die Gemüter in der Stadt"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14543" title="Stein des Anstoßes: Dieser Aufkleber erregt die Gemüter in der Stadt" src="http://www.addn.me/uploads/2012/01/wir-haben-doch-von-nichts-gewusst-150x150.jpg" alt="Stein des Anstoßes: Dieser Aufkleber erregt die Gemüter in der Stadt" width="150" height="150" /></a>Diffamierung der Menschenkette? Ein Motiv <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/politik/detail/-/specific/Saebelrasseln-in-Dresden-Schmaeh-Aufkleber-diffamiert-Menschenkette-Stadt-will-klagen-4144757710" target="_blank">erregt derzeit die Gemüter</a> in der Stadt. Stein des Anstoßes ist ein Aufkleber aus Antifakreisen, der das Plakat welches für die Menschenkette im Februar werben soll, mit den Worten &#8220;13. Februar 2012, Rumstehen, wegsehen! Komm reih dich ein!&#8221; in altdeutscher Schrift versucht zu karikieren. Die Stadt reagierte empört und kündigte eine Urheberrechtsklage an. Auf dem Aufkleber sind neben unbekannten Bürgerinnen und Bürgern auch Holger Apfel, Erika Steinbach, Joseph Goebbels und Thilo Sarrazin in der Menschenkette zu sehen. Doch nicht nur ein in der Stadt verklebter Aufkleber sorgt für Empörung. So soll darüber hinaus in <a href="http://de.indymedia.org/2011/12/322210.shtml" target="_blank">einem Artikel der linken Internetplattform &#8220;Indymedia&#8221;</a> ein Richter als &#8220;Nazi&#8221; <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2962956" target="_blank">beleidigt worden sein</a>. Außerdem hätten Unbekannte ein Foto des Amtsrichters veröffentlicht, der Ende Dezember einen Studenten wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz zu einer Geldstrafe von insgesamt 300 Euro verurteilt hatte. Der Richter hatte sein Urteil damit begründet, dass Nazis in Deutschland eine &#8220;schützenswerte Minderheit&#8221; darstellen und den Versuch eine von Gerichten bestätigte rechte Demonstration am 19. Februar in Dresden zu blockieren, <a href="http://www.addn.me/antifa/richter-bezeichnet-nazis-als-schuetzenswerte-minderheit/" target="_blank">mit einer Geldstrafe belegt</a>. Inzwischen ist jedoch unter dem Artikel bei Indymedia kein entsprechender Kommentar mehr zu finden.</p><p>Dieses immer wieder reflexhafte Verhalten der Sächsischen Justiz und politisch Verantwortlicher ist ein Beleg dafür, wie wenig sie selbst von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verinnerlicht haben. Anstatt Personen, Initiativen und Vereine zu unterstützen und zuzuhören, die sich seit Jahren mit den unschönen Seiten der Gesellschaft beschäftigen, werden diese immer wieder strukturell benachteiligt und in ihrer Arbeit behindert. Stattdessen werden Hausdurchsuchungen bei Nazis als &#8220;deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Aktionsformen&#8221; verkauft, während <a href="http://www.addn.me/nazis/samthandschuhe-fuer-rechte-schlaeger/">Prozesse gegen Nazis zum Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben</a> werden. Es wirkt insgesamt wenig glaubwürdig, dass der schwarz-gelben Landesregierung etwas an einer Lösung oder gar Auseinandersetzung mit den Ursachen des Naziproblems gelegen ist. Nicht Law and Order ist die Antwort auf rechte Gewalttaten und menschenfeindliche Einstellungen in der Bevölkerung, sondern die Wahrung von Grundrechten für Minderheiten, um damit eine gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu ermöglichen.</p><p>Spätestens der Fall der Nazimörderbande sollte gezeigt haben, dass es dringend einer organisierten antifaschistischen Intervention bedarf, um auf das eklatante Versagen auch demokratischer Kontrollinstanzen hinzuweisen und die richtigen Schlüsse für das eigene Verständnis von Antifaschismus als Bestandteil basisdemokratischer politischer Praxis zu ziehen. Es gilt immer wieder zu betonen, wie wichtig eine Kritik am Staat als Träger und Vermittler rassistischer Einstellungen in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft ist. Die fehlende Empathie mit Betroffenen diskriminierender Ausgrenzung muss und sollte dabei zu einem wichtigen Aspekt eigener Politik werden. Das häufig offen proklamierte demokratische Verständnis des Staates zeigt sich bei Fragen der Zuwanderung, in der Migrantinnen und Migranten vom Staat für politisch geführte Hetzkampagnen missbraucht und <a href="http://www.addn.me/news/abschiebungen-in-deutschland/" target="_blank">grundlegende Menschenrechte verwehrt werden</a>. Aus diesem Grund kann das Ergebnis eben immer nur lauten, dass Antifaschismus die notwendige Voraussetzung für Demokratie war und ist, aber zugleich auch die Antwort auf eine rassistische Standortpolitik eines sich immer deutlicher autoritär gebenden Staates sein muss.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/antifaschismus-ist-eine-antwort/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Filmkritik: Kriegerin</title><link>http://www.addn.me/kultur/filmkritik-kriegerin/</link> <comments>http://www.addn.me/kultur/filmkritik-kriegerin/#comments</comments> <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 18:53:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Danilo</dc:creator> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[Alina Levshin]]></category> <category><![CDATA[David Wnendt]]></category> <category><![CDATA[Die Kriegerin]]></category> <category><![CDATA[Filmkritik]]></category> <category><![CDATA[Gerdy Zint]]></category> <category><![CDATA[Klaus Manchen]]></category> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[Sayed Ahmad Wasil Mrowat]]></category> <category><![CDATA[Schauburg]]></category> <category><![CDATA[Sigrid Hunke]]></category> <category><![CDATA[Skinheads]]></category> <category><![CDATA[Stella Hähnel]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14454</guid> <description><![CDATA[Am 11. Januar 2012 hatte der Film Kriegerin, eine Abschlußarbeit der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) &#8220;Konrad Wolf&#8221; Potsdam-Babelsberg in Dresden Kinopremiere. Regisseur David Wnendt und einige Hauptdarsteller_innen u.a. Alina Levshin, Sayed Ahmad Wasil Mrowat, Gerdy Zint, Klaus Manchen bekamen den Roten Teppich vor der Schauburg ausgerollt. Es ist kein politischer Film, kein Film [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. Januar 2012 hatte der Film <a href="http://www.kriegerin-film.de/" target="_blank">Kriegerin</a>, eine Abschlußarbeit der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) &#8220;Konrad Wolf&#8221; Potsdam-Babelsberg in Dresden Kinopremiere. Regisseur <a href="http://www.imdb.de/name/nm1177494/" target="_blank">David Wnendt</a> und einige Hauptdarsteller_innen u.a. Alina Levshin, Sayed Ahmad Wasil Mrowat, Gerdy Zint, Klaus Manchen bekamen den Roten Teppich vor der Schauburg ausgerollt. Es ist kein politischer Film, kein Film über Skinheads, kein Film zur Asylrechtsdebatte, kein Film über Ostdeutschland, kein Jugendfilm sondern ein Film über Emazipation und Beziehungen vor dem Nazibackground provenzieller Enge oder dem, was sich Filmemacher so darunter vorstellen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alina_Levshin" target="_blank">Alina Levshin</a> ist eine grandiose Darstellerin und den Gang ins Kino wert. <span id="more-14454"></span></p><p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/mCWqSHr2QU0?rel=0" frameborder="0" width="480" height="355"></iframe></p><p>Es ist kein politischer Film, auch wenn Naziparolen gegröhlt werden und Führergrüße gezeigt werden. Politisch hätte der Film seine Szenbeschreibung entweder zeitlich genauer einordnen müssen oder sich einer konkreten Szenebeschreibung verpflichten müssen. Im Film wechseln sich Klischees und Aufklärungsattitüden ab. Da sind die &#8220;Brandenburger&#8221; Skinheads, Folkloristen mit Glatze und Thors Hammer um den Hals zu besichtigen, die gern das eine oder andere selbst gebastelte T-Shirt Message durch den Film tragen, wie: &#8220;Im Kampf gegen ein Scheiß System&#8221;.</p><p>Es ist kein Skinheadfilm, auch wenn die Oi Mugge vom Bühnenrand brüllt. Skinheads, auch gern mal als Bodensatz der Bewegung benannt oder als Dönerskins tituliert sind nicht typisch für die nationalsozialistische Bewegung. Warum Stiefelglatzentum immer noch ein tradierter Einstieg ist und die Glatze sich hartnäckig in den medialen Berichterstattungen hält, wieder allen besseren Wissens, dürfen die Zuschauer selbst erstreiten, ergrübeln, erfinden, mutmaßen usw..</p><p>Es ist kein Film über die skandalösen Entwicklungen aufgrund der Änderungen im deutschen Asylrechts. Die afghanischen Bewerber im Asylverfahren sind als Anlass und Bezugsmedium sicher konstruiert, aber das funktioniert mit einigen psychologischen Hintergrundwissen und Dank der Sozialraumbeschreibung Asylverfahren und überforderte Jugendhilfe gut. Wieder wird im Film ein weitere Geschichte angedeutet. Wir erfahren so gut wie nichts über die beiden Brüder, verbleiben also wie auch die Hauptheldin weitgehend im Ungewissen über das Schicksal und die Lebenswelt der Brüder. Für die Plausibilität Fluchthelfer zu organisieren braucht es die Akzeptanz durch die Zuschauer_innen. Dass die organisierte Naziszene mit anderen organisierten Szenen im regen Austausch steht. Drogen, Menschenhandel und Waffenschmuggel sind lohnende Geschäfte. Organisierte Kriminalität und organisierte Naziszenen können dabei durchaus Partner sein. Das wurde im Fall des Neonazis <a href="http://de.indymedia.org/2008/01/203999.shtml" target="_blank">Sebastian Seemann</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blood_and_Honour" target="_blank">Blood and Honour</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Combat_18" target="_blank">Combat 18</a> Konzertveranstalter) auch medial sichtbar. Gleichermaßen war der V-Mann Seemann aber auch Waffenhändler und Drogendealer. Dass solche Strukturen Informationen tauschen und gegen Bezahlung oder Vorteilsgewährung miteinander kooperieren, ist durchaus auch in Fragen einer Fluchthilfe vorstellbar.</p><p>Es ist kein Fim über Ostdeutschland, auch wenn die vorwiegende Sprachfärbung ostdeutsch ist. Tristesse reicht nicht für die Erklärung der lokalen Verankerung von Nazigruppierungen, erklärt in keiner Weise wie die überregionale Vernetzung erfolgreich als Reflexionsfläche und Informationsforum funktioniert und kann die Wahlerfolge der NPD und deren Auftreten als parteipolitischen Arm einer breit aufgestellten sozialen Bewegung mit nationalsozialistischem Programm nicht aufzeigen. Nationalsozialismus ist nicht die Lehre vom Bösen, sie ist keine Karikatur. Natinalsozialismus hat eine ungebrochene Tradierung durch alle Bevölkerungsteile in den beiden deutschen Nachfolgestaaten des NS-Staates. Der aus dem nationalen Überlegenheitsgefühl resultierende Rassismus und seine Spiegelung als Begründungszusammenhang für eben diese nationale Überhöhung reicht bis zur Patriotismusdebatte in Teilen der sächsischen CDU. Hier lässt der Film eine große Lücke und verdunkelt mehr, als er für ein Verständnis für diese gesellschaftspolitische Entwicklung erhellt.</p><p>Es ist kein Jugendfilm, auch wenn jugendliche Subkulturen in einer Peergroup zusammengefasst werden. Es ist ein hoher Anspruch der Filmemacher Rechtsextremismus als ein weit mehr als in der Jugend verbreitetes Phänomen zu zeigen. Wir sehen im Film eine Freizeitgruppe, einen eventuell verbotene Betäubungsmittel Konsumierenden und Jugendliche, die dem koksenden Markus helfen den Glatzkopf Sandro zusammenzuschlagen. Leider erzählt uns der Film nicht, wer eigentlich wer ist und warum. Der Drogenmissbrauch wird ebenso nebenher fotografiert, wie der gehbehinderte Vater von Markus, der sein Unverständnis über die politischen Ansichten seines Sohnes beklagt was beim Premierenpublikum Heiterkeit erweckte, obwohl der Vater von Markus doch noch immer Marxist wäre. Wir müssen die Zusammenhänge vermuten, Ursachen konstruieren, unsere Klischees und Erfahrungen über triste provenzielle Lebenswelten und Sozialräume der im Film dargestellten Jugendlichen schon selbst bemühen.<br /> Wir sehen weiterhin zwei Elternhäuser und die traumatisierte Mutter der Hauptheldin Marissa. Die Zuschauer_innen bekommen Augenblicke im Handeln eines sadistischen Stiefvaters und einer erziehungsschwachen Mutter beim pubertären Ablösungsprozess von deren Erziehungsgegenstand und Hauptheldin Swenja dargestellt. Erziehungsschwierigkeiten, Eltern mit Kindern die sich in Naziszenen orientieren, auch hier eine durchaus spannende Geschichte, die leider nicht erzählt wird.</p><p>Es ist ein Film über eine junge Frau und ihre Emanzipation gegenüber ihrem Großvater und dem Geliebten. Die politischen Anklänge und Anleihen aus dem Spektrum der Nazibewegung bilden den Background für die Geschichte. Die glaubhafte und intensive Spielweise von Alina Levshin als Marisa lässt uns die spontanen und abrupten Entscheidungen einer subkulturell sich exponierenden jungen Frau miterleben. Die Emanzipation gegenüber dem Großvater glaubt sie mit ihrer Radikalität zu entsprechen. Der Großvater, sehr überzeugend von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Manchen" target="_blank">Klaus Manchen</a> gespielt, entlässt aber seine Enkelin nicht. Sie wird immer seine Enkelin bleiben, sein kleines Mädchen. Wenn sie es hören will, nennt er sie auch Kriegerin. Er ist im Kontrast zu seinen Erinnerungstiraden an eigens begangene Untaten unerträglich zärtlich zu Marissa.</p><p>Sandro, den der Berliner Schauspieler <a href="http://www.imdb.com/name/nm2083561/" target="_blank">Gerdy Zint</a> mit sehr viel Körperlichkeit agierend spielt, lässt seine Partnerin Marisa nicht auf Augenhöhe kommen. Sie bleibt ihm Sexualobjekt und Bewunderin seiner selbst. Seine verletzte Eitelkeit als zurückgewiesener Verführer und sein verletztes Ego als er von ihr in einem Racheakt zusammengeschlagen wird, reichen als Abnabelung, emanzipieren kann sich Marisa Sandro gegenüber nicht. Sie bekommt letztlich keine Gelegenheit dazu. Anders als diejenigen Frauen, die 2000 den Skingirl Freundeskreis selbst auflösten und heute zum Beispiel NPD Parteiämter und Führungspositionen in der Freien Szene haben und sich also gegenüber den ehemaligen männlichen Peers durchgesetzt und sich über sie hinweggesetzt haben. Der Film hätte uns auch mit einer emanzipierten Marissa entlassen können, Marissa inmitten einer Demonstration von Autonomen Nationalisten, immer noch ideologisch entschieden, aber doch der Moderne nicht entkommen, wie so viele Frauen in der Nazibewegung. Der Film hätte Marisa auch in einen Prozess der Abkehr von der aktionsorientierten Szene schicken können, sie zur Mutter machen können, zur NPD Wahlkandidatin usw..</p><p>So bleibt die Rolle der Neuen Kriegerin bei Swenja, die von <a href="http://www.imdb.com/name/nm3436464/" target="_blank">Jella Haase</a> glaubhaft und sicher gespielt wird. Swenja fände sich ganz vorn bei den Aktionen und Demonstrationen heutiger Nazis. Sie trüge Zöpfe und in den Händen Kränze oder Transparente. Ihre Kameradinnen in der Realität haben die Bewegung längst erobert. Von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigrid_Hunke" target="_blank">Sigrid Hunke</a> bis zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stella_H%C3%A4hnel" target="_blank">Stella Hähnel</a>, von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doris_Zutt" target="_blank">Doris Zutt</a> bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gitta_Sch%C3%BC%C3%9Fler" target="_blank">Gitta Schüßler</a>, von Terror Mandy bis Beate Zschäpe finden wir auch in der Realität diese emanzipierten Kriegerinnen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/kultur/filmkritik-kriegerin/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Neue Durchsuchung nach Angriff auf Buchenwald-Seite</title><link>http://www.addn.me/lesenswert/neue-durchsuchung-nach-angriff-auf-buchenwald-seite/</link> <comments>http://www.addn.me/lesenswert/neue-durchsuchung-nach-angriff-auf-buchenwald-seite/#comments</comments> <pubDate>Tue, 10 Jan 2012 14:27:09 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Lesenswert]]></category> <category><![CDATA[Buchenwald]]></category> <category><![CDATA[Durchsuchung]]></category> <category><![CDATA[Gedenkstätte]]></category> <category><![CDATA[Hacker]]></category> <category><![CDATA[Hannes Grünseisen]]></category> <category><![CDATA[Mittelbau-Dora]]></category> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[Pirna]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14405</guid> <description><![CDATA[http://www.mdr.de/thueringen/gedenkstaettebuchenwald100.html]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Angriff mutmaßliche Neonazis auf die Internetseite der Gedenkstätte Buchenwald im Juli 2010 hat es eine zweite Durchsuchung gegeben.</p><p>Quelle: <a href="http://www.mdr.de/thueringen/gedenkstaettebuchenwald100.html" target="_blank">MDR Sachsen</a> (07.01.2012)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/lesenswert/neue-durchsuchung-nach-angriff-auf-buchenwald-seite/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Law and Order ist links</title><link>http://www.addn.me/lesenswert/law-and-order-ist-links/</link> <comments>http://www.addn.me/lesenswert/law-and-order-ist-links/#comments</comments> <pubDate>Wed, 04 Jan 2012 11:29:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Klara</dc:creator> <category><![CDATA[Lesenswert]]></category> <category><![CDATA[Law & Order]]></category> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[NSU]]></category> <category><![CDATA[Zwickau]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14368</guid> <description><![CDATA[http://taz.de/Gute-Vorsaetze-fuers-neue-Jahr/!84869/]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Horror des Jahres 2011: Die Entdeckung, dass eine neonazistische Bande zehn BürgerInnen ermordern konnte. Wie man dieses Gräuel wiedergutmacht? Geht nicht.</p><p>Quelle: <a href="http://taz.de/Gute-Vorsaetze-fuers-neue-Jahr/!84869/">taz </a>(04.01.2012)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/lesenswert/law-and-order-ist-links/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Rassistischer Übergriff nach Frei.Wild-Konzert</title><link>http://www.addn.me/nazis/rassistischer-uebergriff-nach-frei-wild-konzert/</link> <comments>http://www.addn.me/nazis/rassistischer-uebergriff-nach-frei-wild-konzert/#comments</comments> <pubDate>Sat, 31 Dec 2011 02:15:56 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[Cotta]]></category> <category><![CDATA[Frei.Wild]]></category> <category><![CDATA[Freiwild]]></category> <category><![CDATA[Hamburger Straße]]></category> <category><![CDATA[Übergriff]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14329</guid> <description><![CDATA[Wie die Dresdner Polizei berichtet, ist es am 29. Dezember nach einem Konzert der italienischen Deutschrockband Frei.Wild im Stadtteil Cotta zu einem rassistischen Übergriff auf eine 45jährige Frau gekommen. Nachdem sie am Nachtschalter einer Tankstelle von einem bisher unbekannten Mann wegen ihrer Hautfarbe beschimpft und angespuckt worden war, griffen im Anschluss daran mehrere Männer die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a href="http://www.polizei.sachsen.de/pd_dresden/6353.htm" target="_blank">Dresdner Polizei berichtet</a>, ist es am 29. Dezember nach einem Konzert der italienischen Deutschrockband <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frei.Wild" target="_blank">Frei.Wild</a> im Stadtteil Cotta zu einem rassistischen Übergriff auf eine 45jährige Frau gekommen. Nachdem sie am Nachtschalter einer Tankstelle von einem bisher unbekannten Mann wegen ihrer Hautfarbe beschimpft und angespuckt worden war, griffen im Anschluss daran mehrere Männer die Frau an und verletzten sie dabei leicht. Durch das Eingreifen mehrerer Zeugen die das Geschehen beobachtet hatten, konnte schließlich schlimmeres verhindert werden. Die Täter flüchteten im Anschluss nach Polizeiangaben mit einem in Halle zugelassenen BMW. Einer der Angreifer wurde von Zeugen als 25 bis 30 Jahre alter blonder Mann mit Brille beschrieben, der keinen &#8220;ortsüblichen&#8221; Dialekt gesprochen haben soll. <span id="more-14329"></span></p><p>Die mutmaßlichen Täter hatten scheinbar zuvor ein Konzert der Band Frei.Wild in der Messe <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2950282" target="_blank">besucht</a>. Obwohl sich die Südtiroler Gruppe in ihren Texten von linker und rechter Politik distanziert, finden sich in der Vergangenheit der Band mehr als deutliche Zeichen dafür, dass das früher nicht immer der Fall war. So sang Sänger Philipp Burger früher bei der inzwischen aufgelösten Rechtsrockband &#8220;Kaiserjäger&#8221;. Noch 2008 sollte die Band bei der &#8220;Freiheitlichen Rocknacht&#8221; auftreten, einem Konzert der Nachwuchsorganisation der rechten Südtiroler Partei &#8220;Die Freiheitlichen&#8221;, für die Burger selbst auch auf Bezirksebene aktiv gewesen ist. Mittlerweile füllt die Band in Deutschland Konzerthallen mit mehreren tausend Menschen, Höhepunkt war sicherlich ein Auftritt der Gruppe im Juni 2010, als sie auf dem FIFA-Fanfest in Berlin anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika vor fast 500.000 Menschen spielten.</p><p>Lesenswerter Artikel dazu: <a href="http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/89/freiwild.php" target="_blank">»Frei.Wild«: Zwischen Kitsch und Subkultur</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/nazis/rassistischer-uebergriff-nach-frei-wild-konzert/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Rechte Parolen bei Schlägerei in Reick</title><link>http://www.addn.me/nazis/rechte-parolen-bei-schlaegerei-in-reick/</link> <comments>http://www.addn.me/nazis/rechte-parolen-bei-schlaegerei-in-reick/#comments</comments> <pubDate>Mon, 19 Dec 2011 12:40:04 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[Landfriedensbruch]]></category> <category><![CDATA[Lohrmannstraße]]></category> <category><![CDATA[Polizei]]></category> <category><![CDATA[Reick]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14263</guid> <description><![CDATA[Wie die Dresdner Polizei berichtet, wurden am frühen Freitagmorgen in Reick neun Personen wegen des Verdachts auf &#8220;Landfriedensbruch&#8221; festgenommen. Die zwischen 16 und 22 Jahren alten jungen Männer sollen zuvor im Bereich der Lohrmannstraße Einsatzkräfte angegriffen und dabei wie die Sächsische Zeitung berichtet, mehrfach rechte Parolen gerufen haben. Nachdem aus einer Gruppe von ca. 15 [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a href="http://www.polizei.sachsen.de/pd_dresden/6337.htm" target="_blank">Dresdner Polizei berichtet</a>, wurden am frühen Freitagmorgen in Reick neun Personen wegen des Verdachts auf &#8220;Landfriedensbruch&#8221; festgenommen. Die zwischen 16 und 22 Jahren alten jungen Männer sollen zuvor im Bereich der Lohrmannstraße Einsatzkräfte angegriffen und dabei <a href="http://www.sz-online.de/Nachrichten/Dresden/Rechtsextreme_greifen_Polizisten_an/articleid-2940480" target="_blank">wie die Sächsische Zeitung berichtet</a>, mehrfach rechte Parolen gerufen haben. Nachdem aus einer Gruppe von ca. 15 Personen heraus die Streifenwagenbesatzung mit Verkehrsschildern einer nahegelegenen Baustelle beworfen wurde, konnten hinzugezogene Polizeibeamte neun der nach Polizeiangaben aggressiven und alkoholisierten Männer vor Ort festgenommen werden. Bei der Festnahme soll sich ein 20jähriger Mann gewehrt und dabei zwei der eingesetzten Beamten leicht verletzt haben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/nazis/rechte-parolen-bei-schlaegerei-in-reick/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Terroreinsatz im Weihnachtsland</title><link>http://www.addn.me/lesenswert/terroreinsatz-im-weihnachtsland/</link> <comments>http://www.addn.me/lesenswert/terroreinsatz-im-weihnachtsland/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 12:40:54 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Lesenswert]]></category> <category><![CDATA[Johanngeorgenstadt]]></category> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[NSU]]></category> <category><![CDATA[Terrorismus]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14194</guid> <description><![CDATA[http://www.sz-online.de/Nachrichten/Politik/Terroreinsatz_im_Weihnachtsland/articleid-2935505]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mitten im Advent haben die Ermittler im erzgebirgischen Johanngeorgenstadt den vierten mutmaßlichen Helfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ festgenommen.</p><p>Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/Nachrichten/Politik/Terroreinsatz_im_Weihnachtsland/articleid-2935505" target="_blank">Sächsische Zeitung</a> (12.12.2011)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/lesenswert/terroreinsatz-im-weihnachtsland/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Demonstration gegen rechten Terror in Leipzig</title><link>http://www.addn.me/antifa/demonstration-gegen-rechten-terror-in-leipzig/</link> <comments>http://www.addn.me/antifa/demonstration-gegen-rechten-terror-in-leipzig/#comments</comments> <pubDate>Tue, 29 Nov 2011 12:52:09 +0000</pubDate> <dc:creator>Klara</dc:creator> <category><![CDATA[Antifa]]></category> <category><![CDATA[Freiräume]]></category> <category><![CDATA[Blue Caps]]></category> <category><![CDATA[Burkhard Jung]]></category> <category><![CDATA[Demonstration]]></category> <category><![CDATA[Fence Off]]></category> <category><![CDATA[Freie Kräfte]]></category> <category><![CDATA[JN]]></category> <category><![CDATA[Karl-Heinz Hoffmann]]></category> <category><![CDATA[Leipzig]]></category> <category><![CDATA[Lindenau]]></category> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[NPD]]></category> <category><![CDATA[O8]]></category> <category><![CDATA[Odermannstraße]]></category> <category><![CDATA[Rechtsterrorismus]]></category> <category><![CDATA[Winfried Petzold]]></category> <category><![CDATA[Zwickauer Zelle]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14117</guid> <description><![CDATA[Am Samstag demonstrierten erneut über 700 Antifaschistinnen und Antifaschisten gegen das NPD-Büro im Leipziger Stadtteil Lindenau. Unter dem Motto &#8220;Nazis entwaffnen: Rechten Terror bekämpfen, &#8216;Freies Netz&#8217; zerschlagen&#8221; sollte einmal mehr verdeutlicht werden, dass rechter Terror nicht mit der &#8220;Zwickauer Zelle&#8221; begonnen hatte, sondern schon seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik präsent ist. An diesem Tag wollte [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag demonstrierten erneut über 700 Antifaschistinnen und Antifaschisten gegen das NPD-Büro im Leipziger Stadtteil Lindenau. Unter dem Motto <a href="http://www.fenceoff.org/?page_id=1350" target="_blank">&#8220;Nazis entwaffnen: Rechten Terror bekämpfen, &#8216;Freies Netz&#8217; zerschlagen&#8221;</a> sollte einmal mehr verdeutlicht werden, dass rechter Terror nicht mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistischer_Untergrund" target="_blank">&#8220;Zwickauer Zelle&#8221;</a> begonnen hatte, sondern schon seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik präsent ist. An diesem Tag wollte der Führer der größten deutschen Wehrsportgruppe, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Hoffmann_(Neonazi)" target="_blank">Karl-Heinz Hoffmann</a>, über sein Leben und Handeln in dem Nazizentrum in der Odermannstraße referieren. Im letzten Moment und wahrscheinlich wegen der anhaltenden Debatten über Rechtsterrorismus und NPD-Verbot wurde die Veranstaltung kurzfristig abgesagt.<span id="more-14117"></span></p><p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/32740270?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="480" height="270"></iframe></p><p>Neben der antifaschistischen Demonstration organisierte der Verein &#8220;Erich-Zeigner-Haus e.V.&#8221; eine Kundgebung in der Odermannstraße, auf der u.a. der Leipziger Oberbürgermeister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burkhard_Jung" target="_blank">Burkhard Jung</a> (SPD) einen Redebeitrag hielt. An der Kundgebung beteiligten sich ungefähr 100 Menschen.</p><p>Die Kampagne <a href="http://www.fenceoff.org/" target="_blank">&#8220;Fence Off&#8221;</a> organisierte bereits Ende September eine <a href="http://www.addn.me/antifa/leipzig-forderung-nach-schliesung-des-nationalen-zentrums-nachdruck-verliehen/">Demonstration gegen das Nazizentrum in Leipzig</a>. Der Forderung nach Schließung des Objektes schlossen sich über 2.000 Menschen an. Vor dem Abgeordnetenbüro eskalierte kurzzeitig die Situation, nachdem mehrere Knallkörper und pyrotechnische Erzeugnisse über den Zaun in den Innenhof geworfen worden waren. Die Polizei nahm daraufhin fünf Personen vorläufig fest.</p><p>In dem Objekt in der Odermannstraße 8, welches vom NPD-Landtagsabgeordneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Petzold" target="_blank">Winfried Petzold</a> angemietet wurde, fanden in der Vergangenheit dutzende Vortragsveranstaltungen, Vernetzungstreffen, Konzerte oder Kampfsporttrainings statt. Sowohl die &#8220;Freien Kräfte&#8221; als auch die rechte Hooligangruppierung &#8220;Blue Caps&#8221; nutzten das Objekt als Veranstaltungsort. Ende September <a href="http://de.indymedia.org/2011/10/318689.shtml" target="_blank">kündigte</a> der Vermieter einen rechten Tarnverein &#8220;Kulturverein Leipzig-West e.V.&#8221; den Mietvertrag. Hinter dem Verein standen vor allem Nazis aus dem Spektrum der so genannten &#8220;Freien Kräfte&#8221;.</p><p>Seit fast genau drei Jahren konnten sich somit Nazistrukturen in der Region verfestigen und überregional vernetzen. Jüngst sorgte eine <a href="http://gamma.noblogs.org/fn-leaks" target="_blank">Veröffentlichung</a> interner Daten des &#8220;Freien Netzes&#8221; für Aufsehen, aus denen deutlich wurde, dass Nazis aus den Reihen der NPD über den Reservistenverband der Bundeswehr <a href="http://www.kerstin-koeditz.de/blog/2011/10/npd-kader-bewaffnen-sich-bundeswehr-reservistenverband-mit-aufbauhilfe-l-iz-6-10-2011/" target="_blank">jahrelang legal an Schußwaffen gelangen konnten</a>. Durch den Druck der Öffentlichkeit im Zuge des Bekanntwerdens der Terrorzelle aus Zwickau hat der Verband schließlich reagiert und <a href="http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/leipziger-npd-funktionaere-nach-neonazi-mordserie-aus-reservistenverband-ausgeschlossen/r-mitteldeutschland-a-114661.html" target="_blank">mehrere NPD-Mitglieder ausgeschlossen</a>.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/antifa/demonstration-gegen-rechten-terror-in-leipzig/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Neonazi in Kasseler CDU</title><link>http://www.addn.me/lesenswert/neonazi-in-kasseler-cdu/</link> <comments>http://www.addn.me/lesenswert/neonazi-in-kasseler-cdu/#comments</comments> <pubDate>Mon, 28 Nov 2011 09:46:35 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Lesenswert]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Daniel Budze]]></category> <category><![CDATA[Daniel Budzynski]]></category> <category><![CDATA[Eva Kühne-Hörmann]]></category> <category><![CDATA[Freier Widerstand Kassel]]></category> <category><![CDATA[Kassel]]></category> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[NSU]]></category> <category><![CDATA[Stefan Weidelich]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14114</guid> <description><![CDATA[http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36086&#038;key=standard_document_43246158]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Schriftführer des CDU-Stadtbezirksverbands Kassel-Nord ist nach Informationen des hr-fernsehens Mitglied einer rechtsextremen Vereinigung &#8211; ausgerechnet in dem Stadtteil, in dem es zu einem der rechtsterroristischen Morde kam.</p><p>Quelle: <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36086&#038;key=standard_document_43246158">Hessischer Rundfunk</a> (28.11.2011)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/lesenswert/neonazi-in-kasseler-cdu/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Terrorrazzia auch in Dresden</title><link>http://www.addn.me/nazis/terrorrazzia-auch-in-dresden/</link> <comments>http://www.addn.me/nazis/terrorrazzia-auch-in-dresden/#comments</comments> <pubDate>Fri, 25 Nov 2011 02:19:46 +0000</pubDate> <dc:creator>Paul</dc:creator> <category><![CDATA[Nazis]]></category> <category><![CDATA[André Eminger]]></category> <category><![CDATA[GSG 9]]></category> <category><![CDATA[Hausdurchsuchung]]></category> <category><![CDATA[Maik Eminger]]></category> <category><![CDATA[Max Florian Burghardt]]></category> <category><![CDATA[NSU]]></category> <category><![CDATA[Susann Eminger]]></category> <category><![CDATA[Terrorismus]]></category> <category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category> <category><![CDATA[Zwickau]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.addn.me/?p=14084</guid> <description><![CDATA[Im Zuge der bundesweiten Durchsuchungen gegen mutmaßliche Unterstützer der rechten Terrorgruppe &#8220;NSU&#8221; kam es heute auch in Dresden zu einer Hausdurchsuchung durch Spezialisten des Bundeskriminalamtes. Ziel der Aktion war eine Wohnung von Max Florian Burghardt auf der Förstereistraße in der Äußeren Neustadt. Damit verdichten sich die Hinweise darauf, dass Sachsen eine zentrale Rolle als Rückzugsraum [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der<a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,799624,00.html" target="_blank"> bundesweiten Durchsuchungen</a> gegen mutmaßliche Unterstützer der rechten Terrorgruppe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistischer_Untergrund" target="_blank">&#8220;NSU&#8221;</a> kam es heute auch in Dresden zu einer Hausdurchsuchung durch Spezialisten des Bundeskriminalamtes. Ziel der Aktion war eine Wohnung von Max Florian Burghardt <a href="http://www.radiodresden.de/nachrichten/bka-razzia-suche-nach-unterstuetzern-rechter-terrorzelle-493503/" target="_blank">auf der Förstereistraße</a> in der Äußeren Neustadt. Damit verdichten sich die Hinweise darauf, dass Sachsen eine zentrale Rolle als Rückzugsraum der Terrorgruppe gedient hat. <span id="more-14084"></span></p><p>Bei den Durchsuchungen war am Donnerstag im brandenburgischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlenflie%C3%9F" target="_blank">Mühlenfließ</a> der 32jährige <a href="http://de.indymedia.org/2008/09/226027.shtml" target="_blank">André Eminger</a> mit Hilfe der Anti-Terror-Einheit GSG 9 festgenommen worden. Seit 2003 soll Eminger nach Ansicht der Bundesanwaltschaft <a href="http://dokmz.wordpress.com/2011/11/24/die-spur-des-vierten-mannes-von-der-brigade-ost/" target="_blank">in engem Kontakt</a> mit dem Zwickauer Trio gestanden haben. Er stammt ebenso wie zahlreiche weitere mutmaßliche Terrorhelfer aus Johanngeorgenstadt, lebt jedoch schon seit längerer Zeit mit seiner Frau Susann im westsächsischen Zwickau. Bis vor wenigen Tagen war Eminger Besitzer des rechten Szeneladens &#8220;Caput Mortuum&#8221; in Zwickau und soll bis mindestens 2009 nach <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/zwickauer-terrorzelle-video-tueftler-im-ermittlerfokus-1752875.html" target="_blank">Recherchen des Nachrichtenmagazins &#8220;Stern&#8221;</a> auch die Videoproduktionsfirma &#8220;Aemedig&#8221; betrieben haben, von der in den Trümmern der von Beate Zschäpe zerstörten Wohnung Ermittler einen Flyer gefunden haben sollen.</p><p>André Eminger war gestern in den frühen Morgenstunden in der Wohnung seines Bruders Maik im Landkreis Potsdam-Mittelmark festgenommen und mit dem Hubschrauber direkt nach Karlsruhe geflogen worden. Gegen ihn wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Sein Bruder tauchte im brandenburgischen Verfassungsschutzbericht von 2010 als &#8220;Stützpunkt&#8221;-Vertreter der NPD-Jugendorganisation JN auf und war in der Vergangenheit Mitglied des 2006 verbotenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bewegung_Neue_Ordnung#Schutzbund_Deutschland" target="_blank">&#8220;Schutzbundes Deutschland&#8221;</a>.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.addn.me/nazis/terrorrazzia-auch-in-dresden/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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