Alle Artikel zum Thema: TU Dresden

News

Stadt ruft erneut zur Menschenkette auf

Die Menschenkette als Symbol Dresdner Erinnerungskultur (Quelle: flickr.com/photos/realname/)

Während das Bündnis “Dresden Nazifrei” bereits im November mit der Mobilisierung für Aktionen gegen den Naziaufmarsch im kommenden Jahr begonnen und ihren Aufruf veröffentlicht hatte, zog die Stadt gestern nach. Die 2009 von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) gegründete städtische Arbeitsgruppe kündigte an, auch 2014 zu einer Menschenkette am 13. Februar zu mobilisieren. Die von Hans Müller-Steinhagen, dem Rektor der Technischen Universität Dresden angemeldete Menschenkette sei, so Orosz in einer Mitteilung der Stadt, inzwischen “zum festen Bestandteil unserer Erinnerungskultur geworden” und diene dabei als “starkes Symbol” gegen “alle Versuche, den 13. Februar zu missbrauchen”. Gleichzeitig sei sie “ein Ausdruck der Verbundenheit vieler engagierter Menschen und Gruppen in unserer Stadt”. Weiterlesen

Freiräume

Kritischer Lesekreis im Wintersemester

Kritik am kapitalistischen Staat? (Quelle: flickr.com/photos/barcoder/)

Zum nunmehr schon dritten Semester in Folge veranstaltet das “Netzwerk Theorie und Kritik” auch im Wintersemester 2013/2014 einen kritischen Lesekreis an der TU Dresden. Dabei soll sich in mehreren Veranstaltungen mit der “Kritik des kapitalistischen Staates” auseinandergesetzt werden, um damit eine Perspektive für eine freie und selbstverwaltete Gesellschaft zu schaffen. Als Ausgangspunkt für die Veranstaltungen dient dazu die Staatskritik von Karl Marx in seiner berühmten Schrift “Zur Judenfrage” (1844), in der er den Staat als “bürgerliche Allgemeinheit” dargestellt hat, die es zu überwinden gilt: Weiterlesen

Kultur

Umundu Festival 2013

5. Umundu Festival in Dresden

Zum nun schon fünften Mal wird am Donnerstag das Festival zum global nachhaltigen Konsum der Umundu-Initiative in Zusammenarbeit mit dem Sukuma arts e. V. eröffnet. Bis zum 19. Oktober wird es überall in der Stadt zahlreiche Veranstaltungen geben, die sich in diesem Jahr vor allem mit dem Thema “Gemeingüter” und ihrem Einfluss auf nachhaltige Entwicklung beschäftigen sollen. Dazu wird es neben Diskussionsveranstaltungen, Workshops und Vorträgen auch etliche Filme und insgesamt vier Ausstellungen zu sehen geben. Für einen Besuch der Workshops empfiehlt es sich, zuvor die Informationen in den Veranstaltungsankündigungen des umfangreichen Festivalprogramms zu lesen. Weiterlesen

Nazis

Einzelfälle häufen sich – Wieder rassistischer Übergriff in Dresden

"Nicht einfach so weiter" - Fight Racism (Quelle: flickr.com/photos/strassenstriche/)

Am frühen Sonntagmorgen wurden im Dresdner Stadtteil Löbtau zwei Männer (32/37) an der Kesselsdorfer Straße von mehreren Unbekannten beschimpft und angegriffen. Nachdem sie die Straßenbahn der Linie 7 an der Haltestelle Bünaustraße verlassen hatten, folgte ihnen nach Polizeiangaben eine Gruppe aus fünf bis sechs jungen Männern. Nach anfänglichen rassistischen Beschimpfungen wurden die Angreifer handgreiflich und traktierten ihre Opfer mit Schlägen und Tritten. Als einer der Betroffenen versuchte, in einem Fahrzeug Schutz zu suchen, stellten sich die Männer vor das Auto und schlugen eine Seitenscheibe ein. Weiterlesen

Lesenswert

Studenten der TU Dresden zittern um Zukunft der Geisteswissenschaften

Bei den Geisteswissenschaftlern an der TU Dresden hält die Unsicherheit über ihre Zukunft an. Grund sind anhaltende Finanzierungs- und Stellenkürzungen, die unter anderem mit dem Wegfall ganzer Forschungsbereiche oder Studiengänge einhergehen können.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten (27.06.2013)

News

Flüsterprotest gegen Kapitalismus

Der Kapitalismus ist so natürlich wie Polyester

Am Donnerstag demonstrierten rund 30 Personen vor dem Deutschen Hygiene-Museum mit 120 Gründen gegen den Kapitalismus sowie gegen die Tagung “Kapitalismus / Kommunismus – Glanz und Elend zweier Gesellschaftsmodelle”, die parallel zur Kundgebung im Museum stattfand. Die zweitägige, von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) und dem Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich der TU Dresden organisierte, Veranstaltung fand im Rahmen der Sonderausstellung “Reichtum – mehr als genug” statt, die noch bis zum 10. November besucht werden kann. Die prominent besetzte Tagung hatte sich zum Ziel gesetzt, aus “analytischer Distanz und multidisziplinärer Perspektive” Grundlagen und Realisierungschancen, Entwicklungen, Störanfälligkeiten und Stabilisierungsbedingungen von Kapitalismus und Kommunismus näher zu erörtern. Weiterlesen

Antifa | Kultur

Eingeschlossen: Ausgeschlossen – Perspektiven geflüchteter Menschen auf die Warteschleife Asyl

"Eingeschlossen:Ausgeschlossen" Perspektiven geflüchteter Menschen auf die Warteschleife Asyl

Zu Beginn der letzten Woche wurde die Ausstellung “Eingeschlossen:Ausgeschlossen – Perspektiven geflüchteter Menschen auf die Warteschleife Asyl” im Rahmen des Festivals “contre le racisme” mit einer Vernissage im Foyer des Hörsaalzentrums der TU Dresden eröffnet. Entsprechend dem Ankündigungstext zeigt die Ausstellung “in einer Kombination aus Schwarz-Weiß-Fotografien und Texten die Lebensgeschichten und –bedingungen von Asylsuchenden in Dresden und Umgebung”. Die Idee für diese Ausstellung entstand im Nachgang der Abschiebung einer jungen Frau nach Serbien, die im letzten Jahr vor dem Hauptbahnhof von Protesten und einer gewaltsamen Durchsetzung der Abschiebung durch die Polizei begleitet wurde. Weiterlesen

Nazis

Peinliche Show zum 17. Juni

17. Juni 2013: Protest vor einer Polizeikette am Postplatz

Was sich bereits im Vorfeld abgezeichnet hatte, wurde heute zur Gewissheit. Mit etwa 110 Nazis schaffte die NPD Dresden bei ihrer heutigen Veranstaltung einen neuen Negativrekord. Obwohl die Partei im Zentrum der Stadt dutzende Plakate aufgehangen und mit einer vor der eigentlichen Demonstration geplanten Führung durch den Sächsischen Landtag für die (kostenlose) Teilnahme warb, kamen am frühen Montagabend nur etwa halb so viele Nazis, wie noch vor einem Jahr. Parallel dazu stieg die Zahl der gegen den Aufmarsch protestierenden vor allem jungen Menschen deutlich. Von der vielbeschworenen Zivilgesellschaft in der Stadt war heute allerdings kaum etwas zu sehen. Die Verantwortlichen in der Stadt zogen es vor, mit einer eigenen Veranstaltung im Festsaal der Dreikönigskirche an die Hintergründe der als “Volksaufstand” bekannt gewordenen Revolte tausender Menschen in der sowjetisch besetzten Zone heute vor 60 Jahren zu erinnern. Weiterlesen

Nazis

Infos zum Naziaufmarsch am 17. Juni 2013

17. Juni 2013 - Gemeinsam gegen den Naziaufmarsch

Für den Montag mobilisiert die NPD erneut unter dem Motto: “Heimat bewahren – Souveränität schaffen” zu einer Demonstration nach Dresden. Nach dem zum wiederholten Mal gescheiterten Aufmarsch am 13. Februar, gilt die Demonstration am 17. Juni für die lokale Naziszene als eine der letzten kontinuierlichen Veranstaltungen in der Stadt. Obwohl die Demonstrationen in den vergangenen Jahren trotz zivilgesellschaftlicher und antifaschistischer Proteste nahezu ungestört durchgeführt werden konnten, war die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der rechten Veranstaltung in Erinnerung an den so genannten “Volksaufstand” im letzten Jahr sogar leicht rückläufig. Als offizieller Treffpunkt der Nazis gilt ab 18 Uhr der Postplatz im Zentrum der Stadt. Vor einem Jahr waren die etwa 230 Nazis von dort aus über die Budapester Straße, Ammonstraße und Freiberger Straße wieder zurück zum Postplatz gezogen. Dabei wurde der Marsch von fast 900 Einsatzkräften der Polizei begleitet, die einen Protest in unmittelbarer Nähe zur Demonstration fast unmöglich machten und mit Pfefferspray und Schlagstöcken gewaltsam gegen protestierende Menschen vorgingen. Weiterlesen

Lesenswert

Adé Geisteswissenschaften!

In Deutschland wird viel geforscht, und oftmals wird diese Forschung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG finanziert. Die sitzt in Bonn und entscheidet von dort über Wohl und Wehe internationaler Spitzenforschung. Ob das alles so gut und sinnvoll ist, kann man in Frage stellen, denn schon oft haben die Entscheider dort den Wissenschaftlern vor Ort einfach den Hahn abgedreht. Das ist jetzt in Dresden passiert.

Quelle: MDR Info (28.05.2013)