Nazis

Nazikundgebung am 17. Juni (Update 14.06.)

Am 17. Juni wollen Dresdner Nazis wie in den vergangenen Jahren auch versuchen, den Jahrestag des so genannten „Volksaufstandes“ in der ehemaligen DDR für sich zu instrumentalisieren.

Vor 57 Jahren hatten hunderttausende Bürgerinnen und Bürger auf die vom ZK der SED beschlossene Erhöhung der Arbeitsnormen um 10% mit Demonstrationen und Streiks in über hundert Orten der sowjetischen Besatzungszone reagiert. Die Behörden reagierten auf die Proteste mit der Verhängung des Ausnahmezustandes für Teile der ehemaligen DDR und entsendeten fast 20.000 Soldaten und 8.000 Angehörigen der Volkspolizei.

Bei den anschließenden Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und den Sicherheitskräften kamen mindestens 55 Menschen ums Leben, mehr als 2.000 Menschen wurden in den folgenden Wochen verhaftet und zum Teil für längere Zeit inhaftiert.

In den letzten Jahren (2008 | 2009) hatten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Dresden gemeinsam mit Landtagsabgeordneten der NPD und Mitgliedern des Nationalen Bündnisses vor einem von einer Dresdner Künstlerin entworfenen Mahnmal aus Panzerketten auf dem Postplatz den Opfern des 17. Juni gedacht und Kränze niedergelegt.

(Update 14.06.)

Gegen den am kommenden Donnerstag angekündigten Aufmarsch von Nazis in der Dresdner Innenstadt gibt es inzwischen einen Aufruf Dresdner Antifas. Der Treffpunkt für Gegenaktivitäten ist bereits um 17 Uhr auf dem Postplatz. Die Nazis wollen sich um 18.30 Uhr treffen und 19 Uhr beginnen.

Kommentare

  1. Kommi-Boy sagt:

    GEGEN DEUTSCHEN ARBEITSWAHN!!! DAMALS WIE HEUTE!!!

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