Alle Artikel im Ressort: Antifa

Antifa | Nazis | News

Chemnitz: Pressemitteilung zum zweifelhaften Polizeieinsatz am 5.3.

6. März 2009 - 13:11 Uhr

Erfolgreiche Störung der Nazidemonstration am 5.3 in Chemnitz-Bernsdorf. Proteste wurden von unverhältnismäßigen Maßnahmen der Polizei überschattet. Ein kritisches Hinterfragen von Polizeieinsätzen in der Öffentlichkeit scheint nötiger denn je.

Obwohl in den vergangen Tagen in verschiedenen Zeitungen über die Nazigewalt des letzten Jahres am 5.3. berichtet wurde und es im Vorfeld Bedenken um die Sicherheit von Menschen und Strukturen gab, die sich klar gegen Naziakitvitäten stellen, schlugen diese sich nicht in der Planung und Durchführung des gestrigen Polizeieinsatzes nieder.

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Antifa | Freiräume | News

Ein neues Versammlungsgesetz nach den Landtagswahlen in Sachsen?

2. März 2009 - 16:29 Uhr - Eine Ergänzung

Am 30. August 2009 finden in Sachsen die Wahlen zum sächsischen Landtag statt. Bei den letzten Wahlen vor fünf Jahren hatte die CDU unter dem damals neuen und inzwischen nach der Verwicklung in den Skandal bei der sächsischen Landesbank zurückgetretenen Ministerpräsidenten Georg Milbradt die jahrelange absolute Mehrheit verloren (41,1%). Daraufhin musste die CDU gemeinsam mit dem klaren Wahlverlierer SPD (9,8%) eine große Koalition eingehen. Bundesweit löste der Wahlerfolg der NPD Entsetzen aus. Sie konnte mit 9,2% der WählerInnenstimmen das Ergebnis der Landtagswahl 1999 (1,4%) fast verzehnfachen.

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Antifa | Nazis | News

Zusammenfassung des Polizeieinsatzes am 14. Februar

26. Februar 2009 - 16:40 Uhr - 14 Ergänzungen

Am 14. Februar gingen mehrere tausend Menschen auf drei Demonstrationen in Dresden auf die Straße. Sie protestierten damit gegen den mit 6.500 TeilnehmerInnen größten Naziaufmarsch in Europa seit der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands am 8. Mai 1945.
Eine von der Polizei durchgesetzte strikte räumliche Trennung war zuvor von Dresdner Ordnungsbehörden veranlasst und von den Gerichten bestätigt worden.

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Antifa | News

Aufruf: Polizeigewalt melden

16. Februar 2009 - 10:15 Uhr - 4 Ergänzungen

Am Samstag, dem 14. Februar 2009 fand der alljährliche Nazigroßaufmarsch anlässlich der Bombardierung 1945 in Dresden statt. Im Zuge der Gegendemonstrationen griffen verschiedene Polizeieinheiten die Demonstration des linken Bündnisses „No Pasáran“ an. Mit Pfefferspray und Schlagstöcken wurden dutzende DemonstrantInnen verletzt. Besonders schwere Verletzungen riefen die leichten Bambusrohrschlagstöcke einer ungekennzeichneten Einheit (1 | 2) hervor.

Wir rufen dazu auf, Gedächtnisprotokolle sowie Bild- und Filmmaterial, welches den brutalen Einsatz der Polizeikräfte zeigt oder beschreibt an mail@addn.me (PGP) zu schicken. Die Daten werden vertraulich behandelt und sollen vor allem dazu dienen, den Polizeieinsatz vom Wochenende auszuwerten.


Antifa | News

Provinzjournalismus made in Dresden

16. Februar 2009 - 02:51 Uhr - 12 Ergänzungen

Wenn es das alljährliche kollektive Opferspektakel in Dresden nicht geben würde, es müsste glatt erfunden werden. Die Ursache für den mittlerweile größten Naziaufmarsch Europas liegt nicht nur an der mangelnden Bereitschaft in der Stadt, sich mit Geschichte und Mythen auseinanderzusetzen, sondern auch an „Journalisten“ denen jegliches Gespür von inhaltlicher Tiefe abhanden gekommen ist. Während vor Jahren noch Holocaust Leugner David Irving abgefeiert wurde, so bestimmten in den Folgejahren vor allem subjektiv gefärbte Leserbriefe über Tiefflieger an der Elbe die lokale Berichterstattung über die Ereignisse im Februar 1945. Auch nach den Ergebnissen der Historikerkommission über die tatsächlichen Opferzahlen sieht sich die Stadt mit einem scheinbar unlösbaren Naziproblem konfrontiert ohne dabei auf die Idee zu kommen, das eigene Handeln an dem Tag auch nur im Ansatz kritisch zu hinterfragen.

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Antifa | News

Kurze Zusammenfassung des 14. Februars

15. Februar 2009 - 13:20 Uhr - 6 Ergänzungen

Die Antifamobilisierung erreichte am 14. Februar mit nach Polizeiangaben 3.500 TeilnehmerInnen einen vorläufigen Höhepunkt. (Bilder der Antifademo 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6) Kurz vor dem eigentlichen Ende der Demonstration griffen immer wieder vermummte Prügeleinheiten der Polizei die Bündnis-Demonstration an und verletzten dutzende Leute zum Teil schwer. Wahllos griffen sie völlig unverhältnismäßig auch nach Demoende hinter dem Kulturpalast und auf der Carolabrücke vermeintliche TeilnehmerInnen an. Insgesamt wurden 86 Personen in Gewahrsam genommen.
Die beachtliche Zahl von GegendemonstrantInnen kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Nazis völlig ungestört demonstrieren konnten.

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Antifa | News

Dresden: Informationen zum 13. Februar 2009 (Update 13.02.)

13. Februar 2009 - 12:00 Uhr - 5 Ergänzungen

Der 13. Februar nähert sich mit großen Schritten und so langsam wird sichtbar, was dazu in Dresden geplant ist. Das bundesweite Antifabündnis „¡No pasarán!“ mobilisiert für den 14. Februar zu einer Bündnisdemonstration unter dem Motto „¡No pasarán! Kein Ort für die Verdrehung der Geschichte!“ um 11 Uhr vor den Dresdner Hauptbahnhof. Die zivilgesellschaftliche Initiative Geh Denken hat sich sich die friedliche Verhinderung des größten Naziaufmarsches in Europa zum Ziel gesetzt und konnte dafür sehr viele Prominente gewinnen.

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Antifa | News

Interview mit dem Vorbereitungskreis „13. Februar“

9. Februar 2009 - 23:45 Uhr

Stellt uns doch den „Vorbereitungskreis 13. Februar“ kurz vor und erläutert uns was eure Themenschwerpunkte sind.

Wir wollen als Vorbereitungskreis inhaltlich an die Antifa-Aktionen der vergangenen Jahre anknüpfen. Wir setzen einen Kontrapunkt zum parteiübergreifenden Gedenken am 13. und 14. Februar, das seinen Ausgang in der Konstitution der Dresdner Bombentoten als „deutsche Opfer“ findet. Dieser Mythos von den „deutschen Opfern“ ist allerdings nur via Geschichtsrevision und -umdeutung zu haben. Das kritisieren wir, damit zusammenhängend aber auch die aus dem Gedenken abgeleitete neue deutsche Nationalidentität. Wir versuchen also weder die bürgerlichen Gedenkvarianten noch die Nazivariante in unserer Kritik auszusparen, entsprechend thematisieren wir beides – selbstverständlich mit den jeweils nötigen Mitteln. 

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Antifa | News

Die Antifa ist traurig

7. Februar 2009 - 12:11 Uhr - Eine Ergänzung

von Michael Bergmann und Matthias Galle

Zum Jahrestag der Bombardierung rufen in Dresden in diesem Jahr zwei verschiedene Antifa-Bündnisse zum Protest gegen Naziaufmärsche und Gedenkveranstaltungen auf. Die Frage nach der Legitimität gemeinschaftlicher Trauer um deutsche Bombenopfer hat zu einer Spaltung der Dresdner Antifa geführt.

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