Nazis | News

Dresden: Erneuter Angriff auf den Laden „Eastyle“

Naziladen "Eaststyle" in der ReitbahnstraßeUnbekannte haben in der Nacht auf 29. April erneut die Scheiben des Ladens „Eastyle“ in der Reitbahnstraße 35 beschädigt. Am Mittwochmorgen wurden einem Polizeibericht zufolge, die Schaufensterscheiben beschädigt und Pyrotechnik gezündet. Im Laden werden neben normalen Modeartikeln auch Marken verkauft, welche bei Neonazis beliebt sind. Schon im Dezember vergangenen Jahres wurde der Naziladen von Unbekannten angegriffen.

Einen Tag später wurde das Wohnhaus des Stadtratkandidaten des „Nationalen Bündnis Dresden“ Frithjof Richter mit Farbbeuteln beworfen. Richter tritt als Spitzenkandidat zur Stadtratswahl im Wahlkreis Blasewitz an, wo sich auch seine Wohnung befindet.

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Sachsen: Neonazis, die netten Nachbarn von nebenan

In einer Reportage im ZDF wird der Frage nachgegangen, wie etabliert die Naziszene in Sachsen im Superwahljahr 2009 in Teilen der Bevölkerung ist. Ein Beispiel ist der parteilose Kreistagsabgeordnete Olaf Martin (ehemals NPD), Besitzer des Naziszeneladens Ragnarök in Mylau im Vogtland mit Kontakten zum weltweiten Neonazinetzwerk Blood and Honour.

Nazis | News

1. Mai 2009: Nazidemonstration in Dresden (Update 30.04.)

Wer herausfinden will, was Heuschrecken mit Kapitalismus zu tun haben sollen, derdie sollte sich den 1. Mai schon einmal rot im Kalender anstreichen. Dann nämlich will das Nationale Bündnis Dresden um 11 Uhr auf dem Postplatz zum Sturm auf den Kapitalismus blasen, um die „Heimische Wirtschaft und Arbeitsplätze [zu] schützen – Finanzheuschrecken bekämpfen“.

(Update 17.04.09)

Der Naziaufmarsch am 1. Mai wird nicht wie angekündigt am Postplatz beginnen, sondern wie schon am 13. und 14. Februar in diesem Jahr am Hauptbahnhof. Mittlerweile gibt es einen Aufruf zu antifaschistischen Gegenaktivitäten. Wir halten euch auf dem laufenden.

(Update 28.04.09)

Der Treffpunkt für die Antifakundgebung ist am 1. Mai ist um 10.30 Uhr der Dr.-Külz-Ring. Ein Infotelefon wird auch geschaltet sein, die Nummer dafür ist: 0152 – 29745031.

(Update 29.04.09)

Aus einem Artikel in der Sächsischen Zeitung geht hervor, dass es wie auch am 14. Februar in diesem Jahr weit entfernt von der eigentlich Naziroute auch von zivilgesellschaftlicher Seite Aktionen geben wird. So lädt der Wohltätigkeitsverein Dresdner Tafel zwischen 9 und 10 Uhr an der Goldenen Pforte des Dresdner Rathauses als Zeichen des Protestes zu einem für alle Menschen offenen „Demokratiefrühstück“ ein. Um 9 Uhr ist außerdem ein Demonstrationszug vom Albertplatz am Rande der Äußeren Neustadt zum Schlossplatz geplant, auf dem wie schon in den vergangenen Jahren die traditionelle Maikundgebung der Gewerkschaften und Parteien stattfinden wird.

(Update 30.04.09)

Die zentrale Demonstration der sogenannten „Freien Kräfte“, welche in Hannover stattfinden sollte, wurde heute vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe untersagt. Somit können die Nazis vor der Versammlung keine weiteren Rechtsmittel einlegen. Aus diesem Grund haben sächsische Nazis eine Demonstration in Freiberg bei Dresden angemeldet. Unter dem Motto „Zukunft statt Kapitalismus – Freiheit statt BRD“ soll die Demo um 12.30 Uhr am Bahnhof in Freiberg starten.

Nazis | News

Rechte Schläger im Kapuzenpulli

Von Olaf Sundermeyer, Dortmund

Palästinensertuch, Sonnenbrille, schwarzer Kapuzenpulli: Die militanten Rechten von den „Autonomen Nationalisten“ kopieren den Stil der Linksautonomen – und schlagen gern zu. Am 1. Mai werden sie wieder als schwarzer Block auftreten. Die Polizei rechnet mit Krawall. Weiterlesen

Freiräume | Kultur | News

30.04.2009 Film: Der Aufstand der Würde

„Der Aufstand der Würde – Die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko“

Wer? Mexiko-Gruppe Dresden
Wann? 30. April 2009, 20.00 Uhr
Wo? veränderbar Dresden, Görlitzer Straße 42

Am 1. Januar 1994 besetzten Tausende Indigene unter der Losung „Ya Basta!“ (Es reicht!) sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas – die sich nach dem Revolutionär Emiliano Zapata benannten – bewaffnet gegen die Regierung, die für sie nur Missachtung oder Gewalt übrig hatte. Weiterlesen

Nazis | News

19.04.2009 Vítkov (CZ): Zweijähriges Roma-Mädchen lebensgefährlich verletzt

Bisher Unbekannte verübten in der Nacht zum Sonntag einen Brandanschlag auf ein von Roma bewohntes Haus in Vítkov im Osten der Tschechischen Republik, in der Nähe von Ostrava.

Dabei wurde ein Zweijähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte in einer Spezial-klinik in Ostrava hat das Kleinkind an 80 Prozent seines Körpers lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Ob das Mädchen überleben wird, ist derzeit noch unklar. Dies entscheide sich in den nächsten Tagen, im Moment befinde das Kind sich in einem kritischen Zustand, teilte das Krankenhaus mit. Weiterlesen

Kultur | News

23.04.2009 Erstaufführung von „Chaostage“ (Update 23.04.)

„Chaostage“

Wann? ab 23. April 2009
Wo? Schauburg Dresden

»Chaostage« – und ab dafür! Das wir ostdeutschen unsere Ausländerfeindlichkeit quasi auf den Töpfchen der Kindergärten aufgesogen haben, durften wir ja bereits lernen. Doch wie war es im Westen Deutschlands als der Punkrock auf den Straßen regierte, „Deutschland muss sterben, damit wir leben können“ aus den Boxen schepperte, der Asphalt brannte, sich Spießer ins Höschen pinkelten und Polizei wie Soziologen vor einem Phänomen standen, das sie einfach nicht begreifen konnten?
1996 erschien der gleichnamige Roman des ZAP-Herausgebers Moses A. aus dem die jungen Filmemacher Tarek Ehlail und Matthias Lange einen Film gezaubert haben. »Chaostage« ist schnell, laut, hart – so unberechenbar wie Punk nur sein kann – eine Geschichte, wie sie jederzeit und überall wieder geschehen könnte: Deutschland an einem ganz normalen Wochenende im Sommer. Die Mischung aus Bier, Sonne, Musik und einer saftigen Brise Wut im Bauch ist stimmig und als sich die Wege von Punks, Skins und Autonomen schließlich kreuzen explodiert sie… Weiterlesen

Kultur | News

23.04.2009 Filmstart „Unbeugsam – Defiance“ mit Daniel Craig

Während 60 Jahre nach Kriegsende in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in deutschen Produktionen das eigene Opferdasein als Thema dominiert, beweist Hollywood-Regisseur Edward Zwick einmal mehr, dass es auch anders geht. In seinem aktuellen Film „Unbeugsam – Defiance“ erzählt er nicht wie fälschlicherweise angenommen, die Geschichte des jüdischen Partisanenmitglieds Abba Kovner, sondern die der drei Bielski-Brüder Tuvia, Asael und Zusya. Gemeinsam mit anderen Überlebenden kämpften sie nach der Ermordung ihrer Familien im Dezember 1941 in den Wäldern um Nowogródek in Weißrussland gegen die deutsche Wehrmacht. Die Gruppe der Bielski-Partisanen war eine der größten jüdischen Partisanengruppen im Zweiten Weltkrieg. Sie organisierten sich in einer fast autarken Dorfgemeinschaft in den Naliboki-Wäldern und retteten damit mehr als 1.000 Menschen das Leben. Weiterlesen

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Dresden: Rechtsradikale Provokationen gegen linkes Wohnprojekt

In den letzten Wochen kam es zu zahlreichen Provokationen und einer Brandstiftung an einem linksalternativen Wohnprojekt in der Robert-Matzke-Strasse 16 in Dresden-Pieschen.

Am Morgen des Hitler-Geburtstages, dem 20. April 2009 entzündeten unbekannte TäterInnen im Hof der Robert-Matzke-Straße 16 zwei Mülltonnen, die sich direkt am Wohnhaus befanden. Dabei wurde in Kauf genommen, dass das Feuer auf das Wohnhaus übergreifen könnte, in dem zu dieser Zeit mehrere Menschen geschlafen haben. Die BrandstifterInnen hinterliessen an der Hauswand einen Aufkleber mit der Aufschrift „Organisiert die Anti-Antifa! Good Night Left Side“. Die Feuerwehr musste ausrücken um das Feuer zu löschen. Weiterlesen

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Das Gespenst des Widerstands

Während ein Prozess wegen vermeintlicher Mitgliedschaft in der „militanten Gruppe“ vor dem Berliner Kammergericht weitergeht (http://de.indymedia.org/2009/03/245188.shtml), sucht das Landeskriminalamt immer noch nach den Verdächtigen im Fall des Brandanschlags auf den Fuhrpark der Dresdner Bundeswehr-Kaserne an den Ostertagen. Auch das Verteidigungsministerium ist bereits über den Stand der Dinge informiert worden. Ein Bekennungsschreiben, welches an verschiedene Zeitungen geschickt wurde, soll jedoch nicht echt sein, so mutmaßen jedenfalls die Ermittlungsbehörden. Weiterlesen