Ökologie

Dresden: Ernährungswende for Future

13. September 2022 - 13:27 Uhr

Am Samstag fand auf dem Dresdner Neumarkt ein von Greenpeace und dem 2019 gegründeten Bündnis Health for Future organsierter Aktionstag zum Thema „Klimagesundes Essen für alle Menschen und die Erde“ statt. Mit Aufstellern und Bildern wurde in unmittelbarer Nähe zur Frauenkirche auf eine von zahlreichen Wissenschaftler:innen entwickelte Ernährungsweise aufmerksam gemacht, die trotz einer weiter wachsenden Bevölkerungszahl nicht nur für Menschen, sondern auch unseren Planeten und dessen Ökosysteme nachhaltig sein könnte.

Im Unterschied zur Ernährung heutzutage, müsste sich für dieses Ziel der Verzehr von Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten etwa verdoppeln, während der Konsum von Fleisch und Milchprodukten zur gleichen Zeit um etwa 75 Prozent abnehmen müsste. Studienergebnissen zufolge könnten damit allein in Deutschland jährlich bis zu 177.000 Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Darmkrebs verhindert werden.

Durch die Klimaerwärmung und den im Februar begonnenen Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine haben vor allem in den letzten Monaten bei Getreide die Ernährungskrise weiter verschärft. In etlichen vom Import auf dem Weltmarkt abhängigen Ländern kam es auf Grund von stetig steigenden Lebensmittelpreisen zu Nahrungsmittelengpässen. Daneben haben klimabedingte Dürren und Überschwemmungen zu weiteren Ernteausfällen geführt.

Den Vorschlägen von Planetary Health Diet zufolge hätte vor allem die Reduzierung der Massentierhaltung und die damit einhergehende Verringerung klimaschädlicher Treibhausgase positive Effekte auf das Klima. Eine Studie des Ökoinstituts im Auftrag von Greenpeace kam zu dem Ergebnis, dass durch den Ernährungswechsel weniger Fläche benötigt und deutlich mehr Menschen ernährt werden könnten, als mit der heutigen Ernährungsweise.

Linda Kolata, die Sprecherin von Greenpeace Dresden, zeigte sich überzeugt davon: „Wir haben es selbst in der Hand, unsere Zukunft positiv zu gestalten. Mit einer Ernährungswende nach dem Vorbild der Planetary Health Diet können wir nicht nur das Klima schützen, sondern auch Flächen sparen und ökologischer wirtschaften.“ In Sachsen liegt der Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe bereits bei über 14 Prozent, der Anteil  landwirtschaftlich genutzter Flächen bei 9,2 Prozent. Seit 2015 hat sich die Fläche mit ökologischer Bewirtschaftung von 37.424 Hektar auf 82.948 Hektar 2021 mehr als verdoppelt.

Bild: Greenpeace


Veröffentlicht am 13. September 2022 um 13:27 Uhr von Redaktion in Ökologie

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