Nazis

Mehrere Menschen bei Naziübergriff in Bautzen verletzt

Bei einem rechten Übergriff auf eine Gruppe von Jugendlichen in Bautzen, sind am Freitagnachmittag nach Polizeiangaben vier Menschen teilweise schwer verletzt worden. Während die Polizei in ihrer Meldung über „gegenseitige Provokationen“ und „Verbalattacken“ als Auslöser für die Auseinandersetzung berichtete, lassen die durch die Linke veröffentlichten Informationen zum Übergriff auf mehrere Mitglieder ihres Jugendverbandes auf einen gezielten Angriff schließen. Insgesamt fünf Jugendliche mussten sich später in ärztliche Behandlung begeben. Neben Prellungen und blauen Flecken erlitt ein Jugendlicher eine Platzwunde, welche genäht werden musste. Weil einem der Betroffenen der Kiefer gebrochen wurde, musste er zur weiteren Behandlung ins Dresdner Universitätsklinikum überstellt werden. Ein junge Frau musste sich mit einer Schädelprellung ärztlich behandeln lassen.

Der Pressesprecher des Landesverbandes, Thomas Dudzak, zeigt sich anschließend schockiert: „Seit Monaten sehen sie sich Anfeindungen von rechts ausgesetzt. Dieser gezielte Angriff ist nur die Spitze des Eisberges und erinnert nicht von ungefähr an die frühen 90er. Bereits im September warnte der Landesvorstand eingehend davor, das Problem mit Nazis in Bautzen nicht kleinzureden. Diese versuchen in Bautzen ein Exempel dafür zu statuieren, dass sie ganze Städte in Deutschland beherrschen können. In dieser aufgeheizten rassistischen Stimmung müssen alle staatlichen Behörden dafür Sorge tragen, den Rechtsstaat auf Bautzens Straßen gegen Nazis und mit ihnen sympathisierende Bevölkerungsgruppen durchzusetzen. Wir erwarten deshalb nicht weniger auf eine schnelle Ergreifung und Verurteilung der Täter des gestrigen Abends.“

Im zurückliegenden Jahr war es in der ostsächsischen Stadt zu einer Reihe von Übergriffen und Brandanschlägen gekommen. Als Reaktion darauf hatte es durch Alexander Ahrens, dem Oberbürgermeister der Stadt, und CDU-Landrat Michael Harig mehrere Gesprächsrunden mit Vertretern der lokalen Naziszene gegeben. Der Höhepunkt waren regelrechte Hetzjagden auf mehrere junge Migranten im September. Nachdem drei Unbekannte am 13. Dezember mehrere Brandsätze auf eine von geflüchteten Menschen bewohnte Unterkunft geworfen hatten, waren durch die Polizei am 23. Dezember drei Männer im Alter zwischen 19 und 23 Jahren als mutmaßliche Täter festgenommen worden. Derzeit wird durch die Polizei geprüft, ob die Männer auch für den bisher ungeklärten Brandanschlag auf ein als Asylunterkunft vorgesehenes ehemaliges Hotel im Februar in Frage kommen.

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