Antifa

Antirassistisch kicken beim 7. Antira-Cup

Mit 21 Teams fand in diesem Jahr der bislang größte Antira-Cup des Pirnaer AKuBiZ e.V. in der Sächsischen Schweiz statt. Vor Beginn der Spiele wurden die Teams begrüßt. Dabei berichtete AKuBiZ über die Bedeutung des Turniers, insbesondere wo vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass ein norwegischer Neonazi ein Haus gekauft hat, welches nun durch die lokale NPD ausgebaut werden soll. In der traditionellen Grußbotschaft der Mondiali Antirazzisti hieß es: „Gemeinsam spielen, leben und sich wehren, dass ist das Spiel, das uns gefällt.“ In Italien spielen beim größten Cup dieser Art über 200 Gruppen aus der ganzen Welt für eine gerechtere Gesellschaft.

Unter den Teams des Lohmener Antira-Cups waren auch drei mit Asylsuchenden aufgestellte Mannschaften. Daneben gab es Teams aus politischen Zusammenhängen, Schulen, Jugendhäusern und Faninitiativen. Außerdem stellte sich mit dem Ralley-Team „Saxolia“ in Lohmen auch ein Gespann vor, welches allerdings anderes im Sinn hatte, als Fußball zu spielen. Die zwei Personen starke Mannschaft startete an diesem Tag mit ihrer über 11.000 km langen Tour in die Mongolei.

Die Vorrundenspiele wurden in insgesamt vier Staffeln ausgetragen, von denen acht Teams in die Zwischenrunde einzogen. Für die ausgeschiedenen Mannschaften blieb danach nur noch die Chance, über ein Quiz in die Finalspiele kommen. Die meisten der insgesamt 10 Fragen beantworteten der Rote Zaun Dresden und das Team der Robert-Matzke-Straße richtig. Traditionell wurde danach so lange mit einem rosa Gummiball gespielt, bis die letzten drei Teams übrig blieben, die dann im 9-Meter-Schießen die Plätze 1-3 unter sich aufteilten. Als sportliche Sieger des Tages gingen Sandale Bonnewitz vor Heart of Pirna und Roter Zaun Dresden vom Platz.

Begleitend zum Turnier waren auch zwei Ausstellungen zu sehen. Während „Jüdisches Leben in Pirna“ des AKuBiZ e.V. Informationen über die Geschichte der Jüdinnen und Juden in der Region zeigt, wurde in einer zweiten Ausstellung die Arbeit der antirassistischen Faninitiative 1953international vorgestellt. Zusätzlich unterstützte ein großes Banner die Initiative „Fußballfans gegen Homophobie“. Der größte Pokal des Turniers ist seit Jahren der Fair-Play-Pokal, der in diesem Jahr an die Pirnaer Jugendhäuser Hanno/Olymp ging. Zur Trophäe gab es außerdem Karten für ein Spiel der SG Dynamo Dresden, die durch den Fanbeauftragten des Zweitligisten überreicht wurden.

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