Antifa

Solikundgebung am Jorge-Gomondai-Platz

Am 19. Januar wird es auf dem Jorge-Gomondai-Platz etwas kurzfristig um 19 Uhr eine Kundgebung für russische Antifas geben. Anlass ist der dritte Jahrestag der Ermordung des Menschenrechtsanwalts Stanislaw Jurjewitsch Markelow und der Journalistin Anastassija Eduardowna Baburowa. Beide waren am 19. Januar 2009 von Nikita Tichonov, einem militanten Nationalisten und Mitglied eine Nazi-Terror Zelle, in Moskau auf offener Straße erschossen worden. Markelow setzte sich als Anwalt für Opfer und Angehörige staatlicher sowie fremdenfeindlicher Gewalt ein. Baburowa schrieb für die linksliberale Zeitung „Novaja Gazeta“ und war eine aktive Antifaschistin. Beide engagierten sich außerdem in anarchokommunistischen und ökologischen Initiativen. Der Täter wurde vom Stadtgericht in Moskau im April 2011 zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt, seine Partnerin, Jewgenia Chassis, erhielt wegen Beihilfe 18 Jahre Haft.

Anlässlich des dritten Todestages der Beiden wird es in Moskau um 19 Uhr eine große antifaschistische Demonstration gegen Nazi-Terror, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Nationalismus geben. Obwohl die Proteste gegen die Wahlfälschungen Ende letzten Jahres trotz ihrer teilweise nationalistischen Färbung gezeigt haben, dass es Widerstand gegen das etablierte System in Russland gibt, ist die Situation für viele Menschen noch immer lebensgefährlich. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich solidarisch mit den Aktivistinnen und Aktivisten in Russland zu zeigen und an die Ermordung der beiden Antifaschisten öffentlich zu erinnern.

Blog zum Aktionstag: Помнить – значит бороться!

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