Antifa | Kultur | News

15.06.2009 Film + Diskussion

„Zwischen allen Stühlen“

Wann? 15. Juni 2009, 19.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden
Wer? Karl Pfeifer, Wien

1938 flüchtet Karl Pfeifer als Zehnjähriger mit seiner Familie aus Österreich, zunächst nach Ungarn. Vier Jahre später erreicht er Palästina mit einem der letzten Kindertransporte des Hashomer Hatzair. Er lebt im Kibbuz, kämpft im Israelischen Unabhängigkeitskrieg und kehrt Anfang der 50er Jahre nach Österreich zurück. Weiterlesen

Freiräume | Kultur | News

TU Dresden plant umfassende Überwachung der Internetaktivitäten

Aus einer Stellungnahme des Informatik-Fachschaftsrats der TU Dresden geht hervor, dass an der Universität in Kürze ein 68.000 Euro teures Frühwarnsystem in Betrieb gehen wird. Das System soll nach Angaben des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) dazu dienen, eventuellen Missbrauchsfällen vorzubeugen und Datenströme sicherer zu machen. Von Seiten der Studierenden wird befürchtet, dass damit in Zukunft detailliert Informationen über das Surfverhalten einzelner Nutzer und Nutzerinnen gesammelt und ausgewertet werden können. Weiterlesen

Nazis | News

Urteile im Prozess gegen Nazis in Frankenberg

Ein zweites Potzlow?! Hohe Freiheitsstrafen für Neonazis – Benennen des rechtsextremen Tathintergrundes zu vorsichtig.

Frankenberg (bei Mittweida) im April 2008: Es waren eindeutig Neonazis, die einen jungen Hip Hopper beinahe zu Tode quälten. Aus rechtsextremer Motivation heraus malträtierten sie den jungen Mann über Stunden, demütigten ihn zutiefst und spielten massiv mit seiner unvermeidbaren Todesangst.

Vor dem Landgericht Chemnitz wurde heute das Urteil im so genannten Frankenberger Folterprozess gesprochen.

Das Gericht verurteilte die beiden Neonazis Nico G. (22) und Michael S. (20) zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 2 Monaten bzw. 4 Jahren und 10 Monaten.

Aus ihrer Einstellung machen die Täter keinen Hehl, selbst vor dem Landgericht tragen sie rechtsextreme Kleidung. In der Verhandlung wurde deutlich, dass Nico G. und Michael S. im Kontakt mit ihrem Opfer thematisierten, dass ein Hip Hopper die Marke „Lonsdale“ trägt, die in ländlichen Regionen noch immer bei Neonazis beliebt ist.

Darüber hinaus ergab der Prozess, dass drei weitere Personen während der lebensgefährlichen Mißhandlungen über einen längeren Zeitraum hinweg anwesend waren. Sie griffen nicht ein oder riefen die Polizei, nicht einmal, nachdem Nico G. und Michael S. die Tatwohnung verließen und mit Paul (Name geändert) zum Waldstück aufbrachen. Es bleibt abzuwarten, wann die Verhandlung gegen eine junge Frau und zwei junge Männer beginnt.

Der vorsitzende Richter benannte den menschenverachtenden Charakter der Tat und verwies auf den Blick in die Geschichte.

Für das Jahr 2008 sind bundesweit vier Todesopfer rechtsextremer Gewalt zu vermerken. Aus Sicht der Opferberatung konnten Nico G. und Michael S. nicht davon ausgehen, dass Paul überlebt. Nach stundenlanger Qual ließen sie den bewegungslosen, völlig entkräfteten jungen Mann nackt auf einem Waldstück liegen, bei einer Temperatur, wobei sich Raureif bildete. Es war für sie keineswegs ersichtlich, dass er noch einmal aufstehen und nicht erfrieren oder an den Folgen der Gewalt sterben wird.

Es ist der Blick in die Gegenwart, den wir einnehmen müssen: Wir haben aktuell ein massives Rechtsextremismusproblem, benennen es aber zu vorsichtig.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an André Löscher / Juliane Wetendorf, Opferberatung Chemnitz: 0371 / 48 19 451

Quelle: RAA Sachsen (15.05.09)

Kultur | News

27.05.2008 Vortrag und Diskussion

Homophober Moslem, toleranter Westen?

Wer? Georg Klauda
Wann? 27. Mai 2009, 19.30 Uhr
Wo? Hörsaalzentrum der TU Dresden; Raum 201

Veranstaltet von SchLaU Dresden.

Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung „Homosexueller“ immer wieder in den Blickpunkt der Medien, und wenn sich hierzulande deklassierte Halbstarke aggressiv gegenüber Schwulen zeigen, fragt man reflexhaft nach ihrem „kulturellen Hintergrund“. Dabei ist die klassische türkische und arabische Liebeslyrik voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, die man in der Literatur des „aufgeklärten“ Abendlands vergeblich sucht. Weiterlesen

Freiräume | Kultur | News

Mehr als 500 Menschen auf Nachttanzdemo (Update 25.05.)

NachttanzdemoNicht nur in Berlin wurde am gestrigen Abend demonstriert, in Dresden folgten mehr als 500 Menschen einem Aufruf für alternative Freiräume und lebendige Subkultur. Seit Jahren lassen Stadt und Polizei in der Landeshauptstadt nichts unversucht, um alternative Formen von Partykultur und politischem Leben zu verhindern. Immer wieder werden unangemeldete private Partys mit fadenscheinigen Argumenten durch die Polizei beendet und damit Menschen bewußt die Möglichkeit genommen, abseits von durchkommerzialisierten Partys zu feiern. Aber nicht nur solche Veranstaltungen sind das Ziel von übertriebenen Polizeieinsätzen. Nach dem vorzeitigen Ende einer friedlichen Demonstration gegen Europas größten Naziaufmarsch am 14. Februar, ließ die Stadt nur einen Monat später ein nur wenige Stunden besetztes Haus im an die Äußere Neustadt angrenzenden Hechtviertel durch die Polizei unter dem Einsatz körperlicher Gewalt räumen. Gründe genug, diese Zustände nicht länger widerspruchslos hinzunehmen und wie schon im vergangenen Jahr die Kritik daran auf der Straße sichtbar zu machen. Weiterlesen

Nazis | News

Vatertag in Sachsen 2009

Bereits in den vergangenen Jahren kam es im Zuge dieses Tages gerade in den neuen Bundesländern immer wieder zu Schlägereien zwischen alkoholisierten Männern mit zum Teil schwer verletzten Personen. Höhepunkt waren die ausländerfeindlichen Übergriffe 1994 in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg. Einige dutzend Nazis und Passanten konnten über mehrere Stunden ungehindert eine Gruppe von Farbigen durch das Zentrum von Magdeburg jagen, ohne dass die Polizei das zum Anlass nahm, einzuschreiten. Eines der Opfer verstarb vier Monate später an den Folgen der Verletzungen. Insgesamt wurden nur acht der an den Hetzjagden beteiligten Personen verurteilt, von den 15 Ermittlungsverfahren gegen die untätigen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt wurden alle eingestellt. Weiterlesen

Kultur | News

Dresdner Fotos aus der Wendezeit

Durch den Einzug der Digitalfotografie in den Alltag vieler Menschen ging bei Bildern leider viel zu oft die Authentizität des Augenblicks verloren. Bei den Bildern des nach Dresden zurückgekehrten Fotografen Lothar Lange ist das glücklicherweise nicht der Fall. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist seine Galerie mit Bildern aus der Wendezeit in Dresden von 1990-1994.

Antifa | Freiräume | Nazis | News

„Thor Steinar“ in der Neustadt unerwünscht?

Was in weiten Teilen Ostdeutschlands inzwischen leider kein Problem mehr ist, wurde in Dresden offenbar einem 19-Jährigen im alternativen Szeneviertel Neustadt in der Nacht auf Samstag zum Verhängnis. Aus einer Polizeimeldung geht hervor, dass ihm ein Unbekannter seine „Thor Steinar“ Jacke geraubt haben soll. Weiterlesen

Kultur | News

Vortrag und Diskussion: Die soziale Situation in Chiapas (Mexiko)

„Die soziale Situation in Chiapas (Mexiko)“

Wer? Christian Träger
Wann? 20. Mai 2009, 19.00 Uhr
Wo? Wir AG, Martin-Luther-Str. 21, Dresden 01099

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung-Dresden.

Quelle: Wir AG

Freiräume | News

Fahrraddemo für eine zweispurige Königsbrücker Straße

Neben der an jedem letzten Freitag im Monat stattfindenden Critical Mass findet ab dem 22. Mai ebenfalls am Freitag eine weitere Fahrraddemo statt. Das Anliegen des Bündnisses aus Grüne Liga, ADFC, BUND, VCD, SPD und Grüne ist eine stadtverträglicher (und fahrradfreundlicher) Ausbau des unteren Abschnitts der Königsbrücker Straße am Rand der Äußeren Neustadt. Weiterlesen