Alle Artikel im Ressort: Antifa

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20.01.2010 Kundgebung am Landtag

19. Januar 2010 - 02:29 Uhr - Eine Ergänzung

„Versammlungsfreiheit in Sachsen erhalten“

Wann? 20. Januar 2010, 12.00 Uhr
Wo? Bernhard-von-Lindenau-Platz 1 Landtag Dresden

Die sächsische Landesregierung aus CDU und FDP will das Versammlungsgesetz ändern. Damit wird unter dem Vorwand den Naziaufmarsch am 13. Februar zu verhindern die Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Dies ist ein schwerwiegender Einschnitt in ein fundamentales Grundrecht.
Hinzu kommt, dass dieses neue Gesetz im Hinblick auf den Naziaufmarsch völlig nutzlos ist. Schon nach der bestehenden Rechtslage wäre es möglich zu verhindern, dass Nazis durch Dresden ziehen.
Ohnehin sind Verbote nicht die richtige Antwort auf Naziaufmärsche, viel eher sollte unser entschlossenes Entgegentreten diese verhindern.

Das Gesetz soll trotz verfassungsrechtlicher Bedenken am Mittwoch, den 20.01.2010 verabschiedet werden.

Quelle: Dresden Nazifrei (18.01.10)


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Wissenswertes für den 13. Februar 2010 (Update 12.02.)

12. Januar 2010 - 23:54 Uhr - 10 Ergänzungen

Anlässlich des 65. Jahrestags der Bombardierung Dresdens werden auch in diesem Jahr wieder einige Veranstaltungen stattfinden. Das bundesweite Antifa-Bündnis „¡No pasarán!“ hat sich zum Ziel gesetzt, Europas größten Naziaufmarsch nach dem Vorbild von Köln und Leipzig im vergangenen Jahr erfolgreich zu verhindern und ruft aus diesem Grund gemeinsam mit Teilen der Zivilgesellschaft zu Blockaden auf. Außerdem plant ein bürgerliches Bündnis aus Parteien und Initiativen am Samstag unter der Schirmherrschaft der CDU-Oberbürgermeisterin Helma Orosz eine Menschenkette entlang der historischen Altstadt gegen, wie es so schön heißt, „die Instrumentalisierung des Tages durch Extremisten“.

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28.12.2009 Disco-Dance-Soliparty

25. Dezember 2009 - 11:26 Uhr

Wann? 28. Dezember 2009, 21.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden

Das Gedenken in seinem Lauf hält weder Ochs‘ noch Esel auf. Kaum treffender kann die Entwicklung des alljährlichen Gedenkrituals anlässlich der Bombardierung Dresdens 1945 kommentiert werden, denn das Gedenken befindet sich immer in Bewegung, nur etwas wirklich Gutes kommt dabei eben nicht heraus. Im nächsten Jahr wird sich das unter anderem im zeitnah in Kraft tretenden neuen Sächsischen Versammlungsgesetz bestätigen. Das Abgrenzungsbedürfnis gegenüber „extremistischen Instrumentalisierungen“ hat dann auch einen gesetzlichen Rahmen, in dem sowohl jegliche Kritik als auch der Naziaufmarsch aus der Altstadt verbannt werden sollen. Und dennoch: im Kern des Gedenkens, und zwar sowohl dem der Nazis, als auch dem von Bürger_innen, Kirchen und Stadt, bleibt der emphatische Bezug auf die Bevölkerung einer nationalsozialistischen Stadt, auf sogenannte deutsche Opfer, bestehen. Das können und wollen wir nicht hinnehmen und werden auch 2010 jedweden Geschichtsrevisionismus mit unserer entschlossenen Kritik konfrontieren. Wer also diese Kritik teilt, den Vorbereitungskreis „Keine Versöhnung mit Deutschland“ dabei unterstützen will oder einfach Lust zu tanzen hat, sollte sich diese Party nicht entgehen lassen!

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Straßen aus Zucker #2

14. Dezember 2009 - 01:40 Uhr

Vor gut einem halben Jahr erschien in Berlin die erste Ausgabe des linken Magazins „Straßen aus Zucker“. Die Gründe dafür waren die Feierlichkeiten zu 60 Jahre Grundgesetz, 2000 Jahre Varusschlacht und 20 Jahre Wiedervereinigung im deutschen „Superjubiläumsjahr“ 2009. Anlass genug für eine grundsätzliche Kritik an Staat, Nation und Kapital sowie an den Sachen, die damit im Zusammenhang stehen. Das sehr gute Feedback von Seiten der Leserinnen und Leser veranlasste die Redaktion, das Heft nicht wie geplant mit der ersten Ausgabe einzustellen, sondern eine neue Ausgabe aufzulegen. Verantwortlich für das aktuelle wieder sehr lesenswerte Magazin mit dem bezeichnenden Titel „Gegen das Ende der Geschichte“ ist neben der Antifaschistischen Jugendaktion Kreuzberg (AJAK), der Antifaschistischen Schüler_innen Vernetzung (ASV) und der Gruppe T.O.P. B3rlin auch die Gruppe communisme sucré, welche sich aus einem offenen Treffen des „Straßen aus Zucker“-Bündnisses heraus gegründet hatte. Die Themenfelder sind wie immer sehr vielfältig und es dürfte für jedeN etwas dabei sein.

Inhalt der aktuellen Ausgabe:

Printausgabe: Straßen aus Zucker #2 (25.11.09)


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30.11.2009 Vortragsreihe zu Antiziganismus in Europa (Teil 4/4)

30. November 2009 - 03:12 Uhr - Eine Ergänzung

Zwischen den Fronten – Die Vertreibung der Roma aus dem Kosovo und die Verantwortung der Internationalen Gemeinschaft

Wann? 30. November 2009, 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden
Wer? Dirk Auer

Die Internationale Gemeinschaft hat während der vergangenen acht Jahre im Kosovo das größte Nationbuilding-Projekt aller Zeiten gesteuert. Geldmengen in Milliardenhöhe flossen und fließen jedes Jahr für Demokratie, den Aufbau der Ökonomie und die Durchsetzung und Einhaltung von Menschenrechten und rechtsstaatlichen Prinzipien. Doch die Situation der Roma hat sich nach der und durch die Intervention der Internationalen Gemeinschaft nicht gebessert. Im Gegenteil: Schätzungen zufolge wurden schon kurz nach dem Krieg von den ehemals 150.000 in Kosovo lebenden Roma zwei Drittel aus dem Land getrieben – und das alles unter den Augen der bereits stationierten NATO-Soldaten.
Die Situation der im Kosovo verbliebenen Roma ist bis heute desolat. Doch nun haben die deutschen Länderinnenminister und die Behörden des Kosovo ein Rücknahmeabkommen abgeschlossen. Massenweise erhalten die 25.000 Roma aus dem Kosovo, die zurzeit noch als geduldete Flüchtlinge in Deutschland leben, Briefe von den Ausländerämtern, in denen sie zur unverzüglichen Ausreise aufgefordert werden. Kommen sie dieser nicht nach, droht ihnen die Abschiebung – in ein Land, in dem Roma nach übereinstimmenden Berichten von Menschenrechtsorganisationen kaum eine Chance haben, ihre Existenz zu sichern.

Dirk Auer, Dr., geb. 1970, Sozialwissenschaftler. Lebt seit 2006 als freier Korrespondent in Sofia, von wo aus er für den ARD-Hörfunk über die verschiedenen Länder des Balkans berichtet (www.balkanbiro.de). Interessenschwerpunkte: Migration, Roma, Minderheitenpolitik. Betreibt die Webseite www.roma-kosovoinfo.com

Quelle: a.l.i.a.s. Dresden


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Antifaschistische Spontankundgebung vor russischem Kulturverein

19. November 2009 - 19:16 Uhr - Eine Ergänzung

Heute Nachmittag versammelten sich etwa 40 Menschen vor dem Gebäude des neu eröffneten deutsch-russischen Kulturinstituts e.V. in der Radeberger Vorstadt in Dresden. Mit der Aktion wollten sie an die Ermordung eines russischen Antifas in Moskau erinnern.

Gegen 15 Uhr war im Haus des Vereins die feierliche Eröffnung eines „Russischen Zentrums“ geplant. Es ist das erste derartige Zentrum im deutschsprachigen Raum und mit den deutschen Goethe-Instituten vergleichbar. Neben dem Dresdner Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel war auch der russische Generalkonsul in Deutschland eingeladen worden.

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Ziele der „save me“ Kampagne vorgestellt

15. November 2009 - 01:06 Uhr

Bei einem ersten Treffen mit der Ausländerbeauftragten der Stadt Dresden, Marita Schieferdecker-Adolph, wurde sich auf ein neues Konzept für die Verbesserung von Flüchtlingshilfe verständigt. Das erklärte Ziel der Dresdner Kampagne ist es, die Chancen auf Asyl in Dresden für Flüchtlinge aus Krisengebieten zu erhöhen.

Im Zuge der bundesweiten Kampagne „save me“ von PRO ASYL e.V. wurden in 40 Städten lokale Initiativen gegründet, um auf Bewegungsfreiheit und das Recht auf Asyl aufmerksam zu machen.


Antifa

„Nie wieder revolutionärer Antifaschismus“?

14. November 2009 - 02:14 Uhr

Antifa heißt ...?Im Sommer fand im AZ Conni ein vom a.l.i.a.s. organisierte Veranstaltung mit der Leipziger Antifa (LeA) statt. Der interessante Vortrag über das Konzept des „revolutionären Antifaschismus“ und die Diskussion im Anschluss daran wurden am Tag der Veranstaltung mitgeschnitten. Nun gibt es die Audio-Dateien auch für die, die nicht dabei gewesen sein konnten, zum downloaden und anhören. Viel Spaß damit.


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12.11.2009 Vortragsreihe zu Antiziganismus in Europa (Teil 3/4)

11. November 2009 - 09:34 Uhr

Übergriffe gegen Romaflüchtlinge in Italien und rassistische Hetzkampagnen

Wann? 12. November 2009, 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden
Wer? Katrin Lange

In Italien greifen antiziganistische Stimmungsmache durch die Politik, Hetze gegen Roma und Sinti durch die Medien und antiziganistische Übergriffe durch die Bevölkerung in den letzten Jahren immer unheilvoller ineinander. Diese Entwicklung ist auch Teil von Faschisierungs-Tendenzen seit dem Regierungsantritt Berlusconi, aber bei weitem nicht alleine dadurch zu erklären. Antiziganistische Ressentiments sind vielmehr in der italienischen Mehrheitsbevölkerung seit langem weit verbreitet.
In dieser Veranstaltung soll der zunehmende Antiziganismus der letzten Jahre anhand von konkreten Beispielen auf dem Hintergrund seiner strukturellen Verankerung (Stichwort „Nomadencamps“) beleuchtet werden. Gleichzeitig werden Protagonist_innen eines Widerstandes gegen diese Entwicklungen vorgestellt.

Katrin Lange wohnt in Bremen und ist seit vielen Jahren in antirassistischen Initiativen aktiv, u.a. mehrjährige Mitarbeit im Roma-Bündnis-Nordwest. Sie hat mehrere Jahre in Italien und Albanien gelebt und gearbeitet.

Die letzte Veranstaltung der Vortragsreihe findet am 30.11. statt.

Quelle: a.l.i.a.s. Dresden