NazisFeature

Organisierte Naziangriffe in Bautzen

Kein Kiez für Nazis - Wer wegschaut stimmt zu! (Quelle: flickr.com/photos/kietzmann/)

Am Freitag den 9. September demonstrierten in Bautzen etwa 200 gewaltbereite Nazis unter dem Motto „Remigration statt Immigration“. Bereits seit vielen Monaten sind die braunen Aktivisten des StreamBZ–Zusammenschlusses in Bautzen auch ohne Demonstrationen aktiv und gehen dabei gezielt gegen geflüchtete und linke Jugendliche vor. Ihr selbstgestecktes Ziel ist es, aus Bautzen eine „Nazi-Homezone“ zu machen. Widerstand erfahren die organisierten Nazis in der Spreestadt kaum, lediglich ein paar dutzend migrantische und linke Jugendliche trennen die Nazis vom Erreichen ihres Zieles. Polizei und Justiz scheinen sie zudem durch aktives Wegschauen sowie der Kriminalisierung von antifaschistischem Protest zu unterstützen. Weiterlesen

Top Themen:
Kultur

26. Interkulturellen Tage gestartet

Interkulturelle Tage 2016

Von Sonntag an bis zum 2. Oktober findet in Dresden die inzwischen schon 26. Auflage der Interkulturellen Tage unter dem Motto „Gemeinsam Vielfalt leben“ statt. Nach der feierlichen Eröffnung im Neuen Rathaus gibt es wie in den vergangenen Jahren auch, ein buntes und vielfältiges Rahmenprogramm mit über 150 Veranstaltungen in der ganzen Stadt. Höhepunkt ist ein Interkulturelles Straßenfest auf dem Jorge-Gomondai-Platz am 24. September, bei dem es die Gelegenheit gibt, an 40 Ständen einige der vielen interkulturellen Projekte der Stadt kennenzulernen. Weiterlesen

Soziales

Riesaer Familie erhält vorerst Duldung

Riesaer Mitschülerinnen und Mitschüler zeigen sich solidarisch (Quelle: siesollenbleiben.noblogs.org)

Nach der nächtlichen Abschiebung von Teilen einer in Riesa lebenden Familie, gibt es inzwischen Neuigkeiten. Danach hatte schon Mitte August die Landesdirektion Sachsen der Familie zugesichert, sie so lange nicht abzuschieben, bis über ihren Antrag auf ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland entschieden wurde. Nach Monaten der Ungewissheit können sich nun der Vater der Familie, Sami Bekir, und seine noch in Deutschland verbliebenen Kinder frei auf der Straße bewegen, ohne dabei Gefahr zu laufen, gefunden und abgeschoben zu werden. Im Mai war seine schwerkranke Frau gemeinsam mit den drei jüngsten Kindern der Familie nach Mazedonien abgeschoben worden, auch ein damals eingereichter Eilantrag war nicht einmal 24 Stunden später vom Dresdner Verwaltungsgericht abgelehnt worden. Weiterlesen

Nazis

Rechte Gewalt auch in Löbau

Löbau (Quelle: flickr.com/photos/mksfca/9414950885)

In Löbau, 20 km südlich von Bautzen, fand am vergangenen Wochenende vom 09.09. bis zum 10.09.2016 das Kleine Stadtfest statt, wo es ebenfalls zu Angriffen durch rechte Schläger gekommen ist. Während Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen gemeinsam friedlich vor der aufgebauten Bühne feierten und tanzten, kamen fünf eindeutig als rechts zu identifizierende Personen vorbei, die gezielt die Gesichter der Geflüchteten abfotografierten. Die Geflüchteten reagierten ablehnend und zeigten deutlich, dass sie diese Provokation nicht dulden wollten. In der Folge vergrößerte sich die Gruppe der Nazis und es kam zu einem ersten heftigeren Kontakt zwischen den Nazis und den Geflüchteten auf dem Altmarkt. Die Nazis, von denen einige im Stil der autonomen Nationalisten gekleidet waren, suchten dabei gezielt die physische Konfrontation und es kam zu ersten Rangeleien. Die anderen Besucherinnen und Besucher des Festes reagierten auf diese Auseinandersetzung nicht. Nachdem das Stadtfest beendet wurde, waren noch minutenlang rechte Gesänge hörbar, die durch die Straßen von Löbau hallten. Weiterlesen

Freiräume | Kultur

Einladung zu den Libertären Tagen vom 12. – 18. September

anarchismuslogo

In Dresden finden vom 12. bis zum 18. September an verschiedenen Orten der Stadt bereits zum dritten Mal die „Libertären Tage“ statt, in denen ein Blick auf die Idee des Anarchismus und die häufig damit verbundenen Kämpfe geworfen wird. Mit einer Reihe von Workshops, Vorträgen, Filmabenden und Diskussionen sollen die Veranstaltungen nicht nur Menschen die Welt anarchistischer Ideen und Kämpfe aufzeigen, sondern zugleich den Raum dafür bieten, aktuell geführte Diskussionen aufzugreifen. Weiterlesen

Freiräume

Denkwürdige Razzia in Görlitzer Hausprojekt

Stein des Anstoßes: Fächerahorn in seiner natürlichen Umgebung (Quelle: flickr.com/photos/blumenbiene/)

Bereits in den Morgenstunden des 22. Juli fand in den Räumlichkeiten des Hausprojektes Hospi 30 in Görlitz eine denkwürdige Durchsuchung der lokalen Polizeibehörde statt. Anlass war eine angebliche Cannabispflanze auf einem Fensterbrett des Hauses deren Aufzucht über mehrere Wochen hinweg dokumentiert worden sein soll. Anwesende Bewohnerinnen und Bewohner der anderen Wohngemeinschaften des Hauses wurden während der Durchsuchung durch die Polizei ebensowenig über die Maßnahme informiert wie der Vermieterverein HausundHof. Es kann vermutete werden, dass für die Maßnahme bewusst der 22. Juli gewählt worden war, da zu diesem Zeitpunkt ein Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner auf einem nahegelegenen Festival eingebunden war. Weiterlesen

Nazis

Internationales Hooliganturnier mit Dresdner Beteiligung

Motto der Veranstaltung: Przebudź się Europo! - Europa erwache!

Am vergangenen Samstag fand im Stadion von Ślęzy Wrocław ein von Śląsk-Hooligans organisiertes eintägiges Fußballturnier mit insgesamt acht Mannschaften statt, an dem sich auch eine Gruppe rechter Hooligans der SG Dynamo Dresden beteiligte. Das geht aus einem Bericht hervor, der am Dienstag auf einer bekannten tschechischen Hooliganplattform veröffentlicht wurde. Neben rechten Anhängern der Schwarz-Gelben nahmen auch Hooligans der Vereine Ferencváros Budapest, Baník Ostrava, FK Dinamo Minsk, Botew Plowdiw und NK Olimpija Ljubljana an dem international besetzten Turnier teil. Weiterlesen

Freiräume | Kultur | Soziales

Verhandlungen gescheitert – Besetzung beendet

Social Center 4 All! (Quelle: https://twitter.com/AsylumMovement/status/772134307859234817)

Nicht einmal 24 Stunden nach ihrer am Samstagabend begonnenen Besetzung, haben die Aktivistinnen und Aktivsten das Gebäude schon wieder verlassen. Vorausgegangen waren mehrstündige Verhandlungen mit dem Hamburger Eigentümer des seit mehreren Jahren leerstehenden Hauses in der Lößnitzstraße, bei denen beide Seiten keine Einigung erzielen konnten: „Die von unserer Seite vorgeschlagenen Kompromisse für eine gemeinschaftliche und solidarische Nutzung des Hauses für den Stadtteil fanden in den Gesprächen kaum Platz. Es war uns nicht möglich eine Alternative zur gewinnorientierten Nutzung zu finden.“ Weiterlesen

Freiräume | Kultur

Zeugenaufruf zu Polizeigewalt bei der BRN

Polizei

In der Nacht vom 17. auf den 18. Juni wurde während der Feierlichkeiten zur diesjährigen Bunten Republik Neustadt an der Ecke Sebnitzer Straße/Kamenzer Straße eine Person von mehreren Polizistinnen und Polizisten gewaltsam zu Boden gebracht. Dabei erlitt die Person etliche Verletzungen. Daraufhin wurden einige Menschen auf das Geschehen aufmerksam und boten sich der geschädigten Person als Zeuginnen bzw. Zeugen an. Wer diesen Vorfall gesehen hat und dazu etwas sagen kann, soll sich bitte möglichst verschlüsselt mit seinen Kontaktdaten bei uns melden. Wir würden anschließend die Informationen zusammentragen und dann an die geschädigte Person weiterleiten.

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Social Center 4 All – Hausbesetzung in der Leipziger Vorstadt

Hausbesetzung in der Leipziger Vorstadt (Quelle: twitter.com/antifa_dresden/)

Am Rande eines Straßenfestes mit Vorträgen und Workshops in der Leipziger Vorstadt besetzte gestern Abend eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten ein seit mindestens acht Jahren leerstehendes Gebäude in der Lößnitzstraße 19, um damit einen „Ort der Solidarität und Begegnung“ zu schaffen und zugleich auf den Leerstand in ihrer Nachbarschaft aufmerksam zu machen. Noch am gleichen Abend versammelten sich bis zu 100 Menschen und diskutierten bei Musik und Essen über die Idee eines „Sozialen Zentrums für Alle“. Während die Polizei heute morgen nur kurz beim Frühstück vorbeischaute, wurde die Besetzung nach Gesprächen mit dem Hamburger Eigentümer heute vorübergehend auf die Straße verlegt. Weiterlesen

Nazis

Ein Stein des Anstoßes – Diskussion um Gedenkstein in Nickern

Gedenkobelisk in Altnickern (Quelle: /twitter.com/gruenlokal/)

In Zusammenarbeit mit Vorstadtgrün

Am Abend des 12. Februar 2016 zogen mehr als 600 Nazis durch Dresden-Prohlis, um an dem in Nickern befindlichen Gedenkstein an die Toten der Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 zu erinnern. Im Vorfeld war der Gedenkstein in Form eines Obelisken, der regelmäßig von Neo-Nazis frequentiert wird, mit Farbe beschmiert worden. Der rechte Fackelmarsch endete mit mehreren Kranzniederlegungen, einer Totenanrufung sowie dem Absingen des Deutschlandliedes in drei Strophen. Redner am Gedenkstein, der die Inschrift: „Wir gedenken der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors“ trägt, bezeichneten die Luftschläge auf Dresden als Massenmord und alliierten Terror. Die Polizei sicherte das braune Spektakel in einem unverhältnismäßigen Katz- und Mausspiel mit den Gegendemonstranten ab. Die Versammlungsbehörde hatte ihr Übriges getan und Gegenprotest in Sicht- und Hörweite war aufgrund einer Wegbeauflagung nur stellenweise und spontan möglich, an Blockadeversuche nicht zu denken. Weiterlesen