Alle Artikel im Ressort: Antifa

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Antifa Ost Prozess: Ein Kronzeuge sagt aus 

5. August 2022 - 08:18 Uhr

Am Oberlandesgericht Dresden (OLG) hat sich der zunächst nur für wenige Monate geplante Prozess gegen vier Antifaschist:innen mittlerweile zu einem Verfahrensmonster ausgeweitet. Im September 2021 hatte der Staatsschutzsenat des OLG die öffentliche HauDiesptverhandlung gegen insgesamt vier Angeklagte eröffnet, Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung, Landfriedensbruch. Durch immer neue Beweise, die durch die Generalbundesanwältin erst im Laufe der Gerichtsverhandlung in das Verfahren eingeführt wurden, geht der Prozess nun bereits in den elften Verhandlungsmonat.

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Antifa | International | Ökologie

10 Jahre Revolution Rojava und Antifademo – einiges los in Dresden

26. Juli 2022 - 15:08 Uhr

Von wegen Sommerloch, am vergangenen Wochenende machten sich gleich mehrere Veranstaltungen in Dresden Konkurrenz. Während eine antifaschistische Demonstration durch Dresden Löbtau lief, besuchten Aktivist:innen der Initiative Frieden für Kurdistan die Waldbesetzung Heidebogen (Heibo) im nahegelegenen Ottendorf-Okrilla. Dort wurde gemeinsam mit den Besetzer:innen der 10. Jahrestag der Revolution in Rojava mit einem Vortrag, Tanz und Diskussionen gefeiert. Ebenfalls für eine ökologische Wende demonstrierte am Sonntag ein breites Bündnis aus Umweltgruppen mit einer Fahrraddemo gegen den geplanten Ausbau der A4.

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Antifa

„Smash the Cis-tem – Destroy Borders“ – Interview mit dem antifaschistischen Jugendkongress

12. Juli 2022 - 16:04 Uhr - Eine Ergänzung

Am Wochenende vom 15.-17. Juli findet bereits zum siebten Mal der antifaschistische Jugendkongress (JuKo) in Chemnitz statt. Sachsenweit reisen dazu antifaschistische Jugendliche in die ehemalige Karl-Marx-Stadt, um gemeinsam Perspektiven antifaschistischer Arbeit zu diskutieren, an Workshops teilzunehmen und Vorträgen zu lauschen. Wir haben uns die Zeit genommen, um mit den Organisator:innen über Antifa auf dem Land, Chemnitz und den Kongress zu sprechen.

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Licht ins Dunkelfeld: Ofek berät im Umgang mit Antisemitismus

20. Juni 2022 - 21:04 Uhr

Seit Januar 2022 bietet Ofek (hebräisch für Horizont) in Sachsen Beratung und psychosoziale Unterstützung nach antisemitischen Vorfällen an. Die Ankunft in Sachsen war der Anlass für eine Projektvorstellung am 9. Juni 2022 im Heinz-Joachim-Aris-Saal der Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Organisiert vom Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen diskutierten die Ofek-Geschäftsführerin Marina Chernivsky, Wolfram Nagel von der Jüdischen Gemeinde Dresden, die Linken-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz und Benjamin Winkler vom Leipziger Büro der Amadeu Antonio Stiftung (AAS) über Ansätze das Dunkelfeld Antisemitismus auch in Sachsen aufzuhellen.

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UNSICHTBARe Orte des Grauens – Ausstellung im Zentralwerk

21. Mai 2022 - 16:16 Uhr

Vom 5. Mai bis 6. November 2022 ist die Fotoausstellung „UNSICHTBAR“ des Münchner Architekturfotografs Rainer Viertlböck im Zentralwerk in Dresden-Pieschen zu sehen. Die Ausstellung zeigt den KZ-Komplex Flossenbürg in ihrem heutigen Zustand. Seit Jahren setzt sich Rainer Viertlböck in seinem Werk „Strukturen der Vernichtung“ mit Orten nationalsozialistischer Verbrechen in Europa intensiv auseinander. 

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Antifa | Nazis

Außer Gewalt nichts gewesen – Der Dritte Weg in Zwickau

4. Mai 2022 - 15:47 Uhr

Am vergangenen Sonntag demonstrierten rund 700 Antifaschist:innen in Zwickau gegen einen Aufmarsch (Bilder 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8) des Dritten Weges anlässlich des 1. Mai. Zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch hatte im Vorfeld ein breites Bündnis linker und zivilgesellschaftlicher Gruppen aus der westsächsischen Stadt aufgerufen. Während es in Zwickau selbst ruhig blieb, kam es im Vorfeld an zwei Bahnhöfen zu rechten Angriffen auf Antifaschist:innen.

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45 Verhandlungstage im sogenannten Antifa-Ost-Verfahren

19. April 2022 - 08:00 Uhr - Eine Ergänzung

In der letzten Woche fanden der 44. und 45. Verhandlungstag am Oberlandesgericht Dresden (OLG) gegen insgesamt vier Beschuldigte statt, denen durch die Generalbundesanwaltschaft (GBA) die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird. Nach den ursprünglichen Plänen des OLGs sollte der Prozess bereits beendet sein. Da der Prozessumfang jedoch kontinuierlich zunahm, wurden zunächst noch mindestens bis in den Juni hinein Verhandlungen angesetzt.

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Neuer Gedenkstein am Naturfreundehaus Königstein–Halbestadt eingeweiht

12. April 2022 - 17:47 Uhr - 2 Ergänzungen

Gedenkstein Naturfreundehaus Königstein-Halbestadt

Zwei Jahre nach Entwendung der Gedenktafel, die an die Vergangenheit des Naturfreundehaus Königstein-Halbestadt als ein frühes Konzentrationslager im Jahr 1933 und den Mord am antifaschistischen Widerstandskämpfer Fritz Gumpert erinnerte, wurde am 9. April die neue Gedenktafel von den Naturfreunden Sachsen eingeweiht. 

In der Zeit zwischen dem 17. und dem 20. April 2020 hatten Unbekannte die mit vier Eisenstäben in der Hauswand verankerte Tafel herausgebrochen und entwendet. Die Naturfreunde Sachsen mutmaßten damals, dass der gewählte Zeitpunkt des Diebstahls mit der Woche vor Ostern 1933 in Zusammenhang stehen könnte, in der die Misshandlungen der Häftlinge im Konzentrationslager Königstein-Halbestadt durch die SA besonders grausam war. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) hingegen ging davon aus, dass die Täter:innen bewusst die zeitliche Nähe zum 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler gewählt hatten. Unter Umständen nutzten die Täter:innen aber auch nur die pandemiebedingte Schließung der Pension und die damit verbundene Abwesenheit von Tourist:innen.

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„Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst“ – Gedenken an Jorge Gomondai

8. April 2022 - 19:08 Uhr

Mehrere dutzend Menschen versammelten sich am vergangenen Mittwochabend, um zum nunmehr 31. Mal an den Tod von Jorge Gomondai zu erinnern. Der mosambikanische Vertragsarbeiter war am 1. April 1991 von Nazis kurz nach dem Albertplatz aus einer fahrenden Bahn geworfen worden. Sechs Tage später verstarb der zum Tatzeitpunkt 29-Jährige in einem Dresdner Krankenhaus. Gomondai ist eines der ersten Todesopfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung.

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„War’s das mit eurer Kritik?“ „Keineswegs.“ – Interview mit dem Autor:innenkollektiv audioscript über das geplante „Gedenkareal Dresdner Norden“

11. März 2022 - 15:18 Uhr

Foto: Standort des ehemaligen Judenlagers am Hellerberg (Dez. 2021) 

Die Stadt Dresden hat einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung eines Gedenkareals ausgeschrieben, welcher die nationalsozialistische Geschichte von Orten im Dresdner Norden sichtbar machen soll. Bei den Orten handelt es sich u. a. um den Alten Leipziger Bahnhof – Güterbahnhof Dresden-Neustadt, den Gebäudekomplex des ehemaligen Rüstungsbetriebs Goehle-Werk der Zeiss Ikon AG, der heute die Kultur- und Wohngenossenschaft „Zentralwerk“ beherbergt oder das ehemalige Judenlager am Hellerberg. Aber auch der Heidefriedhof, der Sowjetische Garnisonsfriedhof und der Dresdner Nordfriedhof sowie die ehemalige Polizeischule Hellerau auf dem heutigen Areal des Festspielhauses Hellerau und der Standort der ehemaligen Nationalpolitischen Erziehungsanstalt (NAPOLA) Dresden gehören dazu. Zur Dekonstruierung des Opfermythos, die jahrelang fast ausschließlich von Antifaschist:innen betrieben wurde, möchte die städtische Verwaltung nun offenbar auch einen Beitrag leisten. So heißt es in der Ausschreibung, der Wettbewerb solle in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein schaffen, „dass die Bombardierung Dresdens eine zwölfjährige Vorgeschichte hatte.“ Das Ziel sei es, Erinnerungsorte „digital und analog“ zu markieren und „historische Zusammenhänge als Teil einer lokalhistorischen Aufarbeitung“ darzulegen.

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