Make some noise?
3. Februar 2010 - 02:21 Uhr
Von Olaf Meyer
Zittau. Der regional agierende Nationale Jugendblock wollte die Szene tanzen lassen. Die Musik blieb aus, Straftaten wurden trotzdem festgestellt.
3. Februar 2010 - 02:21 Uhr
Von Olaf Meyer
Zittau. Der regional agierende Nationale Jugendblock wollte die Szene tanzen lassen. Die Musik blieb aus, Straftaten wurden trotzdem festgestellt.
27. Januar 2010 - 12:31 Uhr - Eine Ergänzung
Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag kam es im nordsächsischen Klingenhain zu einem Brandanschlag auf ein von einer Sinti-Familie bewohntes Haus. Dabei brannte das Wohnhaus und damit die Existenzgrundlage der Familie komplett aus. Schon seit sechs Jahren sieht sich die Familie rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. So mussten in der Vergangenheit bereits die Kinder der Familie nach mehreren Drohungen die Schule wechseln. Beschimpfungen als „Zigeuner“ oder „Dreckspack“, Schläge, Einbrüche und Vandalismus waren an der Tagesordnung. Einmal beschoss ein Nachbar der Familie sogar das Haus. Mehrere Anzeigen bei der Polizei wurden jedoch alle eingestellt.
14. Januar 2010 - 11:29 Uhr
Nach der Veröffentlichung seines Wohnortes durch Unbekannte Anfang des Jahres, hat der 51jährige promovierte „Historiker“ Olaf Rose bei winterlichen Temperaturen die Flucht ergriffen. Hoffentlich ist die Akzeptanz seiner neuen Nachbarn ähnlich hoch, wie es in Dresden in den letzten Wochen der Fall gewesen ist. Auf Flugblättern und Sprühschablonen war auf Roses Treiben hingewiesen worden.
In den Abendstunden des gestrigen Tages ist der vor mehr als einer Woche geoutete führende Nazikader Olaf Rose Hals über Kopf aus der Leipziger Vorstadt geflohen. Während der NPD Mitarbeiter des Landtags scheinbar schon längere Zeit seinen Nachbarn gegenüber das Bild des netten Mannes von Nebenan erfüllte, schaffte er es überregional zeitweise bis in den Bundesvorstand der NPD. Der Druck von Außen führte nun dazu, dass er in einer Nacht und Nebel-Aktion aus dem alternativ geprägten Stadtteil wegziehen musste. Interessanterweise wohnt Rose offiziell schon seit geraumer Zeit in Pirna auf der Liebstädter Straße, was Voraussetzung für seinen Posten als gewählter NPD-Stadtrat von Pirna ist.
8. Januar 2010 - 01:59 Uhr
Vor mehr als zwei Jahren kam es vor der Eingangstür der inzwischen geschlossenen Großraumdiskothek „Dance Factory“ auf der Bautzner Straße zum Übergriff von einigen rechten Hooligans auf zwei 21jährige sudanesische Studenten, die zuvor von den Türstehern der Diskothek rausgeworfen worden waren. Dabei wurden die beiden Studenten und ein 20jähriger, der den Angegriffenen helfen wollte, verletzt. „Ob wir es mit einem rechtsextremistischen Hintergrund zu tun haben, wird sich zeigen.“ äußerte sich Polizeisprecher Thomas Herbst damals bereits einen Tag nach den Übergriffen.
8. Januar 2010 - 01:08 Uhr
Von André Seitz
Der öffentliche Raum in und um Mittweida wird von Nazipropaganda dominiert. Bushaltestellen und Verkehrsschildpfosten sind mit Stickern mit der Aufschrift »Gegen den Zerfall unseres Volkes«, mit Schlagringmotiven und Slogans wie »A.C.A.B. Cops better run« bepflastert, alte Naziaufkleber verblassen in der Sonne, neue kleben darüber. In der Stadt findet sich an vielen Stellen das Kürzel »ANSMS« für »Autonome Nationalsozialisten Mittelsachsen« als Graffito.
4. Januar 2010 - 15:14 Uhr - Eine Ergänzung
Wie schon im vergangenen Jahr wurde auf dem 26. Chaos Communication Congress des CCC im Berliner Kongresszentrum wiederholt die rechte Szene Ziel von Hacker-Aktivitäten. In der letzten Woche des Jahres wurde neben einem rechten Flirtportal in diesem Jahr auch die deutsche Internetseite von Thor Steinar gehackt. In beiden Fällen kursieren seitdem die Datenbanken mit Adressen und Namen der Bestellerinnen und Besteller in den Weiten des Netzes. Vielleicht sind ja auch eure Nachbarn darunter?
3. Januar 2010 - 20:42 Uhr - 2 Ergänzungen
In der Rudolfstraße 22 in der Leipziger Vorstadt wohnt seit geraumer Zeit kein geringerer als der NPD Mitarbeiter des Landtags Olaf Rose. Der 51jährige Germanist und promovierte Historiker tritt vor allem als Autor und Vortragsredner im geschichtsrevisionistischen und rechten Spektrum in Erscheinung. Bekannt geworden ist er mit seiner 2004 veröffentlichten Dokumentation „Geheimakte Heß“. Darin wird der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill für den zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht und den Alliierten der Mord an Hitler Stellvertreter Rudolf Heß vorgeworfen. Die dem Film zugrundeliegenden Thesen im Heß-Buch des Verschwörungstheoretikers Martin Allen beruhen auf gefälschten Papieren im britischen Nationalarchiv.
26. Dezember 2009 - 18:02 Uhr
Genau das richtige für eine freie Minute zwischen den Weihnachtsfeierlichkeiten mit der Familie oder Freunden findet ihr auf der Internetseite der Initiative für ein neues NPD-Verbotsverfahren. Im ersten Quiz geht es um wissenswerte Informationen zu so genannten „V-Leuten“ staatlicher Organe in der NPD. Ein erstes Verbotsverfahren gegen die NPD war im März 2003 vom Bundesverfassungsgericht eingestellt worden, nachdem bekannt geworden war, dass die NPD in wichtigen Positionen mit V-Leuten des Verfassungsschutzes besetzt gewesen war. Seit nunmehr zwei Jahren versucht die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BDA) mit ihrer Initiative politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger für einen erneuten Versuch zu sensibilisieren. Im September 2009 kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein neues Verbotsverfahrens in Zusammenarbeit mit den Ministerpräsidenten der SPD-regierten Bundesländer an.
16. Dezember 2009 - 00:01 Uhr - Eine Ergänzung
Am Dienstag durchsuchten insgesamt 350 Polizeibeamte mehr als 50 Wohnungen, Büros und Fahrzeuge in Dresden. Ziel der Ermittler war eine Gruppierung von Hooligans die gemeinsam mehrere Gewalt- und Straftaten begangen haben soll. Dabei wurden Computer, Handys, Bilder und Videos beschlagnahmt. Die Verdächtigen sollen nach Angaben des Sprechers der Dresdner Staatsanwaltschaft, Christian Avenarius, „militärisch durchorganisiert“ gewesen sein und klare Hierarchien innerhalb der Gruppierung gehabt haben. Neben dem primären Ziel Gewalt auszuüben, soll zudem auch ein wirtschaftliches Interesse bestanden haben. Insgesamt 12 Männer wurden vorläufig festgenommen.
9. Dezember 2009 - 13:42 Uhr - 2 Ergänzungen
Das Einkaufszentrum „Mälzerei“ in Dresden-Pieschen beherbergt seit längerem zwei einschlägig rechte bzw. neonazistische Geschäfte. In einer Werbeanzeige vom 03. Dezember in der Dresdner Morgenpost wurden beide, neben weiteren Geschäften der „Mälzerei“, beworben.
Unter der Überschrift „Weihnachtliches Flair in der Mälzerei – Adventstreiben in urgemütlicher Atmosphäre“ wird der „Army Shop“ von Maik Knothe als „Geschenkegrube für Männer“ bezeichnet. Der Inhaber biete „strapazierfähige Freizeitkleidung“ an. Was die Werbung verschweigt: Diese „Freizeitkleidung“ stammt u.a. von „Erik&Sons“ – einer Marke, die vorrangig im neonazistischen Spektrum getragen wird und von ehemaligen Machern der einschlägig bekannten Marke „Thor Steinar“ betrieben wird.