Freiräume

Online-Plattform Hollaback! in Dresden gestartet

Seit gut einem Monat existiert in Dresden das Online-Projekt „Hollaback!“- ‚Brüll zurück!‘. Auf der Seite haben Menschen, die von sexuellen Belästigungen betroffen gewesen sind, die Möglichkeit, ihre eigene Geschichte zu erzählen und professionelle Hilfe zu bekommen. Ziel des Projektes ist es, das Problem der Belästigungen öffentlich zu machen und den Betroffenen damit zu zeigen, dass sie nicht allein sind.

Beinahe jede Frau wurde schon einmal belästigt oder sogar Opfer eines sexuellen Übergriffs. Der Schritt von ungewollten Belästigungen bis zu einer Vergewaltigung ist nicht groß und kann nur dadurch verhindert werden, dass Menschen lernen, sich entsprechend zu verhalten und Fehlverhalten für die Täter Konsequenzen hat. Wie das funktionieren kann, zeigt das auf der Webseite dokumentierte Beispiel aus der Dresdner Chemiefabrik, bei dem das Einlasspersonal in die Pflicht genommen wurde und anschließend Personen von der Party warf.

„Hollaback! Dresden und Umgebung“ ist Teil der international vernetzten Hollaback-Bewegung, die ihren Ursprung 2005 in New York nahm. Gründerin Emily May empfand es als „frustrierend“, dass es keine Antwort ­darauf gab, wie eine Frau eigentlich mit diesen täglichen Übergriffen umgehen soll und entschloss sich das Projekt zu initiieren, um damit sexualisierten Übergriffen auf der Straße ein Ende zu setzen. Inzwischen gibt es bereits in 17 Ländern und bald 52 verschiedenen Städten Hollaback-Internetseiten auf denen sich Betroffene austauschen und informieren können.

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