Freiräume

Einbruch in Löbtauer Wohnprojekt

Aus einer Pressemitteilung des selbstverwalteten Studierendenwohnheims WUMS in Löbtau geht hervor, dass es dort zwischen dem 24. und 25. Dezember zu einem Einbruch kam, bei dem es mehrere Ungereimtheiten gibt. Der oder die Täter sollen, nachdem gezielt zwei Zimmertüren aufgebrochen worden waren, neben einem großen Spendenbetrag und technischen Kommunikationsgeräten wie Server-Festplatten, WLAN-Routern auch Ordner mit Unterlagen zu den Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohnprojektes gestohlen haben. Der Verein geht davon aus, dass der Einbruch sehr genau geplant gewesen sein muss, so seien die aufgebrochenen Türen nicht die einzigen abgeschlossenen im Haus gewesen. Zudem seien ausgerechnet jene Gegenstände gestohlen worden, welche besonders für die Vereinsstruktur und Kommunikation von Bedeutung sind. Auch der Ausbau der Server-Festplatten am anderen Ende des Hauses schließe ihrer Ansicht nach einen gewöhnlichen Einbruch weitestgehend aus.

Erst kürzlich war das Wohnprojekt nach einer Sachbeschädigung in räumlicher Nähe zum Haus in den Fokus staatsanwaltlicher Ermittlungen gekommen. Im Zuge dessen war ein Vorstandsmitglied des Vereins vorgeladen und befragt worden. Dabei schienen die ermittelnden Beamten ein großes Interesse an der aktuellen Wohnsituation im Projekt zu haben und wollten unter anderem wissen, wer sich dort alles aufhalte. Nachdem die vorgeladene Person jedoch ihre Aussage verweigert hatte, erhielten wenig später auch die übrigen Vorstandsmitglieder eine polizeiliche Vorladung. Eine Sprecherin hatte anschließend der Staatsanwaltschaft einen „völlig unverhältnismäßigen Eingriff in unsere informelle Selbstbestimmung“ vorgeworfen. Das Vorgehen erinnere an 2011, als schon einmal die wenigen im Stadtteil vorhandenen selbstverwalteten Strukturen im Zuge eines Verfahrens gegen eine nie gefundene Antifa-Sportgruppe von der Staatsanwaltschaft ausgehorcht worden waren.

Angesichts der dem Einbruch vorausgegangenen Ermittlungen liegt für den Verein der Verdacht nah, dass beides miteinander in Zusammenhang stehen könnte, schließlich hätten einige der Ende Dezember entwendeten Gegenständen die von der Staatsanwaltschaft gewünschten Informationen enthalten. Falls sich der Verdacht bestätigt, wäre der Vorfall erneut erneut ein Beleg für das Ausmaß der Ausspähung, Verunglimpfung und Kriminalisierung von selbstverwalteten, linken Strukturen in Dresden. Da der durch den Diebstahl entstandene finanzielle Schaden immens ist, sind sowohl der Verein als auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses auf eure Solidarität angewiesen. Eine Möglichkeit mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen gibt es am 14. März im AZ Conni. An diesem Tag findet dort eine Soliparty statt, mit deren Einnahmen zumindest ein Teil der entstandenen Schäden gedeckt werden soll.

Spenden sind darüber hinaus auch auf das folgende Konto möglich (Spendenquittung möglich):

IBAN: DE09 4306 0967 6009 7377 00

BIC: GENODEM1GLS

Kommentare

  1. jens sagt:

    hoert sich ein wenig an wie damals mit der antifaakte. das waren nazibullen oder bullennazis und vs. jetzt haben sie bestimmt wieder paar vsnazibullen losgeschickt die drexarbeit machen. ihr solltet euch dringendst mit der frage beschaeftigen, wofuer die eure daten brauchen *server/aktenordner* etc.
    durchhalten!

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