Freiräume

Ein alter Hut – Kritik studentischer Verbindungen in Dresden

Ein Beitrag vom Referat Politische Bildung des Stura der TU Dresden

Füxe, Burschen, Lebensbund, Schmiss, Wichs und Satisfaktion – Die Lebenswelt studentischer Verbindungen (Corps, Burschenschaften etc.) hat den Charakter einer Parallelgesellschaft, die ihre ganz eigene Sprache besitzt.

Das offensive Auftreten, Werben, Agitieren der letzten Jahre und nicht zuletzt die Gründung eines mehrere Kooperationen umfassenden Netzwerkes führten  zu der Notwendigkeit sich auch inhaltlich mir studentischen Verbindungen kritisch auseinander zu setzen. Erarbeitet wurde dafür eine 70 Seiten starke Broschüre vom Referat für politische Bildung des Sturas der TU.  Der Reader besteht dabei aus einem allgemeinen Teil über studentische Verbindungen, in dem unter anderem die Rolle beim Aufstieg des Nationalsozialismus beleuchtet wird, und einer genauen Betrachtung der einzelnen Dresdner Verbindungen, deren Traditionen, Leitlinien oder politisches Auftreten und ihre Vernetzung untereinander.

Deshalb hoffen wir, dass dieser Reader allen Leser_innen und vielleicht auch dem einen oder anderen Verbindungsmitglied hilft, Traditionen und Prinzipien der Korporationen, deren gesellschaftlichen Einfluss, sowie generell studentischen Standesdünkel zu hinterfragen.

Erhältlich ist der Reader kostenlos im Servicebüro vom Stura der TU Dresden sowie als Download auf der Homepage des Stura.

Kommentare

  1. Susi sagt:

    Na darauf hat die Welt gewartet! Noch ein paar schlecht recherchierte Informationen vom glorreichen Referat politischer „Bildung“!

  2. Natalie sagt:

    Ich habe mich weggeschmissen beim Lesen vor Lachen. Soviel Mist und Vorurteile auf einen Haufen. Eine wirklich heitere Lektüre, zum Ernst nehmen nicht geeignet, da halt voller Vorurteile. Interessant das eine Minderheit solche Macht besitzt. Wahrscheinlich hat/haben der/die Autor/en nie ein Verbindungshaus von innen gesehen oder sich einmal ernstlich die Mühe gemacht selbige zu besuchen und einmal kennenzulernen.
    In Deutschland mag es tatsächlich sein, das 4-5 vom Verfassungsschutz beobachtet werden und ein paar vielleicht auch am rechten Rand schleichen, aber die große Mehrheit innerhalb der Minderheit „Studentenverbindung“ ist politisch in der Mitte beheimatet.
    Und es ist wahrscheinlich auch noch zu befürchten das derartige Pamphlete von den Gebühren der StudentINNEn bezahlt wurde.

  3. Natalie sagt:

    Außerdem sind Studentenverbindungen so alt wie universitäre Bildung selbst, sie sind keine Erfindung der Nazis oder gar deren Steigbügelhalter zum Erklimmen der Macht. Sicherlich haben einige das toll gefunden, aber ebensoviele, wenn nicht noch mehr haben sich vertagt um damit nicht zu tun zu haben bzw. nicht gleichgeschaltet zu werden.

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