Soziales

Sozialprotest vor Schloss Eckberg

Etwa 50 Menschen protestierten heute vor dem Eingang zum Schloss Eckberg gegen eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF). Diese hatten sich in dem Dresdner Nobelhotel zu abschließenden Beratungen über die neuen Steuerungsmodelle der Kinder- und Jugendhilfe getroffen. Ende Mai soll das Konzept der Jugend- und Familienministerkonferenz in Hannover vorgelegt werden.

Das Protestbündnis war am 13. Januar in Berlin als Reaktion auf die Pläne zur Neuausrichtung der Steuerung von Kinder- und Jugendhilfe ins Leben gerufen worden. Es richtet sich gegen den Vorstoss einiger Bundesländer, die aus finanziellen Gründen verstärkt dazu übergegangen sind, fachliche Standards der Sozialen Arbeit zu senken und eine Aushöhlung der gesetzlich festgelegten Hilfen zur Erziehung und dem damit verbundenen individuellen Rechtsanspruch voranzutreiben. Gegen dieses Vorhaben setzt sich das Bündnis für eine professionelle Arbeit unter fachlichen Standards, bessere Bedingungen am Arbeitsplatz und Soziale Arbeit im Interesse ihrer Adressaten ein.

Dem Bündnis gehören Einzelpersonen aus Wissenschaft und Praxis, Initiativen und kritischen Gruppen aus zahlreichen Bundesländern, das Unabhängige Forum für kritische Soziale Arbeit (UFo), der Berufsverband DBSH sowie die Gewerkschaften ver.di, GEW, dbb an.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *