Top Themen:
Nazis

Tag der offenen Tür in Laubegast: Flutung verhindert

Proteste in Laubegast (Quelle: twitter.com/streetphotoSE)

Am Tag der offenen Tür im ehemaligen Laubegaster Hotel „Prinz Eugen“ haben gestern zwei Frauen und drei Männer in zwei Zimmern die Abflüsse verstopft und anschließend die Wasserhähne aufgedreht, um so einen möglichst großen Schaden an der für die Unterbringung von Asylsuchenden vorgesehenen Unterkunft anzurichten. Da der Vorfall jedoch vom Sicherheitspersonal des Hauses bemerkt worden war, entstanden keine größeren Schäden. Der städtische Koordinator für Asylfragen, Sven Mania, erstattete nach dem Vorfall Strafanzeige bei der Polizei. Nach dem Ende der Besichtigung protestierten etwa 100 Menschen auf der Österreicher Straße gegen das Vorhaben, noch im Juni mit dem Einzug der ersten von bis zu 94 Asylsuchenden zu beginnen. Weiterlesen

Nazis

Angriff auf Asylsuchende im Stadtzentrum

Kampf dem Rassismus (Quelle: flickr.com/photos/strassenstriche/)

Am Dienstagabend kam es nach Polizeiangaben im Obergeschoss eines Schnellimbisses auf der Prager Straße gegen 19.45 Uhr zu einem vermutlich rechtsmotivierten Angriff von zwei 30 bis 35 Jahre alten Männern auf zwei Asylsuchende. Nachdem die beiden Täter die 19 und 18 Jahre alten Jugendlichen zunächst beleidigt hatten, schlugen sie kurz darauf auf den Älteren der beiden Syrer ein. Als Mitarbeiter des Imbisses den beiden Jugendlichen schließlich zu Hilfe kamen und die Polizei informierten, flohen die Täter. Während einer der Männer als ca. 175 cm groß und von kräftiger Statur beschrieben wird, war sein Komplize ca. 170 cm groß, hatte einen „Bierbauch“ sowie kurze schwarze Haare. Hinweise auf die beiden Männer nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der 0351-4832233 entgegen.

Antifa | Nazis

Dresden kann noch Gegenprotest

PEGIDA steht im Regen (Quelle: news-photo.de)

Anders als in den zurückliegenden Monaten, als die Aufrufe gegen PEGIDA kaum mehr als 300 Menschen erreichten, versammelten sich am Montag an mehreren Punkten bis zu 2.000 Menschen, um gegen eine von PEGIDA angemeldete Demonstration durch die Neustadt zu protestieren (Fotos 1 | 2). Wie angekündigt, hatten sich zuvor an „Ackis Sportsbar“ fast 100 Personen aus dem rechtsoffenen Hooliganspektrum zusammen mit Nazis getroffen. Obwohl die Dresdner Polizei, nach den über soziale Netzwerke ausgesendeten Drohungen, ihr Personal noch einmal kurzfristig auf 500 Einsatzkräfte aufgestockt und die Gruppe bereits an ihrem Treffpunkt im Blick hatte, schafften es die Nazis am Montag dennoch, mit der Straßenbahn bis zum Rosa-Luxemburg-Platz zu fahren, wo sie von der Polizei gestoppt wurden. Dort wurde die teilweise vermummte Gruppe von der Polizei umstellt und mussten sich anschließend unter den Augen zahlreicher Menschen einer langwierigen Personalienfeststellung unterziehen. Weiterlesen

Nazis

Gefängnisstrafe nach Brandanschlag in Meißen

Urteil gefällt (Quelle: flickr.com/photos/joegratz/)

Nach dem Brandanschlag in Meißen sind am 28. April zwei Männer wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Sachbeschädigung zu mehrjährigen Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden 38 und 41 Jahre alten Männer in der Nacht auf den 28. Juni 2015 versucht hatten, ein für die Unterbringung von Asylsuchenden vorgesehenes Gebäude anzuzünden. Nur dem Einsatz der Feuerwehr war es zu verdanken, dass sich das Feuer damals nicht auch auf das bewohnte Nachbargebäude ausbreiten konnte. Bei ihrem späteren Versuch, das Gebäude wenige Tage vor der geplanten Übergabe an das Landratsamt unter Wasser zu setzen, scheiterten sie, da zuvor die Hauptwasserzufuhr abgedreht worden war. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von 165.000 Euro. Weiterlesen

Antifa

Protest gegen Abschottungspolitik: Fähren statt Frontex

Anti-Frontex-Aktion auf der Elbe

Mit der temporären Kaperung einer städtischen Elbfähre hat heute Mittag die Undogmatische Radikale Antifa (URA) den Regelbetrieb der städtischen Elbfähre zwischen der Neustadt und der Johannstadt für kurze Zeit gestört. Bei der Aktion im Rahmen der diesjährigen „Anti-Frontex-Days“ sollte mit Transparenten und Pyrotechnik ein Zeichen gegen die Folgen der europäischen Abschottungspolitik gesetzt werden. Weiterlesen

Nazis

PEGIDA will erneut durch die Neustadt

Gegenprotest am 16. Mai auf der Hauptstraße (Quelle: Facebook)

Nach der Ankündigung von PEGIDA-Chef Lutz Bachmann, auf die stagnierende Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu reagieren und am kommenden Montag gemeinsam mit seiner Anhängerschaft in der Neustadt provozieren zu wollen, regt sich vor Ort Widerstand. Während auf Seiten der Gegenproteste mittlerweile vier Anlaufpunkte angemeldet worden sind, haben Unbekannte im Internet dazu aufgerufen, „Pegida aus der Neustadt [zu] jagen“. Erst am Pfingstmontag hatten sich unter dem Motto: „Fortress Europe“ rund 2.500 Menschen anlässlich eines europaweiten Aktionstages von PEGIDA am Goldenen Reiter versammelt. Obwohl die Dresdner Versammlungsbehörde im Vorfeld einmal mehr versuchte, den Gegenprotest mit schikanösen Auflagen einzuschränken, protestierten am Montag letztlich dennoch etwa 200 Menschen nur wenige Meter von der Kundgebung entfernt. Weiterlesen

Soziales

Hunderte Menschen protestieren in Dresden für ein uneingeschränktes Bleiberecht

Stadtteilspaziergang am 19. Mai auf der Louisenstraße (Quelle: flickr.com/photos/138853440@N02/)

An einem Stadtteilspaziergang von der Äußeren Neustadt bis ins angrenzende Hechtviertel beteiligten sich am Donnerstagabend mehr als 400 Menschen. Der Anlass für den Protest sind die vom Bundestag in der vergangenen Woche mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossene Einstufung von Marokko, Algerien und Tunesien als „sichere Herkunftsstaaten“. Die endgültige Abstimmung erfolgt im Juni im Bundesrat, wo CDU und SPD auf die Stimmen der Grünen angewiesen sind. Allein in diesem Jahr ist die Zahl der Abschiebungen in Sachsen deutlich angestiegen. Unter den Ende März 6.754 „vollziehbar ausreisepflichtigen“ Asylsuchenden kommen 954 Personen aus den nordafrikanischen Maghreb-Staaten. Weiterlesen

Freiräume

Polizei geht gegen Critical Mass Teilnehmer vor

Critical Mass auf der Stauffenbergallee (Quelle: twitter.com/cmdresden/)

Wie der Blog „Dresden gegen Radfahrer“ berichtet, war die Polizei im Vorfeld der Critical Mass (CM) im März aktiv. Noch bevor die mehrere Kilometer lange Rundtour durch Dresden beginnen konnte, hätten einige Polizeibeamte die Personalien von mehreren Teilnehmern aufgenommen. Auf Nachfrage über die Beweggründe für die Maßnahme gaben die Beamten an, dass im weiteren Verlauf des Abends in Zusammenhang mit dem Versammlungsgesetz Straftaten zu erwarten sein könnten. Nach der Personalienfeststellung verließen die Beamten den Startpunkt der monatlichen Fahrradrundfahrt. Während der anschließenden Rundfahrt war später kein einziges Polizeifahrzeug zu sehen. Weiterlesen

Antifa | Nazis

PEGIDA bekommt Unterstützung durch die AfD

Arsch hoch - Woche für Woche (Quelle: news-photo.de)

Zum 3. Mal fand am 9. Mai die wöchentliche PEGIDA-Veranstaltung am Hauptbahnhof in Dresden statt. Laut der Studentengruppe „Durchgezählt“ nahmen bis zu 3.000 Menschen an der Veranstaltung teil. Für ein Novum sorgte die Anwesenheut eines Landtagsabgeordneten der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) als Redner bei der Auftaktkundgebung. Hans-Thomas Tillschneider, MdL Sachsen-Anhalt, bedankte sich bei Pegida dafür, dass die Bewegung den Boden für eine neue Islampolitik der AfD geebnet habe und forderte das Bundesverdienstkreuz für den erst in der letzten Woche zum wiederholten Mal verurteilten Lutz Bachmann. Weiterlesen

Antifa | Freiräume | Kultur | Soziales

„Counter-Speech-Tour“ zu Besuch in Freital

Ausgelassene Stimmung am PEGIDA-Montag in Freital (Quelle: flickr.com/photos/streetphotose/)

Zeitgleich zur montäglichen PEGIDA-Demonstration in Dresden machte am 2. Mai die „Counter-Speech-Tour“ Station im sächsischen Freital. Neben Smudo von den Fantastischen Vier, Sängerin Leslie Clio, Irie Révoltés und der syrischen Band Khebez Dawle, hatte sich auch die Dresdner Offbeat Cooperative und „Banda Internationale“ auf dem Platz des Friedens für ein Gratis-Konzert eingefunden. Gleichzeitig gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm und nur spärlich besuchte Workshops mit Initiativen gegen Rechts. Damit wollten die Akteure ein deutliches Zeichen gegen Hetze im Netz und auf der Straße setzen. Der für die Organisation der Veranstaltung veranwortliche Verein „Laut gegen Nazis“ teilte mit: „Mit dieser Veranstaltung wollen wir zeigen, dass Freital eben keine Nazistadt ist.“ Smudo ergänzte, es gehe eben gerade darum, Freital nicht zu stigmatisieren, sondern positive Schlagzeilen zu machen. Weiterlesen