Nazis | News

„Zeitgespräche“ nicht zeitgemäß (Update)

Offenbar aufgrund einer Intervention von AntifaschistInnen wurde der Ort für ein am Wochenende in Dresden stattfindendes Treffen von RevisionistInnen und Neonazis zum zweiten Mal gekündigt.
Seit Wochen kündigt die geschichtsrevisionistische Zeitschrift „Deutsche Geschichte“ aus dem  rechten Druffel-Verlag ihre Tagung „Zeitgespräche“ an. Diese sollte am Wochenende 29.-31. August in Dresden mit ca. 150 TeilnehmerInnen stattfinden.
Nun mussten die Veranstalter um die langjährige Integrationsfigur im rechtsnationalen Lager, Gert Sudholt, zweimal eine Absage ihres Tagungs- und Übernachtungsortes hinnehmen.

Ursprünglich in einem Mehr-Sterne-Hotel in Radebeul geplant, stornierte dieses die Buchung, „nachdem die Geschäftsleitung über den tatsächlichen Hintergrund der geplanten Veranstaltung informiert wurde“, teilte das ART Dresden mit.
Nun griffen die Veranstalter zu einer Finte und kündigten das Treffen „im Raum Weimar-Erfurt-Eisenach“ an. Stattdessen buchte ein „D+V-Verlag“ sich im Dresdner art’otel ein. D+V steht für den Druffel- und Kurt Vowinckel Verlag. Beide gehören zur Verlagsgesellschaft Berg, deren Geschäftsführer Gert Sudholt ist.
Nachdem auch hier die Betreiber des art’otel über ihre Gäste aufgeklärt wurden, wurde auch hier den RevisionistInnen gekündigt.

Mittlerweile wurde die Veranstaltung für dieses Wochenende (29.-31. August) komplett abgesagt. Schliesslich sollten gegen Freitag Mittag die ersten TeilnehmerInnen ankommen. Weiterlesen

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Rechte „Zeitgespräche“ in Dresdner art’otel

Vom 29. bis 31. August sollen die „Zeitgespräche“ des rechtsnationalistischen Druffelverlags im Dresdner „art’otel“ auf der Ostra-Allee 33 stattfinden. Die Veranstaltung der Zeitschrift „Deutsche Geschichte“ bietet zahlreichen Akteuren der „Neuen Rechten“ und bekannten Geschichtsrevisionisten ein Podium.

Für die Veranstaltung als Redner angekündigt sind beispielsweise das NPD-Bundesvorstandsmitglied Olaf Rose, der ehemalige Berater des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow Wladimir Daschitschew, der Geschichtsrevisionist Walter Post und der in Italien gesuchte Terrorist Erhard Hartung. Außerdem ist der Vortrag „Der Fall Hess – Ein Kriminalfall?“ mit Abdullah Melaouhi geplant. Dieser in der Naziszene beliebte Vortrag feiert die NS-Größe Rudolf Hess und konstruiert ein Mordkomplott am einstmaligen Hitler-Stellvertreter. Für die Veranstaltung ist mit mindestens 150 Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet zu rechnen.

Ursprünglich waren die „Zeitgespräche“ in einem anderen Hotel bei Dresden geplant. Dieses stornierte jedoch die Buchung, nachdem die Geschäftsleitung über den tatsächlichen Charakter der geplanten Veranstaltung informiert wurde. Nun ist der Druffelverlag, der zur Verlagsgruppe des bekannten Neonazis Gerd Sudholt gehört, im „art’otel“ untergekommen. Wir fordern die Hotel-Geschäftsleitung auch hier dazu auf, diesen Neonazis keinen Raum für ihre revisionistische Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.

Darüberhinaus hat der Verlag für seine Gäste am Freitag einen Dampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt gechartert. Auch hier wäre eine Stornierung angebracht.

Quelle: ART Dresden (27.08.08)

Antifa

13. September: Kein „Fest der Völker“ – nirgends!

Fest der Völker in Altenburg blockieren!

Fest der Völker in Altenburg blockieren!

Nur Unerwachsene, Rückgratlose und Dummköpfe sind stolz darauf einer Nation anzugehören. Wer selbst gehen kann, braucht kein Vaterland.

Genau jene Rückgratlosen – tausende Neofaschist_innen, führende Vertreter rechtsextremer Organisationen sowie Rechtsrockbands, die aus dem Blood-and-Honour Netzwerk stammen – wollen sich erneut zum „Fest der Völker“ versammeln. Bereits zum vierten Mal meldet die NPD das europaweite Großereignis an. Anders als in den Jahren zuvor versuchen die Nazis nicht mehr in Jena mit dieser Veranstaltung Fuß zu fassen; sie weichen aus in die Provinz: In Altenburg rechnen sie nicht mit entschlossener Gegenwehr. Die Wahl des Ortes ist kein Zufall: Nazikader und „Fest der Völker“-Mitorganisator Thomas Gerlach stammt aus dieser Stadt.

Mehr: Antifa Jena & Sonderseite gegen das FdV in Altenburg

Nazis | News

Nazispontandemo in Pirna

Etwa 150 Nazis sind gestern abend durch die Pirnaer Innenstadt gezogen. Mit Fackeln, Kerzen und einem Transparent forderten sie die Einführung der „Todesstrafe für Kinderschänder“. Mit dabei waren u.a. Pierre Wustmann, der die NPD  bei ihrem Wahlkampf tatkräftig unterstützte und der Betreiber des Internetshops „Crimestore“, Martin Schaffrath. Anlass dieser Demonstration war der gewaltsame Tod der 8-jährigen Michelle aus Leipzig. Bereits am 21. August 2008 fand eine Nazidemonstration im Leipziger Stadtteil Reudnitz statt, an der etwa 250 Nazis und etwa 80 Anwohner_innen teilnahmen. Anmelder und Redner war der stadtbekannte Nazi Istvan Repaczki, der Onkel des getöteten Mädchens.
Die Forderung „Todesstrafe für Kinderschänder“ ist in Pirna und Umgebung sehr oft auf Autos beispielsweise in Form von Heckscheibenaufklebern zu finden. Im „Crimestore“ können auch T-Shirts mit dieser Aufschrift erworben werden. Gewalt gegen Kinder ist schon immer ein sehr sensibles Thema und löst oft große Emotionen aus. Bei Angehörigen als auch bei Unbeteiligten kommen schnell Rache-und Vergeltungsgefühle auf. Die Wiedereinführung der Todesstrafe ist jedoch grundlegend abzulehnen. Mit einer solchen Demonstration, wie sie gestern stattfand, instrumentalisieren Nazis den Tod von Kindern, um ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten.

Quelle: Antifaschistische Aktion Pirna (A2P) (24.08.08)

Mehr zum Thema:

Nazis

Auseinandersetzung zwischen jungen Männern

Zeit: 18.08.2008, gegen 00.40 Uhr
Ort: Dresden-Altstadt

Nach einer Auseinandersetzung vor einem Schnellimbiss an der Wilsdruffer Straße fahndet die Dresdner Kriminalpolizei nach zwei Männern. Am 18. August sprachen die beiden Gesuchten einen jungen Mann (18) türkischer Abstammung vor dem Schnellimbiss „MC Donalds“ an. Dabei gaben sie ausländerfeindliche Parolen von sich. Kurz darauf kam es zu Handgreiflichkeiten. Der 18-Jährige erlitt dabei Verletzungen und musste medizinisch versorgt werden. Im Zuge der Ermittlungen wurden die Aufnahmen einer Überwachungskamera ausgewertet. In der Folge liegen nunmehr Bilder der beiden Tatverdächtigen vor. Die Ermittler erhoffen sich von deren Veröffentlichung Hinweise zur Identität der Männer.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Dresden (22.08.2008)

Antifa | Nazis

ART: Review Juni/Juli 2008

In regelmäßigen Abständen berichtet das Antifa Recherche Team Dresden (ART DD) im Review über Veränderungen und aktuelle Entwicklungen der regionalen Naziszene.

Inhalt der aktuellen Ausgabe:

Printausgabe: Review Juni/Juli 2008

Kultur | News

Dänischer Widerstand im Zweiten Weltkrieg

Mit Tage des Zorns kommt Ende August ein interessanter Film über den dänischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg mit Bond-„Bösewicht“ Mads Mikkelsen in die deutschen Kinos. Erzählt wird die Geschichte der beiden Widerstandskämpfer Flamme und Citron im von den Nazis besetzten Dänemark.

Nazis

Junge Männer bei Schlägerei verletzt

Zeit: 13.08.2008, 02.00 Uhr
Ort: Dresden-Löbtau

Vier junge Männer (17/17/18/20) haben in der Nacht zum Mittwoch unvermittelt zwei 20-Jährige an der Kesseldorfer Straße geschlagen. Die beiden 20-Jährigen, ein Syrer und ein Libanese, liefen auf der Kesselsdorfer Straße in Richtung Tharandter Straße. Das Quartet griff sie in Höhe der Poststraße unvermittelt an. Sie schlugen und traten auf die Geschädigten ein. Diese erlitten dabei leichte Verletzungen. Die Schläger flüchteten schließlich in einem Peugeot. Eingesetzte Polizeibeamte konnten das Fahrzeug an der Bünaustraße mit vier Insassen feststellen. Sie wurden vorläufig festgenommen und müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Hintergrund dieser Auseinandersetzung ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Eine Atemalkoholkontrolle ergab, dass der 20-Jährige 1,1 Promille und einer der 17-Jährigen 0,3 Promille intus hatten.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Dresden (13.08.2008)

Nazis

Pardubice: Tschechisches „Fest der Völker“ geplant

Am 16. August wollen tschechische Neonazis unter dem Motto „den svobody“ (Tag der Freiheit) die tschechische Version vom „Fest der Völker“ (FdV) in Pardubice veranstalten. Dieses Treffen findet ursprünglich alljährlich im September in Jena und dieses Jahr erstmals in Altenburg statt. Genauso alljährlich wird es dort von zum Teil massiven Protesten begleitet. Weiterlesen

Nazis

Panorama: Jeden Tag Nazigewalt

Panorama Sendung vom 07.08.2008

Berichte über Kevin Schnippkoweit