Helma Orosz ist zurück von der Ausstellungseröffnung „Under Attack“, welche die Folgen von Bombardierungen im Alltag der Menschen von London, Coventry und Dresden dokumentieren soll. Während der Londoner Oberbürgermeister gute Ausreden vorweisen konnte, um mit nicht ihr über das geplante Denkmal zu Ehren der britischen Bomberpiloten diskutieren zu müssen, wies der Lord Mayor von Coventry jegliche Kritik aus Dresden am Denkmalplan zurück. In der britischen Presse wird das Thema mittlerweile heiß diskutiert, und viele Briten verbitten sich die Einmischung aus Deutschland. Weiterlesen »
In der Konferenz von Casablanca im Januar Jahres 1943 erhoben die Westalliierten zum ersten Mal die Forderung nach einer bedingungslosen Kapitalulation der Achsenmächte. Es sollte noch zwei Jahre dauern, bis die bedingungslose Kapitulation für alle Fronten am 8. Mai um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft trat. Für das Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Nordwesteuropa (SHAEF) unterzeichnete Dwight D. Eisenhowers Stabschef General Smith, für das sowjetische Oberkommando General Susloparow, als Zeuge unterschrieb General Sevez. Wenige Tage zuvor hatte der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa und spätere US-Präsident, Dwight D. Eisenhower, ein separates Waffenstillstandsangebot der Deutschen mit den Westalliierten abgelehnt. Weiterlesen »
Nach langer Zeit wird es wieder einmal Zeit für einen Filmtipp. Nach dem dänischen Film “Tage des Zorns” startet am 11. Februar endlich auch mit zwei Jahren Verzögerung in Deutschland der Film “Max Manus” über eine der schillernsten Figuren des norwegischen Widerstandes.
Erzählt wird die Geschichte des 1996 in Spanien gestorbenen norwegischen Widerstandskämpfers Máximo Guillermo Manus der im Zweiten Weltkrieg in Norwegen zusammen mit Gunnar Sønsteby einer der führenden Köpfe der so genannten Oslogjengen (Oslobande) war. Er war beteiligt an zahlreichen Sabotageaktionen und Spezialist für Anschläge auf Kriegsschiffe. Weiterlesen »
Seit 1997 wird mit in den Boden eingelassenen so genannten Stolpersteinen des Kölner Künstlers Gunter Demnig in Europa an das Schicksal der Menschen erinnert, die von den Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs ermordet, deportiert oder vertrieben wurden.
Im Rahmen dieses Projektes werden am 4. November im gesamten Stadtgebiet von Dresden die ersten fünf Steine Dresdner Opfer des Nationalsozialismus eingeweiht werden; ein im Frühjahr gegründeter Dresdner Verein sammelt dafür Spenden. Jeder der mit Hand gefertigten Stolpersteine benötigt einen oder mehrere Paten. Aus diesem Grund sind Privatpersonen aber auch Vereine, Stiftungen oder Parteien dazu aufgerufen, die Idee finanziell zu unterstützen. In die Messingtafeln der Steine werden nach Recherchen über das Schicksal der betroffenen Person die Worte “Hier wohnte”, der Name, Jahrgang und das Schicksal der Person eingestanzt. Mit den Gedenktafeln soll dauerhaft an die vielen Verfolgten des Nazi-Regimes erinnert werden. Weiterlesen »
“Für junge Menschen ist es heute sehr schwer, zu begreifen, wie das alles gewesen ist. Wenn die Erinnerung nicht bleibt, dann kann sich alles wiederholen. Und je mehr man sich erinnert und weiß, desto größer die Chance, dass es sich nicht wiederholt. Der Mensch ist schlecht.”
Das Zitat ist aus einem lesenswerten Interview vor wenigen Wochen mit der Wochenzeitung “Die Zeit”. Anlass war der 70. Jahrestags des deutschen Überfalls auf Polen und der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Weiterlesen »
“Partigiani”. Gegen Faschismus und deutsche Besatzung. Der Widerstand in Italien.
Wann? 11. Juni 2009 – 9. Juli 2009, täglich von 16.00 – 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden
Die Fotoausstellung “Partigiani” wurde von den italienischen Instituten für Widerstand und Zeitgeschichte aus Modena, Parma und Reggio Emilia erarbeitet. Diese Geschichtsinstitute erforschen seit langem die Geschichte des italienischen Faschismus, der deutschen Besatzung und des Widerstandes, insbesondere auch die Geschichte der Resistenza in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden der ehemaligen Partisan_innen. Weitere Informationen unter www.istoreco.re.it. Weiterlesen »
Wann? 15. Juni 2009, 19.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden
Wer? Karl Pfeifer, Wien
1938 flüchtet Karl Pfeifer als Zehnjähriger mit seiner Familie aus Österreich, zunächst nach Ungarn. Vier Jahre später erreicht er Palästina mit einem der letzten Kindertransporte des Hashomer Hatzair. Er lebt im Kibbuz, kämpft im Israelischen Unabhängigkeitskrieg und kehrt Anfang der 50er Jahre nach Österreich zurück. Weiterlesen »
Im Spätsommer startet der neue Film “Inglourious Basterds” des amerikanischen Regisseurs Quentin Tarantino. Erzählt wird die Geschichte von einer in Ungnade gefallene Gruppe jüdischer US-Soldaten, die im besetzten Frankreich auf ein Himmelfahrtskommando geschickt werden, bei dem sie so viele Deutsche wie möglich töten sollen.
Ende Februar startet die Verfilmung des kontrovers diskutierten Buches “Der Vorleser” des deutschen Autors Bernard Schlink. Der Roman setzt sich u.a. mit der Frage auseinander, wie die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft nach dem zweiten Weltkrieg mit den Täterinnen und Tätern umgehen soll. Teile der Dreharbeiten mit Hollywood-Größen wie Kate Winslet und Ralph Fiennes fanden in in der ostsächsischen Stadt Görlitz statt.
Ein Stadtrundgang in 13 Tracks
Das audioscript erscheint anlässlich des 70. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938. Durch die Verknüpfung von Geschichte und seiner kritischen Reflexion der gegenwärtigen Debatten ist es ein Beitrag zur geschichtspolitischen Auseinandersetzung in der Stadt Dresden. Weiterlesen »






