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Kampagne wirft Polizei Prangermethoden vor

27. März 2015 - 16:17 Uhr

Nach der vorläufigen Festnahme mehrerer mutmaßlicher Ladendiebe wird Kritik am Vorgehen der Polizei laut. Die Gruppe war durch den Leiter eines Supermarktes in der Johannstadt verfolgt und anschließend am Terrassenufer von der mittlerweile telefonisch herbeigerufenen Polizei festgenommen worden. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeuges stellten die Beamten mehrere Kartons mit Lebensmitteln sicher. Die Polizei ermittelt nun, ob die im Fahrzeug sichergestellten Waren möglicherweise gestohlen worden sind. Was der Polizeibericht jedoch verschweigt, sind die Umstände der Festnahme, bei der zwei der vermeintlichen Täter mit Handschellen an einen Baum gefesselt und von der lokalen Presse fotografiert worden waren.

Kritik an dem Vorgehen der Polizei kam von der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), welche den Vorgang als „absolut inakzeptabel“ bezeichnete und angesichts „eines bloßen Verdachts von Kleinstkriminalität“ zudem von einem „völlig unverhältnismäßig“ Einsatz an der Grenze zur Rechtsstaatlichkeit sprach. Ihrer Ansicht nach wirft die sowohl in den Presseberichten, als auch dem Polizeibericht mehrfach betonte Herkunft der vermeintlichen Ladendiebe die Frage auf, ob deutsche Täter ebenso öffentlich an den Pranger gestellt werden würden. Dass das polizeiliche Vorgehen kein Einzelfall ist, zeigt ein Beispiel aus dem vergangenen Sommer. Damals hatte es wegen eines Polizeieinsatzes auf der Prager Straße Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme gegeben.


Veröffentlicht am 27. März 2015 um 16:17 Uhr von Redaktion in News

Ergänzungen

  • Kriminalitätstourismus ist ein großes Problem und darüber sollte auch berichtet werden. Wir brauchen finde keinen Lobbyverband für ausländische Straftäter. Die Gesichter wurden unkenntlich gemacht, das ist auch richtig so. In dem Artikel wurde zudem deutlich, dass größere Mengen gestohlen wurden. „Rassistische Polizeigewalt“ kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

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