Antifa

Gedenken an die 2013 in Paris ermordeten kurdischen Politikerinnen

Am Montagnachmittag versammelten sich auf dem Jorge-Gomondai-Platz etwa 30 Menschen, um mit einer Mahnwache an die Ermordung der kurdischen Politikerinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez vier Jahre zuvor in Paris zu erinnern. Die drei Frauen waren am 9. November 2013 in den Räumen des Kurdischen Informationsbüros hingerichtet worden. Der mutmaßliche Täter, Ömer Güney, war einen Monat vor dem Beginn seines Prozesses aus seiner Gefängniszelle in ein Pariser Krankenhaus verlegt worden und dort am 17. Dezember 2016 an den Folgen eines Hirntumors gestorben.

Nachdem Fahnen, Fackeln und Plakate mit den Gesichtern der drei ermordeten Frauen verteilt worden waren, wurde in zwei Redebeiträgen noch einmal die Hintergründe der Tat thematisiert und Flugblätter verteilt. Darin wurde dem türkischen Geheimdienst MİT vorgeworfen, die Ermordung unter den Augen europäischer Sicherheitsbehörden organisiert zu haben. Mit Sakine Cansız war auch eine Mitbegründerin der seit 1993 in Deutschland verbotenen kurdisch-marxistischen Arbeiterpartei (PKK) mit einem Kopfschuss hingerichtet worden.

Nach den Redebeiträgen zogen die verbliebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mahnwache mit Sprechchören gegen den türkischen Präsidenten Recep Erdoğan und seine regierende AKP über den Albertplatz bis zum Alaunplatz, wo die Demonstration schließlich gegen 17.30 Uhr ohne Zwischenfälle beendet wurde. Erst am Samstag hatten in der französischen Hauptstadt tausende Menschen mit einer Gedenkdemonstration an die drei Frauen erinnert und Gerechtigkeit gefordert.

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