Soziales

Studieren wird künftig teurer

Für Unmut sorgte eine Mitteilung des Dresdner Studentenwerks, welches zu Monatsbeginn eine Erhöhung der Preise und Beiträge angekündigt hatte. Der Geschäftsführer des Studentenwerks, Martin Richter, begründete die Notwendigkeit der Maßnahmen mit geringeren Einnahmen bei den Semesterbeiträgen auf Grund der gesunkenen Zahl von Studierenden, gestiegenen Personal -und Warenkosten sowie erhöhten Infrastrukturvorhaltungskosten. Obwohl Studierendenvertreter dem Wirtschaftsplan am 26. Oktober unter Protest zugestimmt hatten, forderten sie im Nachgang die Landesregierung dazu auf, die seit 2015 nicht mehr angepassten Landeszuschüsse zu erhöhen.

„Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass erneut die Studierenden zur Kasse gebeten werden, um die fehlenden infrastrukturerhaltenden Maßnahmen des Landes auszugleichen. Es ist Aufgabe des Landes, die eigenen Liegenschaften nicht nur zu errichten, sondern auch deren Erhaltung zu finanzieren“, so Matthias Lüth, der Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks. Neben der Hochschulgastronomie, bei der die Preise im kommenden Jahr um bis zu 4% angehoben werden, sind von den unlängst beschlossenen Erhöhungen auch Studierende betroffen, die in Studentenwohnheimen leben und wegen „steigender Instandhaltungskosten“ ab 1. Januar 2018 durchschnittlich 6,50 Euro höhere Mieten zahlen müssen.

Während im letzten Jahr Beitrags- und Preiserhöhungen durch den Abbau von Rücklagen noch verhindert werden konnten, erhöhen sich ab 1. Januar nicht nur die Preise in den Mensen und Cafeterien, vielmehr steigen ab dem 1. April 2018 auch die Semesterbeiträge für die rund 47.000 Studierenden von insgesamt sieben Hochschulen auf mehr als 270 Euro. Anders als das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), welches gegenüber der Dresdner Neuesten Nachrichten die Vorwürfe angesichts der 2016 erhöhten BAföG-Beiträge als „schwer nachvollziehbar“ bezeichnet hatte, verwies Claudia Meißner, die Geschäftsführerin für Soziales im StuRa, auf die seit 2012 stetig sinkende Zahl von BAföG-Berechtigten „aufgrund fehlender Anpassungen der Freibeträge bei den Eltern“.

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